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Das alte Rom: Die visuelle Geschichte


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Rezension von

Adrian Witt

Das alte Rom: Die visuelle Geschichte Die noch heute geläufige Redewendung „Alle Wege führen nach Rom!“, die in uns das Bild einer auf die Stadt Rom ausgerichtete Organisation des einstigen Römischen Reiches hervorruft, steht nicht nur symbolisch für den von dieser Stadt ausgehenden Einfluss auf die mediterrane Welt. Sie zeigt zugleich auf, welche bedeutende Rolle die Stadt am Tiber als kulturelles und religiöses Machtzentrum in ihrer inzwischen weit über 2770-jährigen Geschichte auf die Geschicke der Mensch in aller Welt hat. Beginnend mit der sagenhaften Gründung Roms im Jahr 753 v. Chr. durch Romulus, der der Sage nach wie sein Zwillingsbruder Remus die Kinder des Gottes Mars und der Vestalin Rhea Silvia, die ihrerseits Tochter von Numitor Silvius, dem König der troianischen Siedlung Alba Longa, war, betrieb Rom, das damals noch eine kleine Siedlung am Ostufer des Flusses Tiber war, unter Einsatz von diplomatischem Geschick und militärischer Stärke ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. eine systematische Expansionspolitik, die im 3. Jahrhundert v. Chr. mit der vollen Kontrolle über die italienische Halbinsel ihren vorläufigen Abschluss fand. Im Zuge dieser Entwicklung gerieten neben den Etruskern und einigen anderen zur damaligen Zeit in Italien beheimateten Volksgruppen, wie den Ligurer, Latiner oder Picener, auch die meisten der griechischen Stadtstaaten, die im Zuge der griechischen Kolonisation Italiens ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurden, allmählich unter den Einfluss Roms. Allerdings führte diese aggressive Expansionspolitik immer häufiger zu Konflikten mit der See- und Handelsmacht Karthago, die mit dem Ausbruch des „Ersten Punischen Krieges“ (264 bis 241 v. Chr.) schließlich eskalierte, sich mit dem „Zweiten Punischen Krieg“ (218 bis 202 v. Chr.) fortsetzte und mit Ausbruch des „Dritten Punischen Krieg“ (149 bis 146 v. Chr.) seinen traurigen Höhepunkt erreichte. Was beinahe im Laufe des „Zweiten Punischen Krieges“ in der völligen Niederlage Roms endete, wendete sich schließlich zu Gunsten der Römischen Republik und ließ die Macht Roms im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte allmählich zu jener imposanten Größe anwachsen, die sich in ihrer größten Ausdehnung unter Kaiser Trajan (98 bis 117 n. Chr.) einst über drei Kontinente erstreckte und vom heutigen England bis zum Irak, vom Schwarzen Meer bis zur Straße von Gibraltar und von Nordafrika bis nach Ägypten reichte. Im Mittelpunkt des Römischen Reiches, das bereits in zahlreichen Büchern und Filmen aufgearbeitet wurde und dessen innovative Beiträge die Kultur, das Ingenieurswesen sowie das Rechtswesen und das Staatswesen der westlichen Zivilisation nachhaltig und tiefgreifend beeinflusst haben, steht die Stadt Rom, die aufgrund ihrer Historie häufig auch als die ewige Stadt bezeichnet wird. Ihr und das Imperium, das aus ihr allmählich erwuchs ist die im Dorling Kindersley Verlag erschienene Publikation „Das alte Rom – Die visuelle Geschichte“ gewidmet, die unter Federführung der beiden Fachberater Dr. Andrew James Sillett und Prof. Matthew Nicholls sowie unter Mitwirkung von Laura Aitken-Burt, Dr. Alex Antoniou, Dr. Jeremy Armstrong, Dr. Kevin Feeney, Dr. Liz Gloyn, Dr. Kieren Johns und Olivia Thompson zusammengestellt wurde. Gegliedert in sechs Kapitel, die sich inhaltlich dem „Römischen Königreich“ (753 bis 509 v. Chr.), der „Römischen Republik“ (509 bis 133 v. Chr.), der „Republik in der Krise“ (133 bis 27 v. Chr.), dem „Kaiserreich auf dem Höhepunkt“ (27 v. Chr. bis 192 n. Chr.)“, dem „Reich im Umbruch“ (192 bis 395 n. Chr.) sowie dem „Fall des Weströmischen Reiches“ (395 bis 476 n. Chr.) widmen, erhalten interessierte Leser des insgesamt 320 Seiten umfassenden Werkes einen umfangreichen Überblick über die mehr als 1000-jährige und wechselvolle Geschichte des antiken Roms – von seinen frühen Anfängen als kleine Siedlung am Ufer des Tiber bis zu seinem Höhepunkt als Imperium Romanum mit mehr als 90 Millionen Menschen innerhalb seines Machtbereiches und seinem turbulenten Niedergang im 5. Jahrhundert n. Chr. Begleitet von mehr als 850 Farbfotografien von sorgfältig ausgewählten Artefakten, Landschaftsaufnahmen sowie dreidimensionaler Modelle, zahlreichen Illustrationen sowie Karten und Zeitleisten erhalten die Leser des reichhaltig illustrierten Bildbandes einen eindrucksvollen Überblick über