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Rachekuss


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  • 1990 Aufrufe

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Rezension von

Magdalena Kneisel

Rachekuss Flora ist sauer auf ihren Vater, auf Deutschland und v.a. das deutsche Wetter, denn in Brasilien, dem Ort ihrer Herkunft, wäre es jetzt warm und Frühling im Gegensatz zu den tristen deutschen Herbst. Weil ihr Vater eine neue Stelle in Erlangen angetreten hat, muss die gerade vor der Volljährigkeit stehende Halbbrasilianerin gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem kleinen nervigen Bruder umziehen. Kurz vor dem Abitur ist es für die temperamentvolle Jugendliche sehr schwer neuen Anschluss zu finden, v.a. da sie in ihrer Schule als Exotin und Begaffungsobjekt gesehen wird. Einzig und allein in Carina findet die an Heimweh Leidende eine Leidensgenossin im Alltag und eine Weggefährtin. Bald werden die beiden beste Freundinnen und die mysteriösen Ereignisse rund um Voodoo, ihre Geburtstagsparty und Yannik schweißen die beiden ungleichen Mädchen nur noch näher zusammen. Jedes Kapitel des „Rachekuss“ wird mit einem Ausschnitt aus einem psychatrischen Gutachten begonnen. Dabei wird Einblick auf ein verhaltensgestörtes und emotionsunfähiges Mädchen geschildert, das visionslos in die Zukunft hineinlebt. Die sich anschließenden inhaltlichen Kapitel und die Geschichte Floras werden in dritter Person aus ihrer Sichtweise geschildert. Immer wieder neue auftauchende Schreckensereignisse werden aufgeworfen, die von Hühnerblut über tote Katzen bis hin zu einem Mordversuch an einem Jungen reichen. Und bei all diesen Dingen muss die Leserin – denn an eine weibliche Leserinnenschaft richtet sich dieser Thriller – an der Persönlichkeit von Flora zweifeln, aber auch Carina rückt immer mehr in ein zwielichtiges Licht, so dass man Flora für ihre Naivität schon beinahe kräftig durchschütteln möchte. Neben diesen Schreckensmomenten lebt der Thriller von der Situation eines pubertierenden Mädchens, das mit aller Macht erwachsen sein will, aber noch längst nicht so weit ist. Die Erfahrungen, welche Flora auf dem Weg zur Frau macht, wünscht man dabei aber niemanden. Des Weiteren bietet das Buch einen Einblick, wie schwer es Auswanderern fallen kann, in einer Gesellschaft Anschluss zu finden, besonders wenn man durch die Hautfarbe als eindeutig „fremd“ bezeichnet werden kann, und welche Folgen es hat, wenn die Sehnsucht nach der ehemaligen Heimat schon fast zum Wahn wird. Denn in Brasilien ist Flora zufolge alles besser. Wie es sich allerdings für ein Mädchenbuch gehört, werden auch andere wichtige Themen der Pubertät und den Erwachsenwerdens beleuchtet: Sex, Beziehungsthematiken und Freundschaften, Elternunverständnis und Zukunftsängste, sowie Konsequenzen von öffentlichen Facebook-Partys. Insgesamt für jede Jugendliche ein atemraubender Thriller, der gerne gekauft werden darf. Für Kinder, Erwachsene und vor allem männliche Wesen gilt jedoch: Hände weg! Denn diese Gruppen würden sich wohl kaum im Lesegenuss des Buches wiederfinden.

Flora ist sauer auf ihren Vater, auf Deutschland und v.a. das deutsche Wetter, denn in Brasilien, dem Ort ihrer Herkunft, wäre es jetzt warm und Frühling im Gegensatz zu den tristen deutschen Herbst. Weil ihr Vater eine neue Stelle in Erlangen angetreten hat, muss die gerade vor der Volljährigkeit stehende Halbbrasilianerin gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem kleinen nervigen Bruder umziehen. Kurz vor dem Abitur ist es für die temperamentvolle Jugendliche sehr schwer neuen Anschluss zu finden, v.a. da sie in ihrer Schule als Exotin und Begaffungsobjekt gesehen wird. Einzig und allein in Carina findet die an Heimweh Leidende eine Leidensgenossin im Alltag und eine Weggefährtin. Bald werden die beiden beste Freundinnen und die mysteriösen Ereignisse rund um Voodoo, ihre Geburtstagsparty und Yannik schweißen die beiden ungleichen Mädchen nur noch näher zusammen.

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Jedes Kapitel des „Rachekuss“ wird mit einem Ausschnitt aus einem psychatrischen Gutachten begonnen. Dabei wird Einblick auf ein verhaltensgestörtes und emotionsunfähiges Mädchen geschildert, das visionslos in die Zukunft hineinlebt. Die sich anschließenden inhaltlichen Kapitel und die Geschichte Floras werden in dritter Person aus ihrer Sichtweise geschildert. Immer wieder neue auftauchende Schreckensereignisse werden aufgeworfen, die von Hühnerblut über tote Katzen bis hin zu einem Mordversuch an einem Jungen reichen. Und bei all diesen Dingen muss die Leserin – denn an eine weibliche Leserinnenschaft richtet sich dieser Thriller – an der Persönlichkeit von Flora zweifeln, aber auch Carina rückt immer mehr in ein zwielichtiges Licht, so dass man Flora für ihre Naivität schon beinahe kräftig durchschütteln möchte.

Neben diesen Schreckensmomenten lebt der Thriller von der Situation eines pubertierenden Mädchens, das mit aller Macht erwachsen sein will, aber noch längst nicht so weit ist. Die Erfahrungen, welche Flora auf dem Weg zur Frau macht, wünscht man dabei aber niemanden. Des Weiteren bietet das Buch einen Einblick, wie schwer es Auswanderern fallen kann, in einer Gesellschaft Anschluss zu finden, besonders wenn man durch die Hautfarbe als eindeutig „fremd“ bezeichnet werden kann, und welche Folgen es hat, wenn die Sehnsucht nach der ehemaligen Heimat schon fast zum Wahn wird. Denn in Brasilien ist Flora zufolge alles besser. Wie es sich allerdings für ein Mädchenbuch gehört, werden auch andere wichtige Themen der Pubertät und den Erwachsenwerdens beleuchtet: Sex, Beziehungsthematiken und Freundschaften, Elternunverständnis und Zukunftsängste, sowie Konsequenzen von öffentlichen Facebook-Partys.

Insgesamt für jede Jugendliche ein atemraubender Thriller, der gerne gekauft werden darf. Für Kinder, Erwachsene und vor allem männliche Wesen gilt jedoch: Hände weg! Denn diese Gruppen würden sich wohl kaum im Lesegenuss des Buches wiederfinden.

geschrieben am 29.08.2011 | 411 Wörter | 2440 Zeichen

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