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Krokodrillo


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Krokodrillo Ein Bilderbuch für Kinder. Ohne Worte. Funktioniert das? Aber sicher! Das vorliegende Werk von Giovanna Zoboli und Mariachiara di Giorgio bietet nicht nur eine witzige Geschichte über ein Krokodil, sondern so viele Details zum Betrachten und Finden, dass man ganz schön lange braucht, um das eigentlich schmale Bilderbuch zu Ende zu bringen – oder man „liest“ es eben mehrfach. Doch zunächst zum Inhalt: Der Tag beginnt für das Krokodil ganz „gewöhnlich“, mit Weckerklingeln, morgendlicher Toilette, Kleidungsauswahl und Frühstück in der Stadtwohnung. Zum Glück tauchen später in den Stadtszenen viele andere Tiere im Alltagsgeschehen auf, sodass diese erste Realitätsprüfung für die kleinen Beobachter nicht allzu schwer ausfällt. Das Krokodil ist dabei genauso anonym und geschäftig unterwegs wie alle anderen auch, sodass es sich im Hausfahrstuhl mit einem anderen Bewohner anschweigt, zur U-Bahn rennen muss (die ganz grandios zeichnerisch in Szene bzw. Bewegung gesetzt wurde) und dann einen kleinen Stadtbummel vor Arbeitsbeginn unternimmt. Unterwegs wird es von einem Auto angespritzt und regt sich fürchterlich auf – ein weiterer Bruch mit der Realität, denn Krokodile mögen ja eigentlich Wasser. Im Gedränge der weiteren U-Bahn-Fahrt fällt das Krokodil nicht weiter auf, so kurios und variantenreich sind die anderen Fahrgäste, seien es Tiere oder Menschen: eine und viele Gelegenheiten, Charakterstudien zu betreiben oder zu raten, wer wohin zu welchem Zweck unterwegs ist. Weiter unterwegs versorgt sich das Krokodil mit allerlei Leckereien und man ist schon gespannt, wohin die Reise denn führen wird. Unterwegs werden einer netten Dame noch Blumen auf die Fensterbank gelegt und ein Händler im Vorbeigehen gegrüßt. Und siehe da: der Weg des Krokodils führt in einen großen Park, dann in eine große Umkleidekabine und dann, endlich, ist das Ziel erreicht: da also arbeitet das Krokodil. Wo genau? Das wird nicht verraten, denn es ist als Schlussgag sehr lustig. Die Zeichnungen sind wunderbar vielfältig, detailreich und farbenfroh, sodass Kinder viel zu entdecken haben. Ein bisschen schwierig erscheint mit die Alterseinordnung für die potentiellen Leser: aufgrund der vielen Details und der durchaus hintergründigen Geschichte halte ich Vorschulkinder und sogar Erstklässler für eine gute potentielle Leserschaft. Jüngere Kinder, etwa im Alter von drei oder vier Jahren, dürften so manche humoristische Volte des Buches nicht ganz verstehen. Jedenfalls werden auch die Erwachsenen Spaß am Betrachten der vielen Einzelheiten haben. Ein sehr schönes Buch.

Ein Bilderbuch für Kinder. Ohne Worte. Funktioniert das? Aber sicher! Das vorliegende Werk von Giovanna Zoboli und Mariachiara di Giorgio bietet nicht nur eine witzige Geschichte über ein Krokodil, sondern so viele Details zum Betrachten und Finden, dass man ganz schön lange braucht, um das eigentlich schmale Bilderbuch zu Ende zu bringen – oder man „liest“ es eben mehrfach.

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Doch zunächst zum Inhalt: Der Tag beginnt für das Krokodil ganz „gewöhnlich“, mit Weckerklingeln, morgendlicher Toilette, Kleidungsauswahl und Frühstück in der Stadtwohnung. Zum Glück tauchen später in den Stadtszenen viele andere Tiere im Alltagsgeschehen auf, sodass diese erste Realitätsprüfung für die kleinen Beobachter nicht allzu schwer ausfällt. Das Krokodil ist dabei genauso anonym und geschäftig unterwegs wie alle anderen auch, sodass es sich im Hausfahrstuhl mit einem anderen Bewohner anschweigt, zur U-Bahn rennen muss (die ganz grandios zeichnerisch in Szene bzw. Bewegung gesetzt wurde) und dann einen kleinen Stadtbummel vor Arbeitsbeginn unternimmt. Unterwegs wird es von einem Auto angespritzt und regt sich fürchterlich auf – ein weiterer Bruch mit der Realität, denn Krokodile mögen ja eigentlich Wasser. Im Gedränge der weiteren U-Bahn-Fahrt fällt das Krokodil nicht weiter auf, so kurios und variantenreich sind die anderen Fahrgäste, seien es Tiere oder Menschen: eine und viele Gelegenheiten, Charakterstudien zu betreiben oder zu raten, wer wohin zu welchem Zweck unterwegs ist. Weiter unterwegs versorgt sich das Krokodil mit allerlei Leckereien und man ist schon gespannt, wohin die Reise denn führen wird. Unterwegs werden einer netten Dame noch Blumen auf die Fensterbank gelegt und ein Händler im Vorbeigehen gegrüßt. Und siehe da: der Weg des Krokodils führt in einen großen Park, dann in eine große Umkleidekabine und dann, endlich, ist das Ziel erreicht: da also arbeitet das Krokodil. Wo genau? Das wird nicht verraten, denn es ist als Schlussgag sehr lustig.

Die Zeichnungen sind wunderbar vielfältig, detailreich und farbenfroh, sodass Kinder viel zu entdecken haben. Ein bisschen schwierig erscheint mit die Alterseinordnung für die potentiellen Leser: aufgrund der vielen Details und der durchaus hintergründigen Geschichte halte ich Vorschulkinder und sogar Erstklässler für eine gute potentielle Leserschaft. Jüngere Kinder, etwa im Alter von drei oder vier Jahren, dürften so manche humoristische Volte des Buches nicht ganz verstehen. Jedenfalls werden auch die Erwachsenen Spaß am Betrachten der vielen Einzelheiten haben. Ein sehr schönes Buch.

geschrieben am 16.05.2018 | 377 Wörter | 2241 Zeichen

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