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ELEFÄNTCHEN NASEWEIS


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

ELEFÄNTCHEN NASEWEIS Das Kinderbuch „Elefäntchen naseweis“ beruht auf der Erzählung „Wie das Elefantenkind seinen Rüssel bekam“, die von Rudyard Kipling, dem Verfasser des Dschungelbuches, stammt. Das vorliegende Werk ist im Jahr 2015 bereits in den Niederlanden erschienen und ist nunmehr in deutscher Übersetzung erhältlich. Allerdings lebt das Buch ohnehin von der graphischen Umsetzung, die die Geschichte fast wie von selbst erzählt. Wie auch in der Ursprungserzählung handelt es sich hier bei der Hauptfigur um einen neugierigen kleinen Elefanten. Dieser hat jedoch nur einen sehr kurzen Rüssel und dieses Merkmal ist auch bei seinen Artgenossen vorherrschend. Der kleine Elefant hat tausende Fragen. Er will zum Beispiel vom Maulwurf wissen, wie der unter der Erde atmen kann, von den Marienkäfern wie diese kopfüber auf Blättern krabbeln können oder warum der Specht von seiner Klopferei keine Kopfschmerzen bekommt – kurzum: typische Kinderfragen, wenn es darum geht, die Welt zu verstehen. Allerdings kommt man bei aller Neugier auch einmal in brenzlige Situationen. Der kleine Elefant hat die dumme Idee, das Krokodil zu fragen, was es denn am liebsten essen würde. Die Frage beantwortet sich bei dem gemeinen Gesichtsausdruck des Reptils eigentlich von selbst und damit beginnt das Drama, das die entsetzten Waldbewohner zunächst tatenlos mit ansehen müssen: das Krokodil schnappt zu und das kurze Rüsselchen des Elefanten hängt im Krokodilmaul. Aber zum Glück gibt es Freunde und mit vereinten Kräften kann das Elefäntchen gerettet werden – mit dem bekannten Ergebnis: der Rüssel ist jetzt lang. Was der Elefant daraus macht, ist als Rest der Geschichte für Kinder gut verständlich ohne Worte umgesetzt. Zugegeben: die Szene mit dem Krokodil ist nicht ohne und zart besaitete Kinder könnten da durchaus Angst bekommen. Das Buch ist für eine Altersgruppe von drei bis sechs Jahren empfohlen und in Büchern für Kinder dieses Alters sind Protagonisten eher selten so verschlagen wie das Krokodil. Sehr schön anzuschauen und ungewöhnlich als Technik ist die Bebilderung mittels Papiercollagen. So hebt sich das Buch klar und eigenwillig von herkömmlich gezeichneten Kinderbüchern ab und ermöglicht ein interessantes Zusammenspiel zwischen Farbe und Grautönen und auch die Komposition der Figuren auf den Doppelseiten, von denen die in der Mitte sogar ausklappbar ist, ist für die kindlichen Leser / Betrachter plastisch gelungen.

Das Kinderbuch „Elefäntchen naseweis“ beruht auf der Erzählung „Wie das Elefantenkind seinen Rüssel bekam“, die von Rudyard Kipling, dem Verfasser des Dschungelbuches, stammt. Das vorliegende Werk ist im Jahr 2015 bereits in den Niederlanden erschienen und ist nunmehr in deutscher Übersetzung erhältlich. Allerdings lebt das Buch ohnehin von der graphischen Umsetzung, die die Geschichte fast wie von selbst erzählt.

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Wie auch in der Ursprungserzählung handelt es sich hier bei der Hauptfigur um einen neugierigen kleinen Elefanten. Dieser hat jedoch nur einen sehr kurzen Rüssel und dieses Merkmal ist auch bei seinen Artgenossen vorherrschend. Der kleine Elefant hat tausende Fragen. Er will zum Beispiel vom Maulwurf wissen, wie der unter der Erde atmen kann, von den Marienkäfern wie diese kopfüber auf Blättern krabbeln können oder warum der Specht von seiner Klopferei keine Kopfschmerzen bekommt – kurzum: typische Kinderfragen, wenn es darum geht, die Welt zu verstehen.

Allerdings kommt man bei aller Neugier auch einmal in brenzlige Situationen. Der kleine Elefant hat die dumme Idee, das Krokodil zu fragen, was es denn am liebsten essen würde. Die Frage beantwortet sich bei dem gemeinen Gesichtsausdruck des Reptils eigentlich von selbst und damit beginnt das Drama, das die entsetzten Waldbewohner zunächst tatenlos mit ansehen müssen: das Krokodil schnappt zu und das kurze Rüsselchen des Elefanten hängt im Krokodilmaul. Aber zum Glück gibt es Freunde und mit vereinten Kräften kann das Elefäntchen gerettet werden – mit dem bekannten Ergebnis: der Rüssel ist jetzt lang. Was der Elefant daraus macht, ist als Rest der Geschichte für Kinder gut verständlich ohne Worte umgesetzt.

Zugegeben: die Szene mit dem Krokodil ist nicht ohne und zart besaitete Kinder könnten da durchaus Angst bekommen. Das Buch ist für eine Altersgruppe von drei bis sechs Jahren empfohlen und in Büchern für Kinder dieses Alters sind Protagonisten eher selten so verschlagen wie das Krokodil.

Sehr schön anzuschauen und ungewöhnlich als Technik ist die Bebilderung mittels Papiercollagen. So hebt sich das Buch klar und eigenwillig von herkömmlich gezeichneten Kinderbüchern ab und ermöglicht ein interessantes Zusammenspiel zwischen Farbe und Grautönen und auch die Komposition der Figuren auf den Doppelseiten, von denen die in der Mitte sogar ausklappbar ist, ist für die kindlichen Leser / Betrachter plastisch gelungen.

geschrieben am 15.01.2017 | 362 Wörter | 2055 Zeichen

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