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Gehmeditation im Alltag


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Rezension von

Ragan Tanger

Gehmeditation im Alltag Nichts leichter als das. Vom Gehen ist hier die Rede und es ist nicht nur die erste Koordinationsfähigkeit des menschlichen Körpers in der Aufrichtung, sondern auch die älteste, grundlegendste und wichtigste. Anders formuliert: Der Mensch ist ein Fußgänger, als solcher geboren und Teil der Evolution. Sitzen und alle Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen, sind Besonderheiten, denen man sich mit Vorsicht und Genügsamkeit nähern sollte. Achtsam sein kann und darf man aber auch beim Gehen, vor allen Dingen bei den sogenannten Gehmeditationen, einer uralten, ostasiatischen (oder besser: humanoiden) Tradition, in der bewusst darauf geachtet wird, dass man seine Konzentrationsschulungen nicht nur – eben weil es gegen die eigene Natur geht – in stundenlangem Sitzen ausführen sollte. Der in die Schweiz ausgewandtere (im wahrsten Sinne des Wortes) Deutsche Volker Winkler hat nun bei Windpferd ein komplettes Büchlein zu diesem Thema herausgegeben - ein einfaches, simples und doch immer wieder hilfreiches Momentum. Ganz klar: es geht um das achtsame Gehen (dabei allerdings weniger um eine bestimmte Technik) und davon ist im ganzen Werk die Rede. Fünf Optionen (vom langsamen Schreiten in Zeitlupe, vom Gehen mit Atemdirektion bis zum Alltagslauf) werden vorgestellt und anhand vieler Beispiele deutlich gemacht, dass man an allen nur denkbaren Orten statt ständig in Gedanken zu sein, auch lieber im Jetzt mit Hilfe des Gehens, der Schritte und der Atmung sein könne. Ob Krankenhaus, Schule, Heimatort, Strand, Hundespaziergang oder Zulassungsstelle für PKW. Überall dort findet Winkler Gelegenheit seine Mediationen anzuwenden und die Leser daran teilhaben zu lassen. Das ist manchmal ein bisschen sehr persönlich (wenn er ohne Grund angibt, dass bei einer Gelegenheit, seine Frau und sein Sohn, der wiederum nicht der Sohn seiner Frau ist, da und da waren) und auch immer ein bisschen launisch erzählerisch (lassen wir das seinem rheinischen Ursprungsnaturell zukommen), aber inhaltlich hilfreich und schön. Besonders oft wird der große Eckhart Tolle zitiert. Warum auch nicht? Das Gehen bietet ja quasi die ursprünglichste Form des Ankommens in der wirklichen Welt. Hier hat man einen kleinen Helfer, den man eigentlich (eigentlich im Sinne von menschlich) gar nicht braucht, aber eigentlich ist ja heute nicht mehr wie Menschsein. Von daher gute Gelegenheit, es wieder zu werden.

Nichts leichter als das. Vom Gehen ist hier die Rede und es ist nicht nur die erste Koordinationsfähigkeit des menschlichen Körpers in der Aufrichtung, sondern auch die älteste, grundlegendste und wichtigste. Anders formuliert: Der Mensch ist ein Fußgänger, als solcher geboren und Teil der Evolution. Sitzen und alle Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen, sind Besonderheiten, denen man sich mit Vorsicht und Genügsamkeit nähern sollte.

Achtsam sein kann und darf man aber auch beim Gehen, vor allen Dingen bei den sogenannten Gehmeditationen, einer uralten, ostasiatischen (oder besser: humanoiden) Tradition, in der bewusst darauf geachtet wird, dass man seine Konzentrationsschulungen nicht nur – eben weil es gegen die eigene Natur geht – in stundenlangem Sitzen ausführen sollte. Der in die Schweiz ausgewandtere (im wahrsten Sinne des Wortes) Deutsche Volker Winkler hat nun bei Windpferd ein komplettes Büchlein zu diesem Thema herausgegeben - ein einfaches, simples und doch immer wieder hilfreiches Momentum. Ganz klar: es geht um das achtsame Gehen (dabei allerdings weniger um eine bestimmte Technik) und davon ist im ganzen Werk die Rede. Fünf Optionen (vom langsamen Schreiten in Zeitlupe, vom Gehen mit Atemdirektion bis zum Alltagslauf) werden vorgestellt und anhand vieler Beispiele deutlich gemacht, dass man an allen nur denkbaren Orten statt ständig in Gedanken zu sein, auch lieber im Jetzt mit Hilfe des Gehens, der Schritte und der Atmung sein könne. Ob Krankenhaus, Schule, Heimatort, Strand, Hundespaziergang oder Zulassungsstelle für PKW. Überall dort findet Winkler Gelegenheit seine Mediationen anzuwenden und die Leser daran teilhaben zu lassen. Das ist manchmal ein bisschen sehr persönlich (wenn er ohne Grund angibt, dass bei einer Gelegenheit, seine Frau und sein Sohn, der wiederum nicht der Sohn seiner Frau ist, da und da waren) und auch immer ein bisschen launisch erzählerisch (lassen wir das seinem rheinischen Ursprungsnaturell zukommen), aber inhaltlich hilfreich und schön. Besonders oft wird der große Eckhart Tolle zitiert. Warum auch nicht? Das Gehen bietet ja quasi die ursprünglichste Form des Ankommens in der wirklichen Welt. Hier hat man einen kleinen Helfer, den man eigentlich (eigentlich im Sinne von menschlich) gar nicht braucht, aber eigentlich ist ja heute nicht mehr wie Menschsein. Von daher gute Gelegenheit, es wieder zu werden.

geschrieben am 07.11.2014 | 358 Wörter | 2039 Zeichen

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