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What Works on Wall Street: Die besten Anlagestrategien aller Zeiten


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Rezension von

Adrian Witt

What Works on Wall Street: Die besten Anlagestrategien aller Zeiten Obwohl über viele Jahre hinweg die Niedrigzinsphase auf die Ersparnisse vieler Menschen gedrückt hat und nun die deutlich höher ausfallende Inflation zu Buche schlägt, scheut der überwiegende Teil der Bundesbürger immer noch vor den schier unbegrenzten Möglichkeiten zurück, die sich ihnen an den Finanzmärkten bieten. Dabei sind Aktien, Anleihen und Co. eigentlich kein Hexenwerk. Vielmehr kann jeder – auch mit geringem Kapitaleinsatz – von den Entwicklungen an den Börsen profitieren. Zwar existieren inzwischen eine ganze Reihe mehr oder minder praxiserprobter Anlagestrategien, mit denen Anleger an den globalen Finanzplätzen wie Frankfurt, Hong Kong, London oder New York Geld verdienen können. Doch haben in den letzten Jahren verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass die meisten dieser Anlagestrategien nur mittelfristig sind und die große Mehrzahl von ihnen – vor allem diejenigen, die für Anleger kurzfristig am verlockendsten sind – nicht einmal annähernd die einfache Investmentstrategie übertreffen, indem man stupide in den S&P 500 Index investiert. Hinzu kommt, dass trotz aller Bemühungen einer umfassenden Finanzbildung ein Gros der Anleger auch weiterhin aus einem reinen Bauchgefühl heraus investiert oder weil ihnen ein Bekannter einen „heißen Tipp“ gegeben hat. Zwar kann man mit dieser Form der Geldanlage sicher auch erfolgreich sein, wenn man bedenkt, dass bei der Kapitalanlage immer auch ein Funken Glück dazugehört. Doch wenn Anleger beabsichtigen, den Markt auf lange Sicht hin zu schlagen, kommen diese nicht drum herum, sich eine ausgeklügelte Anlagestrategie zurecht zu legen, die sie konsequent umsetzen. Das zeigt sich nicht nur am langjährigen Erfolg von Börsenlegenden wie Peter Lynch, Jim Rogers, Georg Soros oder Warren Buffett, sondern auch in negativer Hinsicht an der Vielzahl der aktiv verwalteten Investmentfonds, von denen die große Mehrheit ihren Vergleichsindex in der Wertentwicklung meist nicht übertreffen, da es den jeweiligen Fondsmanagern an Disziplin fehlt, sich an ihre Investmentstrategie zu halten. Die globalen Aktien- und Anleihenmärkte bewegen sich allerdings nicht ohne Sinn und Verstand, was dazu führt, dass die Anwendung von einzelnen Anlagestrategien in bestimmten Marktphasen belohnt werden, während andere wiederum ins Hintertreffen geraten. Welche Strategien in den vergangenen Jahrzehnten bei der Geldanlage von Erfolg gekrönt waren und welche Faktoren dabei eine besondere Rolle gespielt haben, erklärt der US-amerikanische Autor und Portfoliomanager James O´Shaugnessy in seiner Publikation „What Works on Wall Street – Die besten Investmentstrategien aller Zeiten“, die in überarbeiteter und aktualisierter 4. Auflage im Börsenbuchverlag erschienen ist. In dieser erhalten interessierte Leser im Rahmen von 29 Kapiteln, die sich über 656 Seiten erstrecken, einen Zugang zu langfristigen Studien von erfolgsversprechenden Anlagestrategien der Wall Street – dem wichtigsten Finanzplatz der Welt. Dabei zeigt der Autor zunächst auf, dass es vor der Erstveröffentlichung seiner Publikation im Jahr 1996 keine allgemein verfügbaren und zugleich umfassenden Anleitungen zu der Frage gab, welche Strategien bei der Aktienauswahl langfristig Gewinne bringen und welche nicht. In diesem Kontext offenbart er, wie gewissenhafte Leser früherer Auflagen der Publikation viel von den Börsenturbulenzen hätten umgehen können, mit denen in den beiden Baissen der Nullerjahre die Anleger weltweit konfrontiert waren – indem sie einfach die Arten von Aktien gemieden hätten, die zwar während der Börsenblase der Neunzigerjahre populär waren, sich jedoch historisch als viel zu unsicherere Langfrist-Performer erwiesen hatten. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, wie es Lesern der ersten Auflage ergangen wäre, wenn sie einfach die Informationen berücksichtigt und genutzt hätten, die als Leitfaden einst vorgestellt wurden, welche Aktien man kaufen und welche man lieber meiden sollte. So sind viele der aus dieser langfristigen Analyse abgeleiteten Ratschläge die gleichen, die bereits der Erstauflage des Buches im Jahr 1996 zu entnehmen waren, während in der 4. Auflage der Publikation zusätzlich noch die Anzahl der Einzel- und Multifaktorstrategien erhöht wurden. Zwar könnte man auf den ersten Blick meinen, dass der Autor angesichts des Umfangs der Publikation ein Problem damit hatte, sich kurz zu fassen. Doch indem er bei seiner analytischen Untersuchung eine rationale, empirische Herangehensweise wählt, um den Lesern aufzuzeigen, welche Anlagestrategien sich im historischen Vergleich als dauerhaft erwiesen haben und auf welche Finanzkennzahlen bei der Aktienauswahl tatsächlich zu achten sind, um bei der Kapitalanlage langfristig Erfolg zu haben, hat er ein auf Daten und Fakten basierendes Begleitwerk geschaffen, das hinsichtlich seines Umfangs wohl beispiellos ist. Hinzu kommt, dass die in der Publikation vorgestellten Finanzkennzahlen, wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis), KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis), EBITDA, usw., zum besseren Verständnis zunächst einzeln und später zusammengesetzt untersucht werden. Schließlich ist das beste Wissen über die Funktionsweise der internationalen Kapitalmärkte mit allem, was dazugehört, nahezu nutzlos, wenn man nicht auch ein fundiertes Wissen hinsichtlich der zentralen Finanzkennzahlen von Unternehmen besitz – auch wenn dies bedeutet, dass man sich durch ein mitunter recht trockenes Themengebiet arbeiten muss. Um ein fundiertes Verständnis über die Finanzmärkte und erfolgreiche Kapitalanlage zu erhalten und zeitgleich mit vielen verschiedenen Investmentstrategien in Berührung zu kommen, ist Disziplin und vor allem das Selbststudium unabdingbar. Mit der im Börsenbuchverlag erschienenen Publikation „What Works on Wall Street – Die besten Investmentstrategien aller Zeiten“ hat der US-Amerikaner James O´Shaugnessy hierfür ein beispielloses Begleitwerk geschaffen, dass sich nicht mit Blick auf seine Datenfülle für interessierte Leser als überaus hilfreich erweisen sollte, sondern auch in Punkto Transferleistung bei der Auswahl der passenden Aktien einen deutlichen Mehrwert bietet.

