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Lieselotte hat Langeweile


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Lieselotte hat Langeweile Die Kuh Lieselotte ist in den letzten Jahren zu einer der sympathischsten Kinderbuchfiguren geworden. Zwar wirkt die Anzahl der Titel bisweilen ein wenig inflationär, da es neben den regulären Bilderbüchern auch Suchbücher, Zählbücher, Pixi-Bücher, Mini-Bücher und Ausklappbücher gibt. Aber das Schöne daran ist, dass es Alexander Steffensmeier wirklich jedes Mal schafft, