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Die Leiden des jungen Werther


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Rezension von

Kristina Scherer

Die Leiden des jungen Werther Als Johann Wolfgang von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ 1774 im Zeichen des Sturm und Drang erschien, polarisierte er die Nation. Während sich die jüngere Generation mit der Absage an die moralisierende Aufklärungskultur identifizierte und ein regelrechtes Werther-Fieber ausbrach, übten Kirche und Bürgertum heftige Kritik an Goethes Roman, der dem Genietypus des Sturm und Drang entspricht. Die Kirche warf ihm vor, den Freitod zu verherrlichen und für den Tod junger Selbstmörder verantwortlich zu sein, die sich auf Werthers Beispiel beriefen. Es kam zu Verkaufsverboten, wie sie etwa von der Stadt Leipzig ausgeführt wurden. In einer Zeit, in der sich überwiegend junge Autoren aus dem Mittel- und Kleinbürgertum gegen die soziale Determiniertheit des Individuums und seiner Gefühle richteten, avancierte der „Werther“ jedoch trotz einer Gegenbewegung zum Bestseller und brachte seinem Autor europäische Berühmtheit ein. Der monoperspektivische Briefroman, in dem Goethe seine unglückliche Liebe zu Charlotte Buff verarbeitet, gibt uns einen chronologischen Einblick in die letzten 1 ½ Jahre des Protagonisten. Das Werk ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil, der den Zeitraum von Mai-September 1771 umfasst, enthält Briefe Werthers an seinen Freund Wilhelm. Der Ich-Erzähler, der davon träumt Künstler zu werden und seine Heimatstadt beruflich frustriert verlassen hat, berichtet von den Menschen und seinem neuen Leben auf dem Land. Er sucht die Nähe zu der Natur, die für ihn ein Refugium vor der Stadt repräsentiert. Auf einem Ball verliebt sich Werther leidenschaftlich in Lotte. Doch Lotte ist bereits vergeben. Auf das berufliche Unglück folgt das private. Lottes Verlobter Albert befindet sich auf einer Geschäftsreise und Werther trifft die junge Frau häufiger. Als Albert von seiner Reise wiederkehrt, freunden sich die beiden Männer zunächst an. Doch Werther wird bewusst, dass seine Liebe aussichtslos ist. Der zweite Teil des Romans (Oktober 1771-Dezember 1772) enthält neben Werthers Briefen den Bericht eines fiktiven Herausgebers, der die letzten beiden Wochen in Werthers Leben mit dem Ziel der Katharsis schildert. Der Protagonist kehrt in seine Heimatstadt zurück, in der er eine neue Anstellung erhalten hat. Doch schon bald sucht er wieder die Nähe zu Lotte, da er sie vermisst. Als sich Lotte und Werther näher kommen, bittet sie ihn jedoch, Abstand zu ihr zu halten. Sie ist inzwischen mit Albert verheiratet. Werther ist zutiefst verzweifelt. Er erschießt sich an seinem Schreibtisch mit der Pistole Alberts. Das „Werther“-Hörbuch aus dem HörGut!-Verlagsprogramm wird von dem renommierten Musik- und Schauspieltalent Marek Harloff gelesen, der durch eine Vielzahl von Fernseh- und Kinoproduktionen einem breiten Publikum bekannt sein dürfte und mit seiner Band TempEau die Charts eroberte. Der Lesung liegt die zweite „Werther“-Fassung aus dem Jahre 1787 zugrunde. Harloff, zu dessen Markenzeichen seine einfühlsame Stimme zählt, ist prädestiniert für diese Lesung. Mit Sensibilität und Tiefgang empfindet er gleichsam Werthers Euphorie und tiefsten Schmerz. Das vorliegende Hörbuch umfasst vier CD’s und ist schon alleine aufgrund des hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses zu empfehlen. Neben der ungekürzten Lesung enthält es außerdem eine gesprochene Biografie Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) sowie den Gesamttext inklusive Worterklärungen als computerlesbare PDF-Datei. Marek Harloffs Authentizität und der Taschengeldpreis lassen die Produktion zur momentan besten und günstigsten „Werther“-Lesung werden. Besonders für alle Schüler und Studenten, die sich mit der monologischen Form des „Werther“ abmühen, wird die charismatische Lesung eine große Erleichterung sein. Derjenige, der das Hörbuch innerhalb kürzester Zeit benötigt, sei auf die Internetpräsenz des HörGut!-Verlages verwiesen, auf der man den „Werther“ in der MP3-Version, selbstverständlich mit allen Begleitunterlagen, herunterladen kann: http://hoergut.soforthoeren.de/product.4304.Das_Leiden_des_jungen_Werther__Goethe.html

Als Johann Wolfgang von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ 1774 im Zeichen des Sturm und Drang erschien, polarisierte er die Nation.

