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Weihnachten ohne Geschenke?!: Warum die Bescherung dieses Jahr ausfällt


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Weihnachten ohne Geschenke?!: Warum die Bescherung dieses Jahr ausfällt Ich hatte das Buch, neben einigen anderen, wegen der lustigen Kombination aus Titelbild und Buchtitel bestellt, in der Annahme, es handle sich um ein Kinderbuch. Nun, das war ein Irrtum, für den der Verlag nichts kann. Es ist kein Kinderbuch. Was aber ist es dann? Es hat von der Anordnung von Text und Illustrationen, von der Großflächigkeit der Illustrationen und auch vom Umfang her eindeutig Kinderbuchdimensionen. Werden Erwachsene davon auch angesprochen? Ich jedenfalls nicht. Worum geht es inhaltlich: insgesamt werden vierundzwanzig Gründe aufgezählt, warum „die Bescherung dieses Jahr ausfällt“, so schon das Cover. Nun: schon in Haupttitel und Untertitel ist ein fulminanter Unterschied auszumachen, denn ob es nur keine Geschenke gibt oder ob die Bescherung, sprich Weihnachten ganz ausfällt, ist eben doch ein kleiner Unterschied. Dennoch werden beide Aspekte in den später folgenden Gründen munter durcheinander gemischt, teilweise sogar doppelt, was eine mangelnde Konstanz aufzeigt oder schlicht fehlenden Ideenreichtum. Gründe für das Ausfallen von Weihnachten sind dann etwa, dass der Weihnachtsmann zu dick für den Schornstein ist, er in seiner Wohnung eingefroren ist oder lieber Urlaub in der Südsee macht. Mit der Gender-Karte wird ein bisschen gespielt, wenn der Weihnachtsmann seine Kleidung selbst und falsch wäscht und sie deshalb eingelaufen ist, oder wenn er ohne Navi den Weg nicht findet. Realpolitik wird auch unterzubringen versucht, wenn wahlweise die Weihnachtsmänner, später die Rentiere streiken, oder wenn die nur durch ihre Handhaltung angedeutete Kanzlerin die Verschiebung des Weihnachtsfests via Fernsehansprache verkündet. Auch mäßig lustige Kalauer wie die „rote Nase“ der Rentiere werden verarbeitet, um den Ausfall des Festes wegen Besäufnis zu begründen. Kurzum: ich habe bei keinem der Gründe überhaupt lachen können, ich finde die Zusammenstellung langweilig, flach und gekünstelt lustig. Vielleicht können Menschen, die so etwas wie „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“ mögen, sich an Büchern wie diesem erfreuen: auf „tätää“-Kommando verordnete Schenkelklopferliebhaber also. Von meiner Seite aus gibt es jedenfalls keine Empfehlung.

Ich hatte das Buch, neben einigen anderen, wegen der lustigen Kombination aus Titelbild und Buchtitel bestellt, in der Annahme, es handle sich um ein Kinderbuch. Nun, das war ein Irrtum, für den der Verlag nichts kann. Es ist kein Kinderbuch. Was aber ist es dann? Es hat von der Anordnung von Text und Illustrationen, von der Großflächigkeit der Illustrationen und auch vom Umfang her eindeutig Kinderbuchdimensionen. Werden Erwachsene davon auch angesprochen? Ich jedenfalls nicht. Worum geht es inhaltlich: insgesamt werden vierundzwanzig Gründe aufgezählt, warum „die Bescherung dieses Jahr ausfällt“, so schon das Cover. Nun: schon in Haupttitel und Untertitel ist ein fulminanter Unterschied auszumachen, denn ob es nur keine Geschenke gibt oder ob die Bescherung, sprich Weihnachten ganz ausfällt, ist eben doch ein kleiner Unterschied. Dennoch werden beide Aspekte in den später folgenden Gründen munter durcheinander gemischt, teilweise sogar doppelt, was eine mangelnde Konstanz aufzeigt oder schlicht fehlenden Ideenreichtum. Gründe für das Ausfallen von Weihnachten sind dann etwa, dass der Weihnachtsmann zu dick für den Schornstein ist, er in seiner Wohnung eingefroren ist oder lieber Urlaub in der Südsee macht. Mit der Gender-Karte wird ein bisschen gespielt, wenn der Weihnachtsmann seine Kleidung selbst und falsch wäscht und sie deshalb eingelaufen ist, oder wenn er ohne Navi den Weg nicht findet. Realpolitik wird auch unterzubringen versucht, wenn wahlweise die Weihnachtsmänner, später die Rentiere streiken, oder wenn die nur durch ihre Handhaltung angedeutete Kanzlerin die Verschiebung des Weihnachtsfests via Fernsehansprache verkündet. Auch mäßig lustige Kalauer wie die „rote Nase“ der Rentiere werden verarbeitet, um den Ausfall des Festes wegen Besäufnis zu begründen. Kurzum: ich habe bei keinem der Gründe überhaupt lachen können, ich finde die Zusammenstellung langweilig, flach und gekünstelt lustig. Vielleicht können Menschen, die so etwas wie „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“ mögen, sich an Büchern wie diesem erfreuen: auf „tätää“-Kommando verordnete Schenkelklopferliebhaber also. Von meiner Seite aus gibt es jedenfalls keine Empfehlung.

geschrieben am 14.10.2016 | 315 Wörter | 1876 Zeichen

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