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Die Kinder Húrins


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Rezension von

Adrian Witt

Die Kinder Húrins Für viele Liebhaber des Fantasy-Genres dürfte John Ronald Reuel Tolkien (J.R.R. Tolkien) als Begründer der modernen Fantasy-Literatur nicht erst seit den Verfilmungen von „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ durch Peter Jackson ein Begriff sein. Doch für viele andere sind eben diese Verfilmungen entscheidend dafür gewesen, sich mit seiner Person und seinen Werken näher zu befassen. Unzählige Publikationen unter seinem Namen füllen mittlerweile ganze Regalmeter, was nicht nur in den letzten Jahren zur Steigerung seiner Bekanntheit beitrug, sondern auch seinen weniger geläufigen Werken zur Popularität verhalf. Denn neben den Werken wie „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ sind viele andere seiner literarischen Schöpfungen Zeit seines Lebens unvollendet geblieben. Zu diesen zählen nicht nur „Das Silmarillion“ oder die „Nachrichten aus Mittelerde“, sondern auch „Die Kinder Húrins“, ein auf der unvollendeten Geschichte »Narn I Chîn Húrin« basierender Roman, der im Klett-Cotta Verlag erschienen ist. Jedem den es gelungen ist „Das Silmarillion“ zu lesen ohne dabei den Durchblick zu verlieren, ist bereits mit der rudimentären und gleichermaßen tragischen Geschichte von Túrin Turambar vertraut, welche in „Die Kinder Húrins“ näher erzählt wird. Lange bevor sich der Hobbit Frodo Beutlin aufmacht, um den einen Ring im Lande Mordor zu zerstören, kämpfen die Menschen von Beleriand ebenfalls gegen das Böse. Diese Erzählung aus dem ersten Zeitalter von Mittelerde berichtet vom tragischen Schicksal Túrins und seiner Schwester Nienor nach der fünften Niederlage von Elben und Menschen in Beleriand gegen den gefallenen Vala Morgoth, der die Absicht verfolgt, die Herrschaft über ganz Mittelerde zu erlangen. Zwar konnten Elben und Menschen ihn über einige Jahrhunderte hinweg in seiner Festung Angband festsetzen, doch war die Macht des finsteren Herrschers zu übermächtig, um gebändigt zu werden. Denn die finstere Macht Morgoths breitet sich wie ein Geschwür aus, während Feuerstürme und plündernde Orks die Landstriche verwüsten. Eines Tages, als Túrin noch ein kleiner Junge war, zieht sein Vater Húrin mit seinem Gefolge in eine Schlacht, die unter dem Namen „Schlacht der ungezählten Tränen“ in die Geschichte von Mittelerde eingehen sollte. Aus dieser Schlacht kehrt Húrin jedoch nie zurück, denn er wird vom dunklen Herrscher Morgoth gefangen gehalten, gefoltert und schließlich mit einem schrecklichen Fluch belegt, der ihn und seine ganze Familie ins Unglück stürzen soll. Túrins Mutter Morwen versucht unterdessen der Besatzungsmacht zu trotzen, die Dor-lórmin eingenommen hat, doch bald muss sie ihren Sohn Túrin an den Hof des Elbenkönigs Thingols in Doriath fortschicken. In Doriath erhält Túrin eine fast unbeschwerte Kindheit, doch seine Gedanken sind immer wieder bei seiner Mutter Morwen und seiner Schwester Nienor, die noch nicht geboren war, als er aus Dor-lórmin fortging. Durch einen unglückseligen Vorfall, einem Streit mit einem Elben, verschlägt es Túrin hinaus aus dem schützenden Doriath, hinein in die Gefahren Mittelerdes und damit seinem Schicksal entgegen, denn der Fluch Morgoths lastet schwer auf ihm… Das 333 Seiten umfassende gebundene Werk „Die Kinder Húrins“ aus dem Klett-Cotta Verlag ist ein liebevoll gestaltetes Stück tolkienscher Erzählkunst. Herausgegeben von Christopher Tolkien, dem Sohn des J.R.R. Tolkien, ist dieses Buch durch acht farbige Illustrationen von Alan Lee und vielen weiteren schwarz-weiß Zeichnungen ergänzt, welche der Erzählung zusätzlich an Kraft verleihen. Ein ausführliches Vorwort, ein umfangreiches Namensregister sowie eine mitgelieferte Karte tragen dazu bei, dieses Werk trotz seines ursprünglichen fragmentarischen Zustandes als ein abgeschlossenes und vollständiges Werk erscheinen zu lassen. Obwohl „Die Kinder Húrins“ wahrlich kein einfacher Vertreter des Fantasy-Genres ist und die Erzählung zunächst einen eher schwachen Einstieg vorweist, ist dieses Buch für alle Freunde der Werke von J.R.R. Tolkien eine Bereicherung und erweist sich als durchaus würdig, neben den anderen großen Werken seines Schöpfers im Regal zu stehen.

