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Das Erbe des Antipatros


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Das Erbe des Antipatros Ralf ist ein wohlbekanntes Schülerphänomen: sportlich begabt, geschichtlich uninteressiert und gemeinsam mit seinen Freunden lehrerspottend befindet sich der Vorlaute auf einer Klassenfahrt in Athen. Anstatt jedoch die olympischen Spiele zu betrachten, die just in diesen Tagen ausgetragen werden, muss er sich bei 40°C im Schatten durch alte Steine schleppen und die Akropolis aus der Perspektie einer kunstbegeisterten Lehrerin und eines geschichtlich versierten Fremdenführers betrachten. Als Ralf gerade am Nölen und Maulen ist, befällt ihn ein Schwindel und durch den Strudel der Zeit fällt er in das rund 2500 Jahre in der Vergangenheit liegende Ägypten, wo er an den Stufen der Pyramiden von Gizeh seine Abenteuer beginnt. So beginnt Ralfs Abenteuer und von Antipatros bekommt er den Auftrag: Entdecke die sieben Weltwunder, damit diese in deiner Zeit nicht in Vergessenheit geraten und ich zum Olymp auffahren kann. - Hat doch Antipatros einen Reiseführer über diese sieben architektonischen Wunderlichkeiten geschrieben – was man als Autor doch alles macht um die eigenen Werke vor der Versenkung zu bewahren. Aber was wäre ein Abenteurer ohne eine geheimnisvolle Schönheit? Deswegen wird dem störrischen Heroen Mara an die Seite gestellt. Herzeleid in Form der grazilen Griechin ist vorprogrammiert. Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen: Haben mich die ersten Ereignisse um die Pyramiden noch gefesselt, so fand ich den Sprung zum zweiten Weltwunder und der dann angrenzenden und fortlaufenden Geschichte nur bedingt gelungen. Aber auch der weitere Verlauf der Handlung mutete bisweilen unrealistisch an, wenn z.B. beschrieben wird, wie Ralf einen Handabschlag beobachtet oder gar selbst zur kriegerischen Tötungsmaschine wird um sein und Maras Überleben zu sichern. Doch egal wie – es gelingt dem Heros immer eine Mitfahrgelegenheit oder den Sieg bei den olympischen Spielen zu erringen. Das zweite Ende wirkt deplatziert, kann man noch Ralfs Sinneswandel nach seiner Rückkehr und das damit verbundene Geschichtsinteresse verstehen, ist die darauffolgende Handlung unverhältnismäßig. Die Chronologie des Buches könnte man durchaus als a-historisch bezeichnen: Zwischen der im Buch beschriebenen Zerstörung des artemisischen Tempels und den Schlachten auf der Insel Rhodos liegt nur ein Wimpernschlag bzw. weniges Seitenblättern. Man darf also nicht mit der Erwartung an das Buch herangehen, dass alle erwähnten Ereignisse auch den historischen Fakten entsprechen, sondern sollte sich vielmehr mit Ralf auf eine Reise durch die Zeit machen. Fragt sich also auch, für welche Zielgruppe das Buch geschrieben wurde: Üben die kleinen vielen episodenhaften Geschichten wohl ihren Reiz für ein junges bis vorjuveniles Publikum aus, so sprechen doch die Gewalt- und die Liebesszene gegen diese Einschätzung. Sehr positiv – wie im gesamten Oevre des SCRATCH-Verlags vorkommend – habe ich das Nachwort Jörg Olbrichs empfunden. Indem er Stellung zu einigen meiner persönlichen Anfragen an das Buch bezieht, z.B. die dem Spannungsbogen geschuldete Anachronie, und noch weitere eigene Motive offen legt, glättet sich meine Vorstellung zum Buch. Ein gelungenes Abrunden einer 400-Seiten-Story.

Ralf ist ein wohlbekanntes Schülerphänomen: sportlich begabt, geschichtlich uninteressiert und gemeinsam mit seinen Freunden lehrerspottend befindet sich der Vorlaute auf einer Klassenfahrt in Athen. Anstatt jedoch die olympischen Spiele zu betrachten, die just in diesen Tagen ausgetragen werden, muss er sich bei 40°C im Schatten durch alte Steine schleppen und die Akropolis aus der Perspektie einer kunstbegeisterten Lehrerin und eines geschichtlich versierten Fremdenführers betrachten.

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So beginnt Ralfs Abenteuer und von Antipatros bekommt er den Auftrag: Entdecke die sieben Weltwunder, damit diese in deiner Zeit nicht in Vergessenheit geraten und ich zum Olymp auffahren kann. - Hat doch Antipatros einen Reiseführer über diese sieben architektonischen Wunderlichkeiten geschrieben – was man als Autor doch alles macht um die eigenen Werke vor der Versenkung zu bewahren.

Aber was wäre ein Abenteurer ohne eine geheimnisvolle Schönheit? Deswegen wird dem störrischen Heroen Mara an die Seite gestellt. Herzeleid in Form der grazilen Griechin ist vorprogrammiert.

Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen: Haben mich die ersten Ereignisse um die Pyramiden noch gefesselt, so fand ich den Sprung zum zweiten Weltwunder und der dann angrenzenden und fortlaufenden Geschichte nur bedingt gelungen. Aber auch der weitere Verlauf der Handlung mutete bisweilen unrealistisch an, wenn z.B. beschrieben wird, wie Ralf einen Handabschlag beobachtet oder gar selbst zur kriegerischen Tötungsmaschine wird um sein und Maras Überleben zu sichern. Doch egal wie – es gelingt dem Heros immer eine Mitfahrgelegenheit oder den Sieg bei den olympischen Spielen zu erringen.

Das zweite Ende wirkt deplatziert, kann man noch Ralfs Sinneswandel nach seiner Rückkehr und das damit verbundene Geschichtsinteresse verstehen, ist die darauffolgende Handlung unverhältnismäßig.

Die Chronologie des Buches könnte man durchaus als a-historisch bezeichnen: Zwischen der im Buch beschriebenen Zerstörung des artemisischen Tempels und den Schlachten auf der Insel Rhodos liegt nur ein Wimpernschlag bzw. weniges Seitenblättern.

Man darf also nicht mit der Erwartung an das Buch herangehen, dass alle erwähnten Ereignisse auch den historischen Fakten entsprechen, sondern sollte sich vielmehr mit Ralf auf eine Reise durch die Zeit machen.

Fragt sich also auch, für welche Zielgruppe das Buch geschrieben wurde: Üben die kleinen vielen episodenhaften Geschichten wohl ihren Reiz für ein junges bis vorjuveniles Publikum aus, so sprechen doch die Gewalt- und die Liebesszene gegen diese Einschätzung.

Sehr positiv – wie im gesamten Oevre des SCRATCH-Verlags vorkommend – habe ich das Nachwort Jörg Olbrichs empfunden. Indem er Stellung zu einigen meiner persönlichen Anfragen an das Buch bezieht, z.B. die dem Spannungsbogen geschuldete Anachronie, und noch weitere eigene Motive offen legt, glättet sich meine Vorstellung zum Buch. Ein gelungenes Abrunden einer 400-Seiten-Story.

geschrieben am 30.07.2011 | 463 Wörter | 2779 Zeichen

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