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Nicholas Sparks


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(c) Roman Raacke

 

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1
26.07.2008
4
11.10.2008
5
29.08.2012
6
18.05.2016
7
26.09.2018

Nicholas Sparks wurde in der Silvesternacht 1965 geboren - achtzig Minuten vor Mitternacht. Sein Vater, Patrick Michael Sparks, studierte zu dieser Zeit noch, weshalb die Familie - Vater, Mutter Jill Emma Marie Sparks, Nicholas und sein älterer Bruder Micah (geboren im Dezember 1964) - bald darauf von Omaha (Nebraska) nach Minnesota zog. Im Dezember 1966 kam Nicholas' Schwester Danielle zur Welt.

1969 verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Los Angeles, weil Nicholas’ Vater sein Studium an der University of California beenden wollte. 1973, während Patrick Sparks an seiner Doktorarbeit arbeitete, war die Familie für ein Jahr getrennt. Jill, Micah, Nicholas und Danielle wohnten in Grand Island, Nebraska. Im Dezember 1974 bezogen die Sparks’, wieder glücklich vereint, ihr neues Domizil in Fair Oaks, Kalifornien.

Nicholas hatte eine glückliche Kindheit, auch wenn die Familie bis zu seinem neunten Lebensjahr weit unterhalb der Armutsgrenze lebte. „Ich wuchs mit Milchpulver auf, aß Tonnen von Kartoffeln, aber um ehrlich zu sein: mir war nie bewusst, wie arm wir wirklich waren, bis ich alt genug war, um den Wert von Dingen einschätzen zu können. Aber selbst dann war es nicht wichtig. Die Jahre, in denen ich aufwuchs, waren wunderbar und ich würde auch im Rückblick nichts daran ändern wollen.”

Nicholas war ein guter Schüler – und ein guter Leichtathlet. Noch während seiner Zeit an der High School erhielt er bereits die Zusage für ein Sportstipendium an der University of Notre Dame. Er trainierte viel und arbeitete 30 Stunden die Woche in einem kleinen Restaurant. Ein Sportunfall brachte denn auch die entscheidende Wende in seinem Leben: Während er drei Monate lang zu Hause rumsaß, um seine Verletzung zu kurieren und dabei schlechte Laune verbreitete, schlug ihm seine Mutter vor, es doch mal mit Schreiben zu probieren. Acht Wochen später war sein erstes Manuskript fertig: The Passing, ein Roman, der nie veröffentlicht wurde. „Eine wunderbare Geschichte”, wie Nicholas Sparks heute findet, „wenn man von der schriftstellerischen Qualität absieht. Es war der eher bescheidene Beginn einer Karriere.”

Im März 1988, während seiner College-Zeit, lernte Nicholas ein Mädchen namens Cathy kennen. „Es war Liebe auf den ersten Blick – zumindest für mich”, bekennt Nicholas. „Einen Tag, nachdem wir uns kennen gelernt hatten, sagte ich ihr, dass wir eines Tages heiraten würden.” Zwei Monate später, nachdem er sein Examen in Betriebswirtschaft mit Auszeichnung abgelegt und 150 Liebesbriefe an seine Angebetete geschrieben hatte, stellte ihn Cathy ihren Eltern vor. Im Juli 1989 heirateten die beiden.

Die junge Ehe wurde von einem tragischen Unglück überschattet. Sechs Wochen nach der Eheschließung starb Nicholas’ Mutter, nur 47 Jahre alt, an den Folgen eines Reitunfalls. Ein harter Verlust für die ganze Familie, besonders aber für Nicholas’ Vater, der mit Jill 27 Jahre lang verheiratet gewesen war.

Im gleichen Jahr, 1989, vollendete Nicholas seinen zweiten Roman, The Royal Murder. „Stilistisch schon etwas besser”, urteilt der Autor heute. „Herrliche Dialoge, nette Geschichte, aber für das Genre viel zu lang. Danach habe ich beschlossen, mich einer anderen Karriere zuzuwenden.” Nicholas arbeitete als Immobilienmakler, Hausrestaurator, Kellner und Vertreter von Zahnpflegeprodukten und machte sich schließlich selbständig – als Hersteller von orthopädischen Produkten. Trotz des drückenden Schuldenberges, der eher unsicheren Perspektiven für seine noch junge Firma und eines riesigen Arbeitspensums schrieb Nicholas in dieser Zeit zusammen mit Billy Mills das Buch Wokini oder Die Suche nach dem verborgenen Glück, das zunächst von einem kleinen Verlag in Sacramento veröffentlicht wurde.

1992 verkaufte Nicholas Sparks seine Firma, arbeitete danach als Arzneimittelvertreter und zog mit seiner Frau und dem inzwischen geborenen Sohn Miles Andrew in einen kleinen Ort nach North Carolina. „Wir feierten unsere Ankunft bei Kerzenschein und Champagner – und neun Monate später kam unser Sohn Ryan Cote zur Welt...”

