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Das Riesenfest


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Das Riesenfest Das Riesenfest von Max Bolliger erschien erstmals im Jahr 1975 und wurde seitdem mehrfach nachgedruckt, natürlich mit verschiedenen Illustratoren. Auf diese Weise ein Buch verschieden interpretiert zu bekommen, ist eine ganz eindrückliche Erfahrung, insbesondere wenn es dann Künstler und Illustratoren sind, die nicht zwingend für einen bestimmten Pinselstrich bekannt sind (wie z.B. Axel Scheffler), sondern die der Geschichte eine ganz eigene, besondere Untermalung schenken. In der 2015 erschienenen Neuauflage des Riesenfestes durfte nun Nele Palmtag die Illustrationen beisteuern. Im Buch sind leider keinerlei Angaben zu ihrer Person enthalten. Sie hat schon mehrere Kinderbücher gestaltet und hat die Geschichte von Bolliger vorliegend wunderbar interpretiert. Worum geht es zunächst in der Geschichte selbst? Im Land der Riesen gibt es nicht nur die herkömmlichen ganz großen Riesen, sondern auch kleine Exemplare. Die sind aber trotzdem auch Riesen, also müssen sie dort ihren Weg finden. Als die Einladung zum Riesenfest in die Burg des großen und des kleinen Riesen flattert, will der große Riese den kleinen zuerst nicht mitnehmen, aber der lässt sich nicht abwimmeln. Also marschieren die beiden los und auf dem ganzen langen Weg kann man sehen, wie schwer es dem kleinen Riesen fällt, mitzuhalten, weil ihn alles größere Anstrengung kostet, sei es bei der Flussüberquerung oder bei einem Berganstieg. Der große Riese vertilgt Äpfel und spielt zerstörerisch, der kleine Riese isst behutsam und spielt mit Tannenzapfen. Der große Riese spielt grob mit dem kleinen Riesen und als sie endlich auf der Festwiese ankommen, gibt er dem kleinen Riesen auch noch die Schuld an der Verspätung. Zu allem Überfluss wird dann auch noch ein Wettspiel begonnen, wer den größten Bissen verschlucken kann. Da ist der kleine Riese natürlich arg im Nachteil. Da hat er eine Idee und verschluckt einen Kern des Apfels, den er sich vom Baum unterwegs mitgenommen hat. Doch seine Behauptung, er habe gerade einen Apfelbaum verschluckt, quittieren die anderen Riesen nur mit Hohn. Die große Genugtuung kommt dann im Folgejahr. Denn aus dem anderen Apfelkern, den der kleine Riese in die Erde gepflanzt hat, ist ein Bäumchen gewachsen. Davon sind die großen Riesen dann so beeindruckt, dass der kleine Riese zum König gewählt wird. In dieser Geschichte stecken viele Metaphern, über die Unterschiede zwischen klein und groß, über das Nicht-Aufgeben, über den schwierigen Weg, als Kleiner oder Kind von den Großen ernst genommen zu werden und über die Macht der Intelligenz. Die Bilder plastizieren diese Emotionen behutsam und unterstreichen die Kontraste der jeweiligen Situation gekonnt. Vor allem das vermeintliche Wachsen des Baumes im kleinen Riesen ist wunderschön umgesetzt, sowohl zeichnerisch als auch vom Erzählen her. Denn sonst dient die Geschichte vom aus einem Kern wachsenden Baum ja eher als Abschreckung für Kinder, ja keinen Apfel-, Kirsch- oder Pflaumenkern zu verschlucken. Insofern ein positive Neuauflage des Klassikers und zum Vorlesen zu empfehlen für Kinder ab drei Jahren aufwärts.

Das Riesenfest von Max Bolliger erschien erstmals im Jahr 1975 und wurde seitdem mehrfach nachgedruckt, natürlich mit verschiedenen Illustratoren. Auf diese Weise ein Buch verschieden interpretiert zu bekommen, ist eine ganz eindrückliche Erfahrung, insbesondere wenn es dann Künstler und Illustratoren sind, die nicht zwingend für einen bestimmten Pinselstrich bekannt sind (wie z.B. Axel Scheffler), sondern die der Geschichte eine ganz eigene, besondere Untermalung schenken. In der 2015 erschienenen Neuauflage des Riesenfestes durfte nun Nele Palmtag die Illustrationen beisteuern. Im Buch sind leider keinerlei Angaben zu ihrer Person enthalten. Sie hat schon mehrere Kinderbücher gestaltet und hat die Geschichte von Bolliger vorliegend wunderbar interpretiert.

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Worum geht es zunächst in der Geschichte selbst? Im Land der Riesen gibt es nicht nur die herkömmlichen ganz großen Riesen, sondern auch kleine Exemplare. Die sind aber trotzdem auch Riesen, also müssen sie dort ihren Weg finden. Als die Einladung zum Riesenfest in die Burg des großen und des kleinen Riesen flattert, will der große Riese den kleinen zuerst nicht mitnehmen, aber der lässt sich nicht abwimmeln. Also marschieren die beiden los und auf dem ganzen langen Weg kann man sehen, wie schwer es dem kleinen Riesen fällt, mitzuhalten, weil ihn alles größere Anstrengung kostet, sei es bei der Flussüberquerung oder bei einem Berganstieg. Der große Riese vertilgt Äpfel und spielt zerstörerisch, der kleine Riese isst behutsam und spielt mit Tannenzapfen. Der große Riese spielt grob mit dem kleinen Riesen und als sie endlich auf der Festwiese ankommen, gibt er dem kleinen Riesen auch noch die Schuld an der Verspätung. Zu allem Überfluss wird dann auch noch ein Wettspiel begonnen, wer den größten Bissen verschlucken kann. Da ist der kleine Riese natürlich arg im Nachteil. Da hat er eine Idee und verschluckt einen Kern des Apfels, den er sich vom Baum unterwegs mitgenommen hat. Doch seine Behauptung, er habe gerade einen Apfelbaum verschluckt, quittieren die anderen Riesen nur mit Hohn. Die große Genugtuung kommt dann im Folgejahr. Denn aus dem anderen Apfelkern, den der kleine Riese in die Erde gepflanzt hat, ist ein Bäumchen gewachsen. Davon sind die großen Riesen dann so beeindruckt, dass der kleine Riese zum König gewählt wird.

In dieser Geschichte stecken viele Metaphern, über die Unterschiede zwischen klein und groß, über das Nicht-Aufgeben, über den schwierigen Weg, als Kleiner oder Kind von den Großen ernst genommen zu werden und über die Macht der Intelligenz. Die Bilder plastizieren diese Emotionen behutsam und unterstreichen die Kontraste der jeweiligen Situation gekonnt. Vor allem das vermeintliche Wachsen des Baumes im kleinen Riesen ist wunderschön umgesetzt, sowohl zeichnerisch als auch vom Erzählen her. Denn sonst dient die Geschichte vom aus einem Kern wachsenden Baum ja eher als Abschreckung für Kinder, ja keinen Apfel-, Kirsch- oder Pflaumenkern zu verschlucken. Insofern ein positive Neuauflage des Klassikers und zum Vorlesen zu empfehlen für Kinder ab drei Jahren aufwärts.

geschrieben am 03.03.2015 | 468 Wörter | 2631 Zeichen

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