Obwohl über viele Jahre hinweg die Niedrigzinsphase auf die Ersparnisse vieler Menschen gedrückt hat und nun die deutlich höher ausfallende Inflation zu Buche schlägt, scheut der überwiegende Teil der Bundesbürger immer noch vor den schier unbegrenzten Möglichkeiten zurück, die sich ihnen an den Finanzmärkten bieten. Dabei sind Aktien, Anleihen und Co. eigentlich kein Hexenwerk. Vielmehr kann jeder – auch mit geringem Kapitaleinsatz – von den Entwicklungen an den Börsen profitieren.

Zwar existieren inzwischen eine ganze Reihe mehr oder minder praxiserprobter Anlagestrategien, mit denen Anleger an den globalen Finanzplätzen wie Frankfurt, Hong Kong, London oder New York Geld verdienen können. Doch haben in den letzten Jahren verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass die meisten dieser Anlagestrategien nur mittelfristig sind und die große Mehrzahl von ihnen – vor allem diejenigen, die für Anleger kurzfristig am verlockendsten sind – nicht einmal annähernd die einfache Investmentstrategie übertreffen, indem man stupide in den S&P 500 Index investiert. Hinzu kommt, dass trotz aller Bemühungen einer umfassenden Finanzbildung ein Gros der Anleger auch weiterhin aus einem reinen Bauchgefühl heraus investiert oder weil ihnen ein Bekannter einen „heißen Tipp“ gegeben hat. Zwar kann man mit dieser Form der Geldanlage sicher auch erfolgreich sein, wenn man bedenkt, dass bei der Kapitalanlage immer auch ein Funken Glück dazugehört. Doch wenn Anleger beabsichtigen, den Markt auf lange Sicht hin zu schlagen, kommen diese nicht drum herum, sich eine ausgeklügelte Anlagestrategie zurecht zu legen, die sie konsequent umsetzen. Das zeigt sich nicht nur am langjährigen Erfolg von Börsenlegenden wie Peter Lynch, Jim Rogers, Georg Soros oder Warren Buffett, sondern auch in negativer Hinsicht an der Vielzahl der aktiv verwalteten Investmentfonds, von denen die große Mehrheit ihren Vergleichsindex in der Wertentwicklung meist nicht übertreffen, da es den jeweiligen Fondsmanagern an Disziplin fehlt, sich an ihre Investmentstrategie zu halten.

