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Spekulatius der Weihnachtsdrache: Ein Adventsbuch in 24 Kapiteln


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Spekulatius der Weihnachtsdrache: Ein Adventsbuch in 24 Kapiteln Bücher, die mit 24 Geschichten oder einer Geschichte mit 24 Kapiteln passend zur Adventszeit als Kalenderersatz fungieren, gibt es für Erwachsene zuhauf, meist in Krimiform. Für Kinder war dieser Typus von Buch bislang selten. Mit Spekulatius, dem Weihnachtsdrachen, liegt nun ein Versuch vor, dieses Konzept auch für Kinder umzusetzen. Worum geht es? Mats ist enttäuscht, dass er in diesem Jahr keinen „echten“ Adventskalender bekommt, sondern 24 mehr oder weniger schöne Sinnsprüche. Was soll man damit anfangen? Zumal die kleine Schwester Matilda nach wie vor 24 kleine Geschenke in ihrem Kalender vorfinden darf? Mats‘ Weg führt jedoch just durch den ersten Sinnspruch (von Hesse: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne) in einen mysteriösen Kramladen, in welchem ihm die Verkäuferin aus Mitleid ein Geschenk gibt, das er sich aus einem Korb frei auswählen darf. Mats findet darin ein goldenes Ei, das sich zuhause rasch als Überraschung sondergleichen entpuppt. Denn aus ihm pickt sich rasch ein kleiner goldener Drache heraus, der nicht nur putzig aussieht und niedlich spricht (viele Umlaute statt normaler Vokale), sondern sich dazu von Lebkuchen ernährt, der weihnachtlich duftendes Drachenpipi absondert und – die Krönung – Goldbrocken als Stuhlgang produziert. Vor seiner Schwester kann Mats das Wesen nicht geheim halten, aber vor den Eltern und der sonstigen Welt muss das schon gelingen, nicht dass ihm jemand den lieben Spekulatius noch wegnimmt. Mats bekommt einige Hinweis von seinem Klassenlehrer, was für ein Wesen Spekulatius sein könnte, und auch die Ladeninhaberin hätte gerne ihr Ei zurück. Nach einigem Hin und Her mit allerlei Versteckspielchen und glücklichen Wendungen kommt es aber zu einem unerwarteten Showdown, in welchem Spekulatius den Kindern entwendet werden soll und an dessen Ende die Kinder Spekulatius sogar freigeben, damit dieser zurück auf die Weihnachtsinsel fliegen kann, von der er offenbar stammt. Zuerst war ich ganz begeistert von den ersten Kapiteln. Es war eine kindgerechte, lustig geschriebene Geschichte, die für Grundschulkinder gut zum Vorlesen oder zum Selbstlesen geeignet schien. Doch die Wendung am Ende hat meine Meinung radikal geändert. Das perfide Agieren des Klassenlehrers, der nächtliche Zugriff durch den Zoll und die spontane Trennung vom heißgeliebten Spekulatius ist eine dermaßen grobe Wendung, dass ich sie keinem Kind zumuten möchte, vor allem nicht als letzte Kapitel kurz vor Weihnachten. Hier ist der Autor völlig übers Ziel hinausgeschossen bzw. hat die auf Erstleser im Alter zwischen 6 und 8 Jahren abgestimmte Geschichte mit einem emotionalen Schluss ausgestattet, der viel zu abrupt absolut nicht altersgerecht ist. Die Illustrationen sind gelungen und würden die Geschichte, wäre sie denn konsequent in dem Stil der ersten 22 Kapitel geblieben, sehr gut abrunden. In Kapitel 18 finden sich unnötige Schreibfehler. Warum die Ladeninhaberin Frau Kramer ständig als Frau Karma bezeichnet wird, wird nicht erklärt. Ein weiterer Minuspunkt. Das Fazit am Ende: echt schade. Toller Beginn, witzig für Kinder, misslungenes Ende (bezogen auf die Altersempfehlung).

