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Kein Schatz für Zipfel


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Informationen zum Buch
  ISBN
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  Seiten
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  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Kein Schatz für Zipfel Im Orell Füssli Verlag ist nunmehr der zweite Band über die zehn kleinen Burggespenster erschienen. Das erste Buch hieß „Wer hat Angst vorm schwarzen Gespenst?“ und nunmehr ist der kleine Zipfel die Hauptperson. Insgesamt zehn Kapitel führen durch die Geschichte, die in so großen Buchstaben gedruckt ist, dass Erstleser sich prima zurechtfinden, die Geschichten aber auch gut in Einzelepisoden als Einschlafgeschichte taugen. Ganz unabhängig vom Inhalt der Geschichten ist es ganz erstaunlich, wie gut der kleine Zipfel als sprunghaftes, quengeliges, liebenswürdiges und neugieriges Kleingespenst in den Geschichten transportiert wird. Man erkennt als vorlesender Elternteil sofort die eigenen Kinder im entsprechenden Alter und auch die zuhörenden oder selbst lesenden Kinder können sich (oder ihre jüngeren Geschwister) mit den Verhaltensweisen und Gefühlen Zipfels identifizieren. Für meinen Geschmack hätten noch mehr Illustrationen ihren Weg in die Geschichte finden können, um Kinder egal welcher Altersstufe noch besser zu erreichen. Meiner Einschätzung nach ist das Buch durchaus mit einer Spannweite von 4-8 Jahren empfehlenswert. Ob ältere Grundschulkinder Zipfels Abenteuer immer noch spannend finden, dürfte wohl eher vom Einzelfall abhängen. Positiv anzumerken ist, dass man das erste Buch mit dem schwarzen Gespenst nicht zwingend kennen muss, um der Geschichte hier folgen zu können. Worum geht es diesmal in den Geschichten? Zipfel setzt sich in den Kopf reich zu werden. Das geht nicht ganz so einfach und sorgt bisweilen für Frustration, aber genauso für interessante Ideen, trickreiche Umwege und ganz banale Erkenntnisse, die als Metathemen auch für die kleinen Leserinnen und Leser detektierbar sind – gerade wenn es um die Schlusspointe geht. Allerdings kommen auch nicht nachahmenswerte Verhaltensweisen zur Sprache, etwa wenn Zipfel Dinge entwendet (was ja bei kleinen Kindern auch einmal vorkommt: die Abgrenzung zwischen Mein und Dein ist ein großes Entwicklungsthema im Vorschulalter), oder wenn er sich anschickt, eine Bank zu überfallen. Dies ist zwar ein von vornherein untauglicher Versuch mit Babymütze und einer Schokoladenpistole, aber das ist trotz der Überzeichnung schon ein härteres Kaliber an Handlung als man es erwarten würde. Natürlich passiert niemandem etwas und alles geht gut aus, aber hier könnte es durchaus zu Eltern-Kind-Gesprächen kommen, was auch kein schlechter Nebeneffekt eines Kinderbuches ist. Insgesamt ist es ein amüsantes Kinderbuch, mit konsequenten Charakteren und kindgerechten Themen und Schlussfolgerungen. Der Wunsch nach Geld und Reichtum ist für viele Kinder ganz prägend und es tut gut zu sehen, dass es andere genauso geht und dass am Ende das Streben danach doch viel weniger wichtig ist als andere Dinge.

Im Orell Füssli Verlag ist nunmehr der zweite Band über die zehn kleinen Burggespenster erschienen. Das erste Buch hieß „Wer hat Angst vorm schwarzen Gespenst?“ und nunmehr ist der kleine Zipfel die Hauptperson. Insgesamt zehn Kapitel führen durch die Geschichte, die in so großen Buchstaben gedruckt ist, dass Erstleser sich prima zurechtfinden, die Geschichten aber auch gut in Einzelepisoden als Einschlafgeschichte taugen.

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Ganz unabhängig vom Inhalt der Geschichten ist es ganz erstaunlich, wie gut der kleine Zipfel als sprunghaftes, quengeliges, liebenswürdiges und neugieriges Kleingespenst in den Geschichten transportiert wird. Man erkennt als vorlesender Elternteil sofort die eigenen Kinder im entsprechenden Alter und auch die zuhörenden oder selbst lesenden Kinder können sich (oder ihre jüngeren Geschwister) mit den Verhaltensweisen und Gefühlen Zipfels identifizieren. Für meinen Geschmack hätten noch mehr Illustrationen ihren Weg in die Geschichte finden können, um Kinder egal welcher Altersstufe noch besser zu erreichen. Meiner Einschätzung nach ist das Buch durchaus mit einer Spannweite von 4-8 Jahren empfehlenswert. Ob ältere Grundschulkinder Zipfels Abenteuer immer noch spannend finden, dürfte wohl eher vom Einzelfall abhängen.

Positiv anzumerken ist, dass man das erste Buch mit dem schwarzen Gespenst nicht zwingend kennen muss, um der Geschichte hier folgen zu können.

Worum geht es diesmal in den Geschichten? Zipfel setzt sich in den Kopf reich zu werden. Das geht nicht ganz so einfach und sorgt bisweilen für Frustration, aber genauso für interessante Ideen, trickreiche Umwege und ganz banale Erkenntnisse, die als Metathemen auch für die kleinen Leserinnen und Leser detektierbar sind – gerade wenn es um die Schlusspointe geht. Allerdings kommen auch nicht nachahmenswerte Verhaltensweisen zur Sprache, etwa wenn Zipfel Dinge entwendet (was ja bei kleinen Kindern auch einmal vorkommt: die Abgrenzung zwischen Mein und Dein ist ein großes Entwicklungsthema im Vorschulalter), oder wenn er sich anschickt, eine Bank zu überfallen. Dies ist zwar ein von vornherein untauglicher Versuch mit Babymütze und einer Schokoladenpistole, aber das ist trotz der Überzeichnung schon ein härteres Kaliber an Handlung als man es erwarten würde. Natürlich passiert niemandem etwas und alles geht gut aus, aber hier könnte es durchaus zu Eltern-Kind-Gesprächen kommen, was auch kein schlechter Nebeneffekt eines Kinderbuches ist.

Insgesamt ist es ein amüsantes Kinderbuch, mit konsequenten Charakteren und kindgerechten Themen und Schlussfolgerungen. Der Wunsch nach Geld und Reichtum ist für viele Kinder ganz prägend und es tut gut zu sehen, dass es andere genauso geht und dass am Ende das Streben danach doch viel weniger wichtig ist als andere Dinge.

geschrieben am 01.10.2017 | 404 Wörter | 2374 Zeichen

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