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Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist Zugegebenermaßen hat mich der Einstieg abgeschreckt, nicht inhaltlich, sondern sprachlich. Ich kann Romane (selbst wenn sie für Jugendliche konzipiert sind), die in einer jugendtypischen Sprache, oder was man eben dafür hält, geschrieben sind, nicht ausstehen. Die Protagonistin Esther, die hier die ich-erzählende Hauptperson ist, muss zu Beginn den Leser mit in ihre Geschichte mit hineinziehen, die so ganz und gar unrealistisch ist, und in Kombination mit dem angebotenen atemlosen Satzgehaspel hatte ich erst einmal den Impuls, das Buch zuzuschlagen und wegzulegen. Aber: der Roman kriegt die Kurve und gewinnt sowohl an sprachlicher Statur als auch an Fahrt, was die Handlung angeht, selbst wenn immer wieder Interruptionen durch sinnlose Zwischenkapitel und sprunghafte Themenwechsel geschehen. Was genau passiert? Esther hat ein massives Akneproblem, das auch zu Hänseleien in der Schule führt. Sie lebt allein zusammen mit ihrer Großmutter, da die Mutter früh an Krebs verstorben ist und der Vater irgendwo auf der Welt verschollen ist, jedenfalls nicht für sie da ist. Dazu gibt es noch die betagte Uroma im Altersheim, der noch eine besondere Rolle zukommen wird. Jedenfalls versucht Esther es mit allerlei Mitteln, der Akne Herr zu werden, etwa mit einem Solarium und einer merkwürdigen chinesischen Kräutermischung. Die Kombination daraus sorgt dann dafür, dass sie auf einmal unsichtbar wird. Diesen Unfall muss sie irgendjemandem begreiflich machen, was eingangs krachend scheitert, und die Unsichtbarkeit dazu auch noch vor der weiterhin sichtbaren Umwelt kaschieren. Da ist allerlei Slapstick natürlich vorprogrammiert. Sie offenbart sich – unfreiwillig – einem Schulkameraden, Boydy, wird natürlich von anderen Schülern, den scheinbar unvermeidlichen „bullies“ eines Jugendromans, entdeckt und erpresst und muss nun versuchen, das belastende Material irgendwie verschwinden zu lassen – natürlich unsichtbar. Außerdem findet sie nebenbei heraus, wer ihre früh verstorbene Mutter eigentlich war, und auch das führt zu merkwürdigen Situationen mit der zugeknöpft-altmodischen Großmutter. Nun denn: Esther und Boydy schmieden also einen Plan, um das belastende Videomaterial ihrer Peiniger zu löschen. Dafür muss Esther – wieder unsichtbar – in das Haus der Knight-Zwillinge eindringen. Der gut durchdachte Plan scheitert fast an der Realität, denn für Hunde ist Esther erriechbar. Die turbulenten Szenen im Haus, die Flucht danach und die dann ungewollt anhaltende Unsichtbarkeit geben dem Buch dann einen ganz neuen Schwung, der sogar zu einem unverhofften und sehr emotionalen Ende führt, was man so gar nicht zu erwarten hoffte. Aber Esther findet in ihrem unsichtbaren Zustand auf einmal Dinge heraus, die zu einer ganz neuen Bewertung ihrer persönlichen und familiären Situation führen und am Ende werden alle notwendigen Handlungsstränge aufgelöst. Meine anfängliche Skepsis ist zwar nicht ganz beseitigt worden. Viele Passagen habe ich deshalb einfach quergelesen, denn sprachlich hat das Buch mitunter Längen, sogar Nervpotential. Entschädigt wird man aber durch die rasante, wendungsreiche Story und das versöhnliche und überraschende Ende. Wer sich von den fast 400 Seiten als junger Leser also nicht abschrecken lässt, der wird sicherlich sehr gut unterhalten werden.