epochale Ereignisse, bedeutende Persönlichkeiten und ikonischen Gebäuden des antiken Rom. Dabei wird den Lesern unter anderem aufgezeigt, welche Faktoren zum Aufstieg des einstigen Stadtstaates zu dem Mittelmeerraum allumfassenden römischen Reich beigetragen haben, wie das Leben als gewöhnlicher Bürger im alten Rom ausgesehen hat und was uns Zeitzeugenberichte über große Kaisern wie Augustus, Hadrian oder Trajan berichten. Der Struktur mit einigen wenigen Ausnahmen weitgehend folgend jeweils auf einer Doppelseite ein spezifisches Thema textuell wie auch visuell aufzubereiten, widmet sich das erste Kapitel des Werkes der Zeit zwischen 753 bis 509 v. Chr. und damit dem „Römischen Königreich“. Hier werden neben der legendären Stadtgründung, dem Gründungsmythos und der Entstehung der lateinischen Sprache auch die italienische Eisenzeit oder die Geburt der Republik behandelt. Im zweiten Kapitel, das sich der „Römischen Republik“ (509 bis 133 v. Chr.) widmet, stehen dagegen gesellschaftliche, religiöse und militärischen Themen im Fokus, wobei neben Patrizier und Plebejer, das römische Bürgerrecht, der Vielgötterglaube oder das Forum Romanum als das Zentrum der römischen Macht nur einige wenige Themengebiete der insgesamt 26 in diesem Kapitel behandelten Themen darstellen. Das dritte Kapitel, das sich dem Zeitraum von 133 bis 27 v. Chr. und damit der „Republik in der Krise“ widmet, steht wiederum im Zeichen militärischer Auseinandersetzungen. Die in diesem Kapitel insgesamt 27 behandelten Themen umfassen neben den bürgerlichen Unruhen jener Zeit und der Eroberung Galliens durch Gaius Julius Caesar, dem anschließenden Bürgerkrieg und der Schlacht von Actium im Jahr 31 v. Chr., die das Ende der Römischen Republik besiegelte, auch die auf ihr folgende Pax Romana, einer etwa 200 bis 250 Jahre andauernden Periode des inneren Friedens, in welcher das noch junge Imperium prosperierte und territorial weiter expandieren konnte. Demgegenüber widmet sich das vierte Kapitel der Kaiserzeit zwischen 27 v. Chr. bis 192 n. Chr., wobei von den insgesamt 30 besprochenen Themen vor allem auf einzelne Kaiser wie Claudius, Nero oder Mark Aurel sowie die unter ihnen bzw. ihren Nachfolgern errichteten Bauwerke wie das Kolosseum, das Pantheon, die Trajanssäule oder der Hadrianswall in Nordengland eingegangen wird. Im fünften Kapitel über das „Reich im Umbruch“, das sich zeithistorisch der Periode zwischen 192 bis 395 n. Chr. und damit bis zur Reichsteilung in das Weströmische Reich und das Oströmische Reich widmet und das insgesamt 23 verschiedene Themen behandelt, befasst sich neben der Umstrukturierung des Römischen Reiches und der Aufteilung des Machtverhältnisses auf mehrere Personen wie etwa im Zuge von Diokletians Tetrarchie auch mit Themen wie das allmählich aufkommen des Christentums zur Staatsreligion und die Unruhe im Reich, die zwischen alten und neuen Religionen entbrannte. Dem anschließend steht das sechste und abschließende Kapitel der Publikation ganz im Zeichen des Niedergangs des Reiches im Westen, wobei die Periode zwischen 395 bis 476 n. Chr. behandelt wird. In diesem Zusammenhang werden neben der Völkerwanderung und Verschiebung der Machtverhältnisse im Mittelmeerraum von Rom nach Konstantinopel elf weitere Themengebiete behandelt, die mit Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 n. Chr. das Ende des Weströmischen Reiches besiegelte und den Aufstieg des Frankenreiches im Westen und von Byzanz im Osten ermöglichte. Mit Veröffentlichung der Publikation „Das alte Rom – Die visuelle Geschichte“ im Dorling Kindersley Verlag haben die beiden Fachberater Dr. Andrew James Sillett und Prof. Matthew Nicholls ein visuell ästhetisch und wissenschaftlich fundiertes Werk geschaffen, in der es gelingt, unter Einbeziehung von Archäologie, Architektur und vielen weiteren wissenschaftlichen Disziplinen, die Geschichte des über 1000 Jahre währenden Römischen Reiches – von ihren frühen Anfängen bis zu ihrem Untergang im Westen – für interessierte Leser jeden Alters greifbar werden zu lassen. Die akribische und sorgfältige Arbeitsweise der Autoren und ihrer Helfer, die eine sorgfältige Auswertung von historischen Quellen sowie aktuelle Forschungsergebnisse miteinbezieht, kann dabei ebenso überzeugen, wie die visuelle und textuelle Aufbereitung der zahlreichen Themengebiete, die in der 320 Seiten umfassenden Publikation behandelt werden. Das Werk stellt zudem eine wunderbare Ergänzung der bereits im Jahr 2022 erschienenen Publikation „Das alte Ägypten – Die visuelle Geschichte“ (ISBN: 978-3-383-104517-4) dar.

