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Sieben Brücken für den Rücken


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Rezension von

Ragan Tanger

Sieben Brücken für den Rücken Eine Brücke für den Rücken bauen Über sieben Brücken musst du gehen, sieben dunkle Jahre überstehen, sieben Mal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein. Ja, so steht’s geschrieben, oder ward es vielmehr gesungen. Ein schwerer Hauch von Melancholie und Lebensherausforderungen klingt durch die Zeilen dieses Klassikers von Peter Maffay. Der Bezug zu dem neuen Buch von Professor Gerd Schnack ist jedenfalls nicht zu leugnen. Auch der Rückenpatient hat das Gefühl, das ein schwerer Weg vor ihm liegt. Der professionelle medizinische Begleiter lässt einen bei dieser Aufgabe nicht allein. Grundsätzlich ist positiv und schon in den einleitenden Worten ersichtlich: Professor Schnack denkt ganzheitlich; eine Tatsache, die bei Betrachtung und Therapie von Rückenschmerzen ja auch zwingend erforderlich ist, wenn man bedenkt, dass einem Großteil der Patienten schulmedizinisch und orthopädisch ursächlich gar nicht geholfen werden kann. Stattdessen nun die sieben Brücken, die nicht nur eine komplexe Herangehensweise symbolisieren, sondern auch sprachlich einen großen Bogen schaffen. Sieben weltweit bekannte Brücken sind die Aufhänger für die sieben Kapitel. Wie Schnack erklärt, bildet eine Brücke eine gelungene Möglichkeit, sich dem Rücken und seiner Funktionalität und Stabilität anzunähern. Der Brückenbogen, stabil und doch elastisch, ist so der Führer durch das Buch. Schön, wenn Schnack mit der Berliner Luftbrücke beginnt, und damit direkt freimütig zu verstehen gibt, dass die emotionale Kraft jener Brücke bei der Vorbeugung oder Linderung von Rückenbeschwerden essentiell ist. Die andere Brücken respektive anderen Kapitel widmen sich dann Themen wie Entlastung, Prävention, Kraftübungen, Ausdauer, Beweglichkeit oder Anwendungen im Alltag. Schnack denkt dabei an fast alles, lässt seine Anweisungen von guten (aber leider etwas wenigen) Zeichnungen und Bildern belegen und bietet eine Rückenschule, die Trainingslehre, Biomechanik und Sporttherapie auf ein optimales Level bringt; etwaige Konkurrenzwerke von vielleicht bundesweit bekannten Professoren stehen dann weit hinten an. Einzig die manchmal etwas sehr strikte und strenge Anleitung ist meines Erachtens gerade für Rückenpatienten nicht zwingend förderlich. Sätze wie Stellen Sie ihre Körper auf eine bestimmte Ins-Bett-Geh-Zeit ein, sie sollte spätestens um 23 Uhr erfolgen sind doch bisweilen und situationsbedingt wahrscheinlich realitätsfremd. Auch das Beweglichkeitstraining, dass primär vom Thalamus, und nicht wie Schnack postuliert vom Bindegewebe abhängig ist, ist etwas unklar dargestellt. Dennoch: Ein unheimlich profunder, wirksamer und hilfreicher Rückenführer, der mit orthopädischem psychologischem und funktionsgymnastischem Know-How ein Brückenpfeiler in der Welt der Ratgeber sein wird.

Eine Brücke für den Rücken bauen

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Über sieben Brücken musst du gehen, sieben dunkle Jahre überstehen, sieben Mal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein. Ja, so steht’s geschrieben, oder ward es vielmehr gesungen. Ein schwerer Hauch von Melancholie und Lebensherausforderungen klingt durch die Zeilen dieses Klassikers von Peter Maffay. Der Bezug zu dem neuen Buch von Professor Gerd Schnack ist jedenfalls nicht zu leugnen. Auch der Rückenpatient hat das Gefühl, das ein schwerer Weg vor ihm liegt. Der professionelle medizinische Begleiter lässt einen bei dieser Aufgabe nicht allein.

Grundsätzlich ist positiv und schon in den einleitenden Worten ersichtlich: Professor Schnack denkt ganzheitlich; eine Tatsache, die bei Betrachtung und Therapie von Rückenschmerzen ja auch zwingend erforderlich ist, wenn man bedenkt, dass einem Großteil der Patienten schulmedizinisch und orthopädisch ursächlich gar nicht geholfen werden kann. Stattdessen nun die sieben Brücken, die nicht nur eine komplexe Herangehensweise symbolisieren, sondern auch sprachlich einen großen Bogen schaffen.

Sieben weltweit bekannte Brücken sind die Aufhänger für die sieben Kapitel. Wie Schnack erklärt, bildet eine Brücke eine gelungene Möglichkeit, sich dem Rücken und seiner Funktionalität und Stabilität anzunähern. Der Brückenbogen, stabil und doch elastisch, ist so der Führer durch das Buch. Schön, wenn Schnack mit der Berliner Luftbrücke beginnt, und damit direkt freimütig zu verstehen gibt, dass die emotionale Kraft jener Brücke bei der Vorbeugung oder Linderung von Rückenbeschwerden essentiell ist.

Die andere Brücken respektive anderen Kapitel widmen sich dann Themen wie Entlastung, Prävention, Kraftübungen, Ausdauer, Beweglichkeit oder Anwendungen im Alltag. Schnack denkt dabei an fast alles, lässt seine Anweisungen von guten (aber leider etwas wenigen) Zeichnungen und Bildern belegen und bietet eine Rückenschule, die Trainingslehre, Biomechanik und Sporttherapie auf ein optimales Level bringt; etwaige Konkurrenzwerke von vielleicht bundesweit bekannten Professoren stehen dann weit hinten an.

Einzig die manchmal etwas sehr strikte und strenge Anleitung ist meines Erachtens gerade für Rückenpatienten nicht zwingend förderlich. Sätze wie Stellen Sie ihre Körper auf eine bestimmte Ins-Bett-Geh-Zeit ein, sie sollte spätestens um 23 Uhr erfolgen sind doch bisweilen und situationsbedingt wahrscheinlich realitätsfremd. Auch das Beweglichkeitstraining, dass primär vom Thalamus, und nicht wie Schnack postuliert vom Bindegewebe abhängig ist, ist etwas unklar dargestellt. Dennoch: Ein unheimlich profunder, wirksamer und hilfreicher Rückenführer, der mit orthopädischem psychologischem und funktionsgymnastischem Know-How ein Brückenpfeiler in der Welt der Ratgeber sein wird.

geschrieben am 20.01.2012 | 381 Wörter | 2466 Zeichen

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