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Mein Mittelerde: Artikel und Essays zu Tolkien und seinem Werk


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Rezension von

Luitgard Gebhardt

Mein Mittelerde: Artikel und Essays zu Tolkien und seinem Werk Der broschierte Sammelband von Friedhelm Schneidewind enthält 13 Artikel und Essays zu Tolkiens Gesamtwerk, die er in den letzten Jahren für verschiedene Sammel- und Tagungsbände verfasst hat. Der Autor taucht dabei ganz in Tolkiens Konzepte ein und beleuchtet und diskutiert unterschiedliche Aspekte des Werkes. Zum Inhalt: Schneidewind begibt sich auf die Suche nach dem wo und wann von Mittelerde. Er untersucht aus biologischer Sicht das dortige Entwicklungsgeschehen. Dabei wird versucht, mit biologischen Begriffen und Wirkungsweisen die mögliche Entwicklung und Existenz von Elben, Druédains, Hobbits, Orks, Drachen, Riesenspinnen und Ents zu erklären. Im nächsten Artikel widerlegt Schneidewind den Rassismus-Vorwurf gegenüber Tolkien. Außerdem untersucht er die Vorstellungen Tolkiens zu Wiedergeburt, Langlebigkeit und Unendlichkeit. Weitere Essays haben Drachengeschichten und das Wesen und die Funktionsweise von Magie zum Thema. Der Zusammenhang von Genie und Wahnsinn ist ein weiteres Thema, das diskutiert wird. Interessant ist auch der Vergleich von Gewaltdarstellungen bei Tolkien mit zeitgenössischen Gewalt- und Aggressionstheorien. Der Autor versucht in einem längeren Artikel die Wahrheit über die Nibel-Orks zu lüften. Weiterhin zeigt er auf, dass die Fantasy-Literatur seines Erachtens als Vermittler kultureller Kenntnisse und kulturübergreifendem Verständnis fungiert; darüber hinaus kann jede gute Literatur zum Verständnis des Anderen und/oder Fremden beitragen. Insgesamt kann man sagen, dass der Schreibstil angenehm und unterhaltsam ist. Der Argumentation und den Schlussfolgerungen kann man gut folgen. Fazit: Dem Leser liegt eine interessante Sammlung verschiedener Themen zu Mittelerde vor, die der Fan dieses von Tolkien erschaffenen Universums gerne liest. Sie eröffnet ihm die Möglichkeit tiefer in diesem abzutauchen, oder auch anstehende Fragen dazu besser zu verstehen. Der Autor überrascht den Leser immer wieder mit umfangreichem Wissen in verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten. Manchmal jedoch meint man, dass der Autor die Grenzen zwischen Fantasie, Fiktion und Wirklichkeit nicht immer genau beachtet. Für Tolkien-Fans stellt dieser Sammelband eine Bereicherung und eine weitere Möglichkeit dar, sich mit Mittelerde zu befassen.

Der broschierte Sammelband von Friedhelm Schneidewind enthält 13 Artikel und Essays zu Tolkiens Gesamtwerk, die er in den letzten Jahren für verschiedene Sammel- und Tagungsbände verfasst hat. Der Autor taucht dabei ganz in Tolkiens Konzepte ein und beleuchtet und diskutiert unterschiedliche Aspekte des Werkes.

Zum Inhalt:

Schneidewind begibt sich auf die Suche nach dem wo und wann von Mittelerde. Er untersucht aus biologischer Sicht das dortige Entwicklungsgeschehen. Dabei wird versucht, mit biologischen Begriffen und Wirkungsweisen die mögliche Entwicklung und Existenz von Elben, Druédains, Hobbits, Orks, Drachen, Riesenspinnen und Ents zu erklären. Im nächsten Artikel widerlegt Schneidewind den Rassismus-Vorwurf gegenüber Tolkien. Außerdem untersucht er die Vorstellungen Tolkiens zu Wiedergeburt, Langlebigkeit und Unendlichkeit. Weitere Essays haben Drachengeschichten und das Wesen und die Funktionsweise von Magie zum Thema. Der Zusammenhang von Genie und Wahnsinn ist ein weiteres Thema, das diskutiert wird. Interessant ist auch der Vergleich von Gewaltdarstellungen bei Tolkien mit zeitgenössischen Gewalt- und Aggressionstheorien. Der Autor versucht in einem längeren Artikel die Wahrheit über die Nibel-Orks zu lüften. Weiterhin zeigt er auf, dass die Fantasy-Literatur seines Erachtens als Vermittler kultureller Kenntnisse und kulturübergreifendem Verständnis fungiert; darüber hinaus kann jede gute Literatur zum Verständnis des Anderen und/oder Fremden beitragen.

Insgesamt kann man sagen, dass der Schreibstil angenehm und unterhaltsam ist. Der Argumentation und den Schlussfolgerungen kann man gut folgen.

Fazit:

Dem Leser liegt eine interessante Sammlung verschiedener Themen zu Mittelerde vor, die der Fan dieses von Tolkien erschaffenen Universums gerne liest. Sie eröffnet ihm die Möglichkeit tiefer in diesem abzutauchen, oder auch anstehende Fragen dazu besser zu verstehen.

Der Autor überrascht den Leser immer wieder mit umfangreichem Wissen in verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten. Manchmal jedoch meint man, dass der Autor die Grenzen zwischen Fantasie, Fiktion und Wirklichkeit nicht immer genau beachtet.

Für Tolkien-Fans stellt dieser Sammelband eine Bereicherung und eine weitere Möglichkeit dar, sich mit Mittelerde zu befassen.

geschrieben am 25.07.2012 | 304 Wörter | 1973 Zeichen

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