Die noch heute geläufige Redewendung „Alle Wege führen nach Rom!“, die in uns das Bild einer auf die Stadt Rom ausgerichtete Organisation des einstigen Römischen Reiches hervorruft, steht nicht nur symbolisch für den von dieser Stadt ausgehenden Einfluss auf die mediterrane Welt. Sie zeigt zugleich auf, welche bedeutende Rolle die Stadt am Tiber als kulturelles und religiöses Machtzentrum in ihrer inzwischen weit über 2770-jährigen Geschichte auf die Geschicke der Mensch in aller Welt hat.

Beginnend mit der sagenhaften Gründung Roms im Jahr 753 v. Chr. durch Romulus, der der Sage nach wie sein Zwillingsbruder Remus die Kinder des Gottes Mars und der Vestalin Rhea Silvia, die ihrerseits Tochter von Numitor Silvius, dem König der troianischen Siedlung Alba Longa, war, betrieb Rom, das damals noch eine kleine Siedlung am Ostufer des Flusses Tiber war, unter Einsatz von diplomatischem Geschick und militärischer Stärke ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. eine systematische Expansionspolitik, die im 3. Jahrhundert v. Chr. mit der vollen Kontrolle über die italienische Halbinsel ihren vorläufigen Abschluss fand. Im Zuge dieser Entwicklung gerieten neben den Etruskern und einigen anderen zur damaligen Zeit in Italien beheimateten Volksgruppen, wie den Ligurer, Latiner oder Picener, auch die meisten der griechischen Stadtstaaten, die im Zuge der griechischen Kolonisation Italiens ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurden, allmählich unter den Einfluss Roms. Allerdings führte diese aggressive Expansionspolitik immer häufiger zu Konflikten mit der See- und Handelsmacht Karthago, die mit dem Ausbruch des „Ersten Punischen Krieges“ (264 bis 241 v. Chr.) schließlich eskalierte, sich mit dem „Zweiten Punischen Krieg“ (218 bis 202 v. Chr.) fortsetzte und mit Ausbruch des „Dritten Punischen Krieg“ (149 bis 146 v. Chr.) seinen traurigen Höhepunkt erreichte. Was beinahe im Laufe des „Zweiten Punischen Krieges“ in der völligen Niederlage Roms endete, wendete sich schließlich zu Gunsten der Römischen Republik und ließ die Macht Roms im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte allmählich zu jener imposanten Größe anwachsen, die sich in ihrer größten Ausdehnung unter Kaiser Trajan (98 bis 117 n. Chr.) einst über drei Kontinente erstreckte und vom heutigen England bis zum Irak, vom Schwarzen Meer bis zur Straße von Gibraltar und von Nordafrika bis nach Ägypten reichte.