Die globalen Aktien- und Anleihenmärkte bewegen sich allerdings nicht ohne Sinn und Verstand, was dazu führt, dass die Anwendung von einzelnen Anlagestrategien in bestimmten Marktphasen belohnt werden, während andere wiederum ins Hintertreffen geraten. Welche Strategien in den vergangenen Jahrzehnten bei der Geldanlage von Erfolg gekrönt waren und welche Faktoren dabei eine besondere Rolle gespielt haben, erklärt der US-amerikanische Autor und Portfoliomanager James O´Shaugnessy in seiner Publikation „What Works on Wall Street – Die besten Investmentstrategien aller Zeiten“, die in überarbeiteter und aktualisierter 4. Auflage im Börsenbuchverlag erschienen ist. In dieser erhalten interessierte Leser im Rahmen von 29 Kapiteln, die sich über 656 Seiten erstrecken, einen Zugang zu langfristigen Studien von erfolgsversprechenden Anlagestrategien der Wall Street – dem wichtigsten Finanzplatz der Welt. Dabei zeigt der Autor zunächst auf, dass es vor der Erstveröffentlichung seiner Publikation im Jahr 1996 keine allgemein verfügbaren und zugleich umfassenden Anleitungen zu der Frage gab, welche Strategien bei der Aktienauswahl langfristig Gewinne bringen und welche nicht. In diesem Kontext offenbart er, wie gewissenhafte Leser früherer Auflagen der Publikation viel von den Börsenturbulenzen hätten umgehen können, mit denen in den beiden Baissen der Nullerjahre die Anleger weltweit konfrontiert waren – indem sie einfach die Arten von Aktien gemieden hätten, die zwar während der Börsenblase der Neunzigerjahre populär waren, sich jedoch historisch als viel zu unsicherere Langfrist-Performer erwiesen hatten. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, wie es Lesern der ersten Auflage ergangen wäre, wenn sie einfach die Informationen berücksichtigt und genutzt hätten, die als Leitfaden einst vorgestellt wurden, welche Aktien man kaufen und welche man lieber meiden sollte. So sind viele der aus dieser langfristigen Analyse abgeleiteten Ratschläge die gleichen, die bereits der Erstauflage des Buches im Jahr 1996 zu entnehmen waren, während in der 4. Auflage der Publikation zusätzlich noch die Anzahl der Einzel- und Multifaktorstrategien erhöht wurden. Zwar könnte man auf den ersten Blick meinen, dass der Autor angesichts des Umfangs der Publikation ein Problem damit hatte, sich kurz zu fassen. Doch indem er bei seiner analytischen Untersuchung eine rationale, empirische Herangehensweise wählt, um den Lesern aufzuzeigen, welche Anlagestrategien sich im historischen Vergleich als dauerhaft erwiesen haben und auf welche Finanzkennzahlen bei der Aktienauswahl tatsächlich zu achten sind, um bei der Kapitalanlage langfristig Erfolg zu haben, hat er ein auf Daten und Fakten basierendes Begleitwerk geschaffen, das hinsichtlich seines Umfangs wohl beispiellos ist. Hinzu kommt, dass die in der Publikation vorgestellten Finanzkennzahlen, wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis), KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis), EBITDA, usw., zum besseren Verständnis zunächst einzeln und später zusammengesetzt untersucht werden. Schließlich ist das beste Wissen über die Funktionsweise der internationalen Kapitalmärkte mit allem, was dazugehört, nahezu nutzlos, wenn man nicht auch ein fundiertes Wissen hinsichtlich der zentralen Finanzkennzahlen von Unternehmen besitz – auch wenn dies bedeutet, dass man sich durch ein mitunter recht trockenes Themengebiet arbeiten muss.

Um ein fundiertes Verständnis über die Finanzmärkte und erfolgreiche Kapitalanlage zu erhalten und zeitgleich mit vielen verschiedenen Investmentstrategien in Berührung zu kommen, ist Disziplin und vor allem das Selbststudium unabdingbar. Mit der im Börsenbuchverlag erschienenen Publikation „What Works on Wall Street – Die besten Investmentstrategien aller Zeiten“ hat der US-Amerikaner James O´Shaugnessy hierfür ein beispielloses Begleitwerk geschaffen, dass sich nicht mit Blick auf seine Datenfülle für interessierte Leser als überaus hilfreich erweisen sollte, sondern auch in Punkto Transferleistung bei der Auswahl der passenden Aktien einen deutlichen Mehrwert bietet.

geschrieben am 13.10.2023 | 842 Wörter | 5300 Zeichen

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