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Ein guter Blick fürs Böse


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Letterschming

Ein guter Blick fürs Böse "Ein guter Blick fürs Böse" von der britischen Autorin Ann Granger ist im Januar 2013 in gebundener Form beim Baste-Lübbe-Verlag erschienen. Es handelt sich um den vierten Fall von Lizzie Martin und Benjamin Ross. Vorgänger waren "Wer sich in Gefahr begibt", erschienen 2007, "Neugier ist ein schneller Tod" aus dem Jahr 2008 und "Ein Mord von bessrer Qualität" von 2010, alle bei Bastei Lübbe erschienen. Lizzie Martin lebt im viktorianischen London und ist die Ehefrau von Inspector Benjamin Ross, der für Scotland Yard arbeitet. Als der reiche und exzentrische Thomas Tapley aus Lizzies Nachbarschaft ermordet wird, nimmt sich ihr Mann des Falls an. Doch die Ermittlungen scheinen keinen rechten Fortschritt zu machen. Also begibt sich Lizzie selbst auf die Suche nach dem Täter, auch wenn dies verboten ist. Dabei stößt sie auf den Privatdetektiv Horatio Jenkis, der den Fall ebenfalls aufzuklären versucht. Kurz darauf wird auch er umgebracht und Lizzie ist noch ratloser als zuvor. Obwohl "Ein guter Blick fürs Böse" aufgrund der vordergründigen Handlung als Krimi einzuordnen ist, nimmt die Beschreibung des Lebens im viktorianischen London meiner Meinung nach eine viel höhere Priorität ein. Zwar ist Lizzie kontinuierlich auf der Suche nach dem Täter, doch dabei werden so viele Informationen über das Leben der Menschen in jener Zeit eingeflochten, dass der eigentlich Fall etwas herabgestuft wird. Dadurch wird die Geschichte etwas gebremst. Wer also eine rasante Erzählung voller Action und Nervenkitzel erwartet wird hier eher enttäuscht. Gerade am Anfang muss man sich ein bisschen in die Geschichte einfinden, bevor einen das Geschehen so richtig für sich einnimmt. Dann allerdings kann man das Buch kaum noch weglegen, denn die intensiven Beschreibungen der Charaktere und ihrer Lebensweise sorgen dafür, dass sie einem bald wirklich lebendig erscheinen. Man brennt darauf zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Spannung wird, statt durch schnelle Actionszenen, durch ein untergründiges Gefühl der Bedrohung erzeugt, das die Geschichte allgegenwärtig begleitet und untermalt. Auch die Sprache ist der Epoche angemessen, in der die Geschichte spielt. Sie sorgt zusätzlich dafür, dass man bald voll und ganz ins viktorianische London versetzt ist. Fazit: "Ein guter Blick fürs Böse" lässt sich nicht mal eben so runterlesen. Man muss sich Zeit nehmen für diese Geschichte, die einen nicht nur mit einer Menge Wissen um das viktorianische Zeitalter versorgt, sondern durch ihre unglaublich dichte Atmosphäre auch eine ganz eigene Welt erschafft.

"Ein guter Blick fürs Böse" von der britischen Autorin Ann Granger ist im Januar 2013 in gebundener Form beim Baste-Lübbe-Verlag erschienen. Es handelt sich um den vierten Fall von Lizzie Martin und Benjamin Ross. Vorgänger waren "Wer sich in Gefahr begibt", erschienen 2007, "Neugier ist ein schneller Tod" aus dem Jahr 2008 und "Ein Mord von bessrer Qualität" von 2010, alle bei Bastei Lübbe erschienen.

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Buchtitel
2
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4
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Lizzie Martin lebt im viktorianischen London und ist die Ehefrau von Inspector Benjamin Ross, der für Scotland Yard arbeitet. Als der reiche und exzentrische Thomas Tapley aus Lizzies Nachbarschaft ermordet wird, nimmt sich ihr Mann des Falls an. Doch die Ermittlungen scheinen keinen rechten Fortschritt zu machen. Also begibt sich Lizzie selbst auf die Suche nach dem Täter, auch wenn dies verboten ist. Dabei stößt sie auf den Privatdetektiv Horatio Jenkis, der den Fall ebenfalls aufzuklären versucht. Kurz darauf wird auch er umgebracht und Lizzie ist noch ratloser als zuvor.

Obwohl "Ein guter Blick fürs Böse" aufgrund der vordergründigen Handlung als Krimi einzuordnen ist, nimmt die Beschreibung des Lebens im viktorianischen London meiner Meinung nach eine viel höhere Priorität ein. Zwar ist Lizzie kontinuierlich auf der Suche nach dem Täter, doch dabei werden so viele Informationen über das Leben der Menschen in jener Zeit eingeflochten, dass der eigentlich Fall etwas herabgestuft wird.

Dadurch wird die Geschichte etwas gebremst. Wer also eine rasante Erzählung voller Action und Nervenkitzel erwartet wird hier eher enttäuscht. Gerade am Anfang muss man sich ein bisschen in die Geschichte einfinden, bevor einen das Geschehen so richtig für sich einnimmt. Dann allerdings kann man das Buch kaum noch weglegen, denn die intensiven Beschreibungen der Charaktere und ihrer Lebensweise sorgen dafür, dass sie einem bald wirklich lebendig erscheinen. Man brennt darauf zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Spannung wird, statt durch schnelle Actionszenen, durch ein untergründiges Gefühl der Bedrohung erzeugt, das die Geschichte allgegenwärtig begleitet und untermalt.

Auch die Sprache ist der Epoche angemessen, in der die Geschichte spielt. Sie sorgt zusätzlich dafür, dass man bald voll und ganz ins viktorianische London versetzt ist.

Fazit: "Ein guter Blick fürs Böse" lässt sich nicht mal eben so runterlesen. Man muss sich Zeit nehmen für diese Geschichte, die einen nicht nur mit einer Menge Wissen um das viktorianische Zeitalter versorgt, sondern durch ihre unglaublich dichte Atmosphäre auch eine ganz eigene Welt erschafft.

geschrieben am 09.04.2013 | 388 Wörter | 2206 Zeichen

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