Für viele Liebhaber des Fantasy-Genres dürfte John Ronald Reuel Tolkien (J.R.R. Tolkien) als Begründer der modernen Fantasy-Literatur nicht erst seit den Verfilmungen von „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ durch Peter Jackson ein Begriff sein. Doch für viele andere sind eben diese Verfilmungen entscheidend dafür gewesen, sich mit seiner Person und seinen Werken näher zu befassen. Unzählige Publikationen unter seinem Namen füllen mittlerweile ganze Regalmeter, was nicht nur in den letzten Jahren zur Steigerung seiner Bekanntheit beitrug, sondern auch seinen weniger geläufigen Werken zur Popularität verhalf. Denn neben den Werken wie „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ sind viele andere seiner literarischen Schöpfungen Zeit seines Lebens unvollendet geblieben. Zu diesen zählen nicht nur „Das Silmarillion“ oder die „Nachrichten aus Mittelerde“, sondern auch „Die Kinder Húrins“, ein auf der unvollendeten Geschichte »Narn I Chîn Húrin« basierender Roman, der im Klett-Cotta Verlag erschienen ist.

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Jedem den es gelungen ist „Das Silmarillion“ zu lesen ohne dabei den Durchblick zu verlieren, ist bereits mit der rudimentären und gleichermaßen tragischen Geschichte von Túrin Turambar vertraut, welche in „Die Kinder Húrins“ näher erzählt wird. Lange bevor sich der Hobbit Frodo Beutlin aufmacht, um den einen Ring im Lande Mordor zu zerstören, kämpfen die Menschen von Beleriand ebenfalls gegen das Böse. Diese Erzählung aus dem ersten Zeitalter von Mittelerde berichtet vom tragischen Schicksal Túrins und seiner Schwester Nienor nach der fünften Niederlage von Elben und Menschen in Beleriand gegen den gefallenen Vala Morgoth, der die Absicht verfolgt, die Herrschaft über ganz Mittelerde zu erlangen. Zwar konnten Elben und Menschen ihn über einige Jahrhunderte hinweg in seiner Festung Angband festsetzen, doch war die Macht des finsteren Herrschers zu übermächtig, um gebändigt zu werden. Denn die finstere Macht Morgoths breitet sich wie ein Geschwür aus, während Feuerstürme und plündernde Orks die Landstriche verwüsten. Eines Tages, als Túrin noch ein kleiner Junge war, zieht sein Vater Húrin mit seinem Gefolge in eine Schlacht, die unter dem Namen „Schlacht der ungezählten Tränen“ in die Geschichte von Mittelerde eingehen sollte. Aus dieser Schlacht kehrt Húrin jedoch nie zurück, denn er wird vom dunklen Herrscher Morgoth gefangen gehalten, gefoltert und schließlich mit einem schrecklichen Fluch belegt, der ihn und seine ganze Familie ins Unglück stürzen soll. Túrins Mutter Morwen versucht unterdessen der Besatzungsmacht zu trotzen, die Dor-lórmin eingenommen hat, doch bald muss sie ihren Sohn Túrin an den Hof des Elbenkönigs Thingols in Doriath fortschicken. In Doriath erhält Túrin eine fast unbeschwerte Kindheit, doch seine Gedanken sind immer wieder bei seiner Mutter Morwen und seiner Schwester Nienor, die noch nicht geboren war, als er aus Dor-lórmin fortging. Durch einen unglückseligen Vorfall, einem Streit mit einem Elben, verschlägt es Túrin hinaus aus dem schützenden Doriath, hinein in die Gefahren Mittelerdes und damit seinem Schicksal entgegen, denn der Fluch Morgoths lastet schwer auf ihm…

Das 333 Seiten umfassende gebundene Werk „Die Kinder Húrins“ aus dem Klett-Cotta Verlag ist ein liebevoll gestaltetes Stück tolkienscher Erzählkunst. Herausgegeben von Christopher Tolkien, dem Sohn des J.R.R. Tolkien, ist dieses Buch durch acht farbige Illustrationen von Alan Lee und vielen weiteren schwarz-weiß Zeichnungen ergänzt, welche der Erzählung zusätzlich an Kraft verleihen. Ein ausführliches Vorwort, ein umfangreiches Namensregister sowie eine mitgelieferte Karte tragen dazu bei, dieses Werk trotz seines ursprünglichen fragmentarischen Zustandes als ein abgeschlossenes und vollständiges Werk erscheinen zu lassen.

Obwohl „Die Kinder Húrins“ wahrlich kein einfacher Vertreter des Fantasy-Genres ist und die Erzählung zunächst einen eher schwachen Einstieg vorweist, ist dieses Buch für alle Freunde der Werke von J.R.R. Tolkien eine Bereicherung und erweist sich als durchaus würdig, neben den anderen großen Werken seines Schöpfers im Regal zu stehen.

geschrieben am 06.12.2013 | 592 Wörter | 3523 Zeichen

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