Bücher, die mit 24 Geschichten oder einer Geschichte mit 24 Kapiteln passend zur Adventszeit als Kalenderersatz fungieren, gibt es für Erwachsene zuhauf, meist in Krimiform. Für Kinder war dieser Typus von Buch bislang selten. Mit Spekulatius, dem Weihnachtsdrachen, liegt nun ein Versuch vor, dieses Konzept auch für Kinder umzusetzen.

Worum geht es? Mats ist enttäuscht, dass er in diesem Jahr keinen „echten“ Adventskalender bekommt, sondern 24 mehr oder weniger schöne Sinnsprüche. Was soll man damit anfangen? Zumal die kleine Schwester Matilda nach wie vor 24 kleine Geschenke in ihrem Kalender vorfinden darf? Mats‘ Weg führt jedoch just durch den ersten Sinnspruch (von Hesse: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne) in einen mysteriösen Kramladen, in welchem ihm die Verkäuferin aus Mitleid ein Geschenk gibt, das er sich aus einem Korb frei auswählen darf. Mats findet darin ein goldenes Ei, das sich zuhause rasch als Überraschung sondergleichen entpuppt. Denn aus ihm pickt sich rasch ein kleiner goldener Drache heraus, der nicht nur putzig aussieht und niedlich spricht (viele Umlaute statt normaler Vokale), sondern sich dazu von Lebkuchen ernährt, der weihnachtlich duftendes Drachenpipi absondert und – die Krönung – Goldbrocken als Stuhlgang produziert. Vor seiner Schwester kann Mats das Wesen nicht geheim halten, aber vor den Eltern und der sonstigen Welt muss das schon gelingen, nicht dass ihm jemand den lieben Spekulatius noch wegnimmt. Mats bekommt einige Hinweis von seinem Klassenlehrer, was für ein Wesen Spekulatius sein könnte, und auch die Ladeninhaberin hätte gerne ihr Ei zurück. Nach einigem Hin und Her mit allerlei Versteckspielchen und glücklichen Wendungen kommt es aber zu einem unerwarteten Showdown, in welchem Spekulatius den Kindern entwendet werden soll und an dessen Ende die Kinder Spekulatius sogar freigeben, damit dieser zurück auf die Weihnachtsinsel fliegen kann, von der er offenbar stammt.

Zuerst war ich ganz begeistert von den ersten Kapiteln. Es war eine kindgerechte, lustig geschriebene Geschichte, die für Grundschulkinder gut zum Vorlesen oder zum Selbstlesen geeignet schien. Doch die Wendung am Ende hat meine Meinung radikal geändert. Das perfide Agieren des Klassenlehrers, der nächtliche Zugriff durch den Zoll und die spontane Trennung vom heißgeliebten Spekulatius ist eine dermaßen grobe Wendung, dass ich sie keinem Kind zumuten möchte, vor allem nicht als letzte Kapitel kurz vor Weihnachten. Hier ist der Autor völlig übers Ziel hinausgeschossen bzw. hat die auf Erstleser im Alter zwischen 6 und 8 Jahren abgestimmte Geschichte mit einem emotionalen Schluss ausgestattet, der viel zu abrupt absolut nicht altersgerecht ist.

Die Illustrationen sind gelungen und würden die Geschichte, wäre sie denn konsequent in dem Stil der ersten 22 Kapitel geblieben, sehr gut abrunden.

In Kapitel 18 finden sich unnötige Schreibfehler. Warum die Ladeninhaberin Frau Kramer ständig als Frau Karma bezeichnet wird, wird nicht erklärt. Ein weiterer Minuspunkt.

Das Fazit am Ende: echt schade. Toller Beginn, witzig für Kinder, misslungenes Ende (bezogen auf die Altersempfehlung).

geschrieben am 02.12.2018 | 467 Wörter | 2667 Zeichen

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