Im Juni 1994 begann Nicholas Sparks wieder zu schreiben. Er hatte mit sich selbst eine Art Vertrag geschlossen: Sollte keines der drei Bücher veröffentlicht werden, die er sich zu schreiben noch zugestand, wollte er sich für immer von seinem Lebenstraum, Schriftsteller zu werden, verabschieden. Doch es kam anders: The Notebook (dt. Wie ein einziger Tag) sollte seinen internationalen Ruf als Bestsellerautor begründen. „Wenn Sie glauben, dass ich vom Erfolg meines Buches begeistert war, dann kann ich nur sagen, dass Sie meine Gemütsverfassung eher unterschätzen”, erzählt Nicholas Sparks. „Ich war mehrere Tage völlig überdreht und total aus dem Häuschen. Das erste, was ich vom Honorar kaufte, war ein neuer Ehering für meine Frau. Unser Leben würde sich radikal ändern, soviel war gewiss, und es war nicht klar, was die Zukunft uns bringen würde. Und deshalb bat ich meine Frau, mich nochmals zu heiraten.”

Dass die Zukunft nicht nur Glück verheißen würde, erwies sich im Januar 1996: Bei Sohn Ryan wurde die Diagnose „Autismus” gestellt (die sich später als falsch erwies). Im September des gleichen Jahres starb Nicholas’ Vater 54jährig durch einen Verkehrsunfall.

Bis 1997 war Nicholas Sparks weiter als Arzneimittelvertreter tätig, trotz des überwältigenden Erfolgs seines Debütromans. Erst als sich für ihn abzuzeichnen begann, dass auch sein zweiter Roman, Message in a Bottle (dt. Weit wie das Meer), erfolgreich sein würde, hängte er seinen Vertreterjob an den Nagel und widmete sich von da an ganz dem Schreiben. Während der Arbeit am Roman „A Walk to Remember” (dt. Zeit im Wind) widmete er sich intensiv seinem kleinen Sohn Ryan. Die Erfahrungen mit Ryans Krankheit und deren fortschreitender Besserung hat Nicholas Sparks in sein Buch The Rescue (dt. Das Schweigen des Glücks) einfließen lassen.

Und wieder überschlugen sich die Ereignisse im Familienleben der Sparks’ – gute wie schlechte: Im Januar 2000 kam Sohn Landon zur Welt. Bei Nicholas’ Schwester Danielle war schon vor Jahren Krebs festgestellt worden, aber es sah zunächst danach aus, als sei die Krankheit unter Kontrolle zu halten. Doch das Krebsleiden verschlimmerte sich. Im Juni 2000 verstarb Danielle im Alter von 33 Jahren.

Trotz familiärer Turbulenzen und zahlreicher Autorenveranstaltungen und Lesereisen, beendete der inzwischen weltweit gefeierte Autor 2001 seinen fünften Roman, A Bend in the Road (dt. Weg der Träume). Im August wurden die Zwillingstöchter Lexie Danielle und Savannah Marin geboren. Im Herbst 2001 war das Manuskript für The Guardian (dt.: Du bist nie allein) fertig, allerdings zunächst in der Fassung für eine TV-Verfilmung. Danach folgte die Arbeit an Nights in Rodanthe (dt. Das Lächeln der Sterne), die Sparks bis zum April 2002 abschloss, um sich danach seiner Romanidee The Wedding (dt. Ein Tag wie ein Leben) zuzuwenden.

Nicholas Sparks geht seine Familie über alles. Fast alle seine Kinder - und ebenso seine Frau - kommen als Hauptfiguren in seinen Büchern vor. Er hasst es, über Wochen hinweg von seiner Frau und seinen Kindern getrennt zu sein, weil er wieder einmal auf einer Lesereise durchs Land tourt. Trotzdem gönnte sich der viel beschäftigte Autor 2003 eine Auszeit und begab sich mit seinem Bruder Micah auf eine dreiwöchige Weltreise, die für beide zugleich eine Reise zurück in die Geschichte der Familie Sparks wurde (Three Weeks with my Brother, dt.: Nah und fern).

Der viel beschäftigte Autor, der einen Bestseller nach dem anderen schreibt (siehe auch Die Bücher), dazu Fernsehfassungen einiger seiner Erfolgsromane, jährlich mehrere Wochen auf Lesereisen verbringt, Interviews gibt und ein gern gesehener Gast in Talkshows ist, scheint über schier unerschöpfliche Energiereserven zu verfügen. 2004 erschien sein Roman True Believer (dt. Die Nähe des Himmels), eine bewegende Liebesgeschichte, die in At First Sight (dt.: Das Wunder eines Augenblicks) eine Fortsetzung findet. Daneben engagiert sich Nicholas Sparks noch als Leichtathletik-Trainer und Sportfunktionär, nimmt als Aktiver an Taekwondo-Meisterschaftskämpfen teil und schafft es bei alledem auch noch zu lesen: rund 125 Bücher im Jahr.

(c) Verlagsgruppe Randomhouse

Erstellt am 31.08.2007 von

Zuletzt geändert am 17.09.2007 von webcritics Administrator