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Während sich die jüngere Generation mit der Absage an die moralisierende Aufklärungskultur identifizierte und ein regelrechtes Werther-Fieber ausbrach, übten Kirche und Bürgertum heftige Kritik an Goethes Roman, der dem Genietypus des Sturm und Drang entspricht. Die Kirche warf ihm vor, den Freitod zu verherrlichen und für den Tod junger Selbstmörder verantwortlich zu sein, die sich auf Werthers Beispiel beriefen. Es kam zu Verkaufsverboten, wie sie etwa von der Stadt Leipzig ausgeführt wurden. In einer Zeit, in der sich überwiegend junge Autoren aus dem Mittel- und Kleinbürgertum gegen die soziale Determiniertheit des Individuums und seiner Gefühle richteten, avancierte der „Werther“ jedoch trotz einer Gegenbewegung zum Bestseller und brachte seinem Autor europäische Berühmtheit ein.

Der monoperspektivische Briefroman, in dem Goethe seine unglückliche Liebe zu Charlotte Buff verarbeitet, gibt uns einen chronologischen Einblick in die letzten 1 ½ Jahre des Protagonisten. Das Werk ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil, der den Zeitraum von Mai-September 1771 umfasst, enthält Briefe Werthers an seinen Freund Wilhelm. Der Ich-Erzähler, der davon träumt Künstler zu werden und seine Heimatstadt beruflich frustriert verlassen hat, berichtet von den Menschen und seinem neuen Leben auf dem Land. Er sucht die Nähe zu der Natur, die für ihn ein Refugium vor der Stadt repräsentiert. Auf einem Ball verliebt sich Werther leidenschaftlich in Lotte. Doch Lotte ist bereits vergeben. Auf das berufliche Unglück folgt das private. Lottes Verlobter Albert befindet sich auf einer Geschäftsreise und Werther trifft die junge Frau häufiger. Als Albert von seiner Reise wiederkehrt, freunden sich die beiden Männer zunächst an. Doch Werther wird bewusst, dass seine Liebe aussichtslos ist. Der zweite Teil des Romans (Oktober 1771-Dezember 1772) enthält neben Werthers Briefen den Bericht eines fiktiven Herausgebers, der die letzten beiden Wochen in Werthers Leben mit dem Ziel der Katharsis schildert. Der Protagonist kehrt in seine Heimatstadt zurück, in der er eine neue Anstellung erhalten hat. Doch schon bald sucht er wieder die Nähe zu Lotte, da er sie vermisst. Als sich Lotte und Werther näher kommen, bittet sie ihn jedoch, Abstand zu ihr zu halten. Sie ist inzwischen mit Albert verheiratet. Werther ist zutiefst verzweifelt. Er erschießt sich an seinem Schreibtisch mit der Pistole Alberts.

Das „Werther“-Hörbuch aus dem HörGut!-Verlagsprogramm wird von dem renommierten Musik- und Schauspieltalent Marek Harloff gelesen, der durch eine Vielzahl von Fernseh- und Kinoproduktionen einem breiten Publikum bekannt sein dürfte und mit seiner Band TempEau die Charts eroberte. Der Lesung liegt die zweite „Werther“-Fassung aus dem Jahre 1787 zugrunde. Harloff, zu dessen Markenzeichen seine einfühlsame Stimme zählt, ist prädestiniert für diese Lesung. Mit Sensibilität und Tiefgang empfindet er gleichsam Werthers Euphorie und tiefsten Schmerz.

Das vorliegende Hörbuch umfasst vier CD’s und ist schon alleine aufgrund des hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses zu empfehlen. Neben der ungekürzten Lesung enthält es außerdem eine gesprochene Biografie Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) sowie den Gesamttext inklusive Worterklärungen als computerlesbare PDF-Datei. Marek Harloffs Authentizität und der Taschengeldpreis lassen die Produktion zur momentan besten und günstigsten „Werther“-Lesung werden. Besonders für alle Schüler und Studenten, die sich mit der monologischen Form des „Werther“ abmühen, wird die charismatische Lesung eine große Erleichterung sein.

Derjenige, der das Hörbuch innerhalb kürzester Zeit benötigt, sei auf die Internetpräsenz des HörGut!-Verlages verwiesen, auf der man den „Werther“ in der MP3-Version, selbstverständlich mit allen Begleitunterlagen, herunterladen kann:

http://hoergut.soforthoeren.de/product.4304.Das_Leiden_des_jungen_Werther__Goethe.html

geschrieben am 28.05.2009 | 562 Wörter | 3504 Zeichen

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