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Die leise Luise


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Die leise Luise Renus Berbig und Anke Kuhl haben schon mehrfach erfolgreich ein Kinderbuch zusammen kreiert und auch diesmal haben die beiden ein richtig schönes Werk geschaffen. Es geht um die siebenjährige Luise, die bereits in die Grundschule geht und in einer nicht ganz typischen Standard-Familie lebt, denn immerhin hat sie gleich zwei Geschwister, einen jüngeren und einen älteren Bruder. In dieser Gemengelage hat das Sandwichkind Luise als einziges Mädchen schon einmal einen Nachteil: ignoranter alleswissender pubertierender großer Bruder und lauter kleiner Bruder erfordern einiges an Aufmerksamkeit der Eltern, meistens in genervt-streitiger Form. Wie soll da die brave Luise noch ausreichend Beachtung finden, zumal sie so leise spricht, dass sie kaum jemand wahrnimmt? Das geht ihr aber nicht nur am heimischen Esstisch so, sondern auch in der Schule oder im Straßenverkehr. Aber Luise ist ein helles Köpfchen und findet nicht nur kind- und altersgerechte, sondern auch allgemein recht clevere Lösungen, um entweder ihre Wünsche durchzusetzen oder ihren Willen kund zu tun, ohne dass die anderen dabei benachteiligt werden. Mal ändert sie einfach das Spiel auf dem Kinderspielplatz, mal vergrößert sie die Lautstärke ihres Fahrrads, mal lotst sie pantomimisch ihre Familie zur gewünschten Zirkusvorstellung auf dem lauten Rummelplatz. Hinzu kommt, dass Luise immer wieder beweist, dass es durchaus von Vorteil sein kann, leise und zugleich geduldig zu sein. Auf diese Weise gelingen ihr Beobachtungen und Erfahrungen, die den anderen Kindern in all der lauten und raschen Reizüberflutung entgehen. Die Illustrationen wirken anfangs etwas grob, aber schnell entwickelt sich eine schöne Symbiose zwischen Text und Bild. Gerade szenische Umsetzungen wie Luises Aktion an der Supermarktkasse bieten für die kleinen Zuhörer und Leser eine gute Unterstützung. Das einzige, was mich – als Erwachsener – an dem Buch stört, sind die ständigen Wiederholungen, die das Buch bei der Lektüre wirken lassen, als ob die zahlreichen kurzen Geschichten separat entstanden bzw. veröffentlicht worden seien. Denn nicht nur, dass etliche Geschichten mit exakt demselben Wortlaut beginnen, wird auch immer wieder die Geschwistersituation erläutert und auch, warum Luise die „leise Luise“ genannt wird. Nachdem das Buch für Kinder zwischen sechs und acht Jahren empfohlen wird, könnte ich mir vorstellen, dass auch so manches Grundschulkind ob dieser Redundanz genervt ist. Die von mir mit dem Buch konfrontierten Vorschulkinder hingegen mochten diesen Stil sehr. Wie dem auch sei: das Buch ist gelungen, bietet leicht verständliche Problemstellungen mit teilweise überraschenden, aber immer kindgerechten Lösungen und einen schönen Wiedererkennungswert für Kinder, die sich auch oft nicht richtig wahrgenommen fühlen. Für erwachsene Vorleser ist das Buch zudem ein schöner Anstoß, ihre Kinder, so leise sie auch sein mögen, immer richtig ernst zu nehmen.

Renus Berbig und Anke Kuhl haben schon mehrfach erfolgreich ein Kinderbuch zusammen kreiert und auch diesmal haben die beiden ein richtig schönes Werk geschaffen. Es geht um die siebenjährige Luise, die bereits in die Grundschule geht und in einer nicht ganz typischen Standard-Familie lebt, denn immerhin hat sie gleich zwei Geschwister, einen jüngeren und einen älteren Bruder. In dieser Gemengelage hat das Sandwichkind Luise als einziges Mädchen schon einmal einen Nachteil: ignoranter alleswissender pubertierender großer Bruder und lauter kleiner Bruder erfordern einiges an Aufmerksamkeit der Eltern, meistens in genervt-streitiger Form. Wie soll da die brave Luise noch ausreichend Beachtung finden, zumal sie so leise spricht, dass sie kaum jemand wahrnimmt? Das geht ihr aber nicht nur am heimischen Esstisch so, sondern auch in der Schule oder im Straßenverkehr. Aber Luise ist ein helles Köpfchen und findet nicht nur kind- und altersgerechte, sondern auch allgemein recht clevere Lösungen, um entweder ihre Wünsche durchzusetzen oder ihren Willen kund zu tun, ohne dass die anderen dabei benachteiligt werden. Mal ändert sie einfach das Spiel auf dem Kinderspielplatz, mal vergrößert sie die Lautstärke ihres Fahrrads, mal lotst sie pantomimisch ihre Familie zur gewünschten Zirkusvorstellung auf dem lauten Rummelplatz. Hinzu kommt, dass Luise immer wieder beweist, dass es durchaus von Vorteil sein kann, leise und zugleich geduldig zu sein. Auf diese Weise gelingen ihr Beobachtungen und Erfahrungen, die den anderen Kindern in all der lauten und raschen Reizüberflutung entgehen.

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Das einzige, was mich – als Erwachsener – an dem Buch stört, sind die ständigen Wiederholungen, die das Buch bei der Lektüre wirken lassen, als ob die zahlreichen kurzen Geschichten separat entstanden bzw. veröffentlicht worden seien. Denn nicht nur, dass etliche Geschichten mit exakt demselben Wortlaut beginnen, wird auch immer wieder die Geschwistersituation erläutert und auch, warum Luise die „leise Luise“ genannt wird. Nachdem das Buch für Kinder zwischen sechs und acht Jahren empfohlen wird, könnte ich mir vorstellen, dass auch so manches Grundschulkind ob dieser Redundanz genervt ist. Die von mir mit dem Buch konfrontierten Vorschulkinder hingegen mochten diesen Stil sehr.

Wie dem auch sei: das Buch ist gelungen, bietet leicht verständliche Problemstellungen mit teilweise überraschenden, aber immer kindgerechten Lösungen und einen schönen Wiedererkennungswert für Kinder, die sich auch oft nicht richtig wahrgenommen fühlen. Für erwachsene Vorleser ist das Buch zudem ein schöner Anstoß, ihre Kinder, so leise sie auch sein mögen, immer richtig ernst zu nehmen.

geschrieben am 18.03.2017 | 428 Wörter | 2505 Zeichen

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