Im Mittelpunkt des Römischen Reiches, das bereits in zahlreichen Büchern und Filmen aufgearbeitet wurde und dessen innovative Beiträge die Kultur, das Ingenieurswesen sowie das Rechtswesen und das Staatswesen der westlichen Zivilisation nachhaltig und tiefgreifend beeinflusst haben, steht die Stadt Rom, die aufgrund ihrer Historie häufig auch als die ewige Stadt bezeichnet wird. Ihr und das Imperium, das aus ihr allmählich erwuchs ist die im Dorling Kindersley Verlag erschienene Publikation „Das alte Rom – Die visuelle Geschichte“ gewidmet, die unter Federführung der beiden Fachberater Dr. Andrew James Sillett und Prof. Matthew Nicholls sowie unter Mitwirkung von Laura Aitken-Burt, Dr. Alex Antoniou, Dr. Jeremy Armstrong, Dr. Kevin Feeney, Dr. Liz Gloyn, Dr. Kieren Johns und Olivia Thompson zusammengestellt wurde. Gegliedert in sechs Kapitel, die sich inhaltlich dem „Römischen Königreich“ (753 bis 509 v. Chr.), der „Römischen Republik“ (509 bis 133 v. Chr.), der „Republik in der Krise“ (133 bis 27 v. Chr.), dem „Kaiserreich auf dem Höhepunkt“ (27 v. Chr. bis 192 n. Chr.)“, dem „Reich im Umbruch“ (192 bis 395 n. Chr.) sowie dem „Fall des Weströmischen Reiches“ (395 bis 476 n. Chr.) widmen, erhalten interessierte Leser des insgesamt 320 Seiten umfassenden Werkes einen umfangreichen Überblick über die mehr als 1000-jährige und wechselvolle Geschichte des antiken Roms – von seinen frühen Anfängen als kleine Siedlung am Ufer des Tiber bis zu seinem Höhepunkt als Imperium Romanum mit mehr als 90 Millionen Menschen innerhalb seines Machtbereiches und seinem turbulenten Niedergang im 5. Jahrhundert n. Chr. Begleitet von mehr als 850 Farbfotografien von sorgfältig ausgewählten Artefakten, Landschaftsaufnahmen sowie dreidimensionaler Modelle, zahlreichen Illustrationen sowie Karten und Zeitleisten erhalten die Leser des reichhaltig illustrierten Bildbandes einen eindrucksvollen Überblick über epochale Ereignisse, bedeutende Persönlichkeiten und ikonischen Gebäuden des antiken Rom. Dabei wird den Lesern unter anderem aufgezeigt, welche Faktoren zum Aufstieg des einstigen Stadtstaates zu dem Mittelmeerraum allumfassenden römischen Reich beigetragen haben, wie das Leben als gewöhnlicher Bürger im alten Rom ausgesehen hat und was uns Zeitzeugenberichte über große Kaisern wie Augustus, Hadrian oder Trajan berichten. Der Struktur mit einigen wenigen Ausnahmen weitgehend folgend jeweils auf einer Doppelseite ein spezifisches Thema textuell wie auch visuell aufzubereiten, widmet sich das erste Kapitel des Werkes der Zeit zwischen 753 bis 509 v. Chr. und damit dem „Römischen Königreich“. Hier werden neben der legendären Stadtgründung, dem Gründungsmythos und der Entstehung der lateinischen Sprache auch die italienische Eisenzeit oder die Geburt der Republik behandelt. Im zweiten Kapitel, das sich der „Römischen Republik“ (509 bis 133 v. Chr.) widmet, stehen dagegen gesellschaftliche, religiöse und militärischen Themen im Fokus, wobei neben Patrizier und Plebejer, das römische Bürgerrecht, der Vielgötterglaube oder das Forum Romanum als das Zentrum der römischen Macht nur einige wenige Themengebiete der insgesamt 26 in diesem Kapitel behandelten Themen darstellen. Das dritte Kapitel, das sich dem Zeitraum von 133 bis 27 v. Chr. und damit der „Republik in der Krise“ widmet, steht wiederum im Zeichen militärischer Auseinandersetzungen. Die in diesem Kapitel insgesamt 27 behandelten Themen umfassen neben den bürgerlichen Unruhen jener Zeit und der Eroberung Galliens durch Gaius Julius Caesar, dem anschließenden Bürgerkrieg und der Schlacht von Actium im Jahr 31 v. Chr., die das Ende der Römischen Republik besiegelte, auch die auf ihr folgende Pax Romana, einer etwa 200 bis 250 Jahre andauernden Periode des inneren Friedens, in welcher das noch junge Imperium prosperierte und territorial weiter expandieren konnte. Demgegenüber widmet sich das vierte Kapitel der Kaiserzeit zwischen 27 v. Chr. bis 192 n. Chr., wobei von den insgesamt 30 besprochenen Themen vor allem auf einzelne Kaiser wie Claudius, Nero oder Mark Aurel sowie die unter ihnen bzw. ihren Nachfolgern errichteten Bauwerke wie das Kolosseum, das Pantheon, die Trajanssäule oder der Hadrianswall in Nordengland eingegangen wird. Im fünften Kapitel über das „Reich im Umbruch“, das sich zeithistorisch der Periode zwischen 192 bis 395 n. Chr. und damit bis zur Reichsteilung in das Weströmische Reich und das Oströmische Reich widmet und das insgesamt 23 verschiedene Themen behandelt, befasst sich neben der Umstrukturierung des Römischen Reiches und der Aufteilung des Machtverhältnisses auf mehrere Personen wie etwa im Zuge von Diokletians Tetrarchie auch mit Themen wie das allmählich aufkommen des Christentums zur Staatsreligion und die Unruhe im Reich, die zwischen alten und neuen Religionen entbrannte. Dem anschließend steht das sechste und abschließende Kapitel der Publikation ganz im Zeichen des Niedergangs des Reiches im Westen, wobei die Periode zwischen 395 bis 476 n. Chr. behandelt wird. In diesem Zusammenhang werden neben der Völkerwanderung und Verschiebung der Machtverhältnisse im Mittelmeerraum von Rom nach Konstantinopel elf weitere Themengebiete behandelt, die mit Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 n. Chr. das Ende des Weströmischen Reiches besiegelte und den Aufstieg des Frankenreiches im Westen und von Byzanz im Osten ermöglichte.

Mit Veröffentlichung der Publikation „Das alte Rom – Die visuelle Geschichte“ im Dorling Kindersley Verlag haben die beiden Fachberater Dr. Andrew James Sillett und Prof. Matthew Nicholls ein visuell ästhetisch und wissenschaftlich fundiertes Werk geschaffen, in der es gelingt, unter Einbeziehung von Archäologie, Architektur und vielen weiteren wissenschaftlichen Disziplinen, die Geschichte des über 1000 Jahre währenden Römischen Reiches – von ihren frühen Anfängen bis zu ihrem Untergang im Westen – für interessierte Leser jeden Alters greifbar werden zu lassen. Die akribische und sorgfältige Arbeitsweise der Autoren und ihrer Helfer, die eine sorgfältige Auswertung von historischen Quellen sowie aktuelle Forschungsergebnisse miteinbezieht, kann dabei ebenso überzeugen, wie die visuelle und textuelle Aufbereitung der zahlreichen Themengebiete, die in der 320 Seiten umfassenden Publikation behandelt werden. Das Werk stellt zudem eine wunderbare Ergänzung der bereits im Jahr 2022 erschienenen Publikation „Das alte Ägypten – Die visuelle Geschichte“ (ISBN: 978-3-383-104517-4) dar.

geschrieben am 09.12.2023 | 1278 Wörter | 7617 Zeichen

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