Zugegebenermaßen hat mich der Einstieg abgeschreckt, nicht inhaltlich, sondern sprachlich. Ich kann Romane (selbst wenn sie für Jugendliche konzipiert sind), die in einer jugendtypischen Sprache, oder was man eben dafür hält, geschrieben sind, nicht ausstehen. Die Protagonistin Esther, die hier die ich-erzählende Hauptperson ist, muss zu Beginn den Leser mit in ihre Geschichte mit hineinziehen, die so ganz und gar unrealistisch ist, und in Kombination mit dem angebotenen atemlosen Satzgehaspel hatte ich erst einmal den Impuls, das Buch zuzuschlagen und wegzulegen. Aber: der Roman kriegt die Kurve und gewinnt sowohl an sprachlicher Statur als auch an Fahrt, was die Handlung angeht, selbst wenn immer wieder Interruptionen durch sinnlose Zwischenkapitel und sprunghafte Themenwechsel geschehen.

Was genau passiert? Esther hat ein massives Akneproblem, das auch zu Hänseleien in der Schule führt. Sie lebt allein zusammen mit ihrer Großmutter, da die Mutter früh an Krebs verstorben ist und der Vater irgendwo auf der Welt verschollen ist, jedenfalls nicht für sie da ist. Dazu gibt es noch die betagte Uroma im Altersheim, der noch eine besondere Rolle zukommen wird. Jedenfalls versucht Esther es mit allerlei Mitteln, der Akne Herr zu werden, etwa mit einem Solarium und einer merkwürdigen chinesischen Kräutermischung. Die Kombination daraus sorgt dann dafür, dass sie auf einmal unsichtbar wird. Diesen Unfall muss sie irgendjemandem begreiflich machen, was eingangs krachend scheitert, und die Unsichtbarkeit dazu auch noch vor der weiterhin sichtbaren Umwelt kaschieren. Da ist allerlei Slapstick natürlich vorprogrammiert. Sie offenbart sich – unfreiwillig – einem Schulkameraden, Boydy, wird natürlich von anderen Schülern, den scheinbar unvermeidlichen „bullies“ eines Jugendromans, entdeckt und erpresst und muss nun versuchen, das belastende Material irgendwie verschwinden zu lassen – natürlich unsichtbar. Außerdem findet sie nebenbei heraus, wer ihre früh verstorbene Mutter eigentlich war, und auch das führt zu merkwürdigen Situationen mit der zugeknöpft-altmodischen Großmutter.

Nun denn: Esther und Boydy schmieden also einen Plan, um das belastende Videomaterial ihrer Peiniger zu löschen. Dafür muss Esther – wieder unsichtbar – in das Haus der Knight-Zwillinge eindringen. Der gut durchdachte Plan scheitert fast an der Realität, denn für Hunde ist Esther erriechbar. Die turbulenten Szenen im Haus, die Flucht danach und die dann ungewollt anhaltende Unsichtbarkeit geben dem Buch dann einen ganz neuen Schwung, der sogar zu einem unverhofften und sehr emotionalen Ende führt, was man so gar nicht zu erwarten hoffte. Aber Esther findet in ihrem unsichtbaren Zustand auf einmal Dinge heraus, die zu einer ganz neuen Bewertung ihrer persönlichen und familiären Situation führen und am Ende werden alle notwendigen Handlungsstränge aufgelöst.

Meine anfängliche Skepsis ist zwar nicht ganz beseitigt worden. Viele Passagen habe ich deshalb einfach quergelesen, denn sprachlich hat das Buch mitunter Längen, sogar Nervpotential. Entschädigt wird man aber durch die rasante, wendungsreiche Story und das versöhnliche und überraschende Ende. Wer sich von den fast 400 Seiten als junger Leser also nicht abschrecken lässt, der wird sicherlich sehr gut unterhalten werden.

geschrieben am 23.06.2018 | 474 Wörter | 2820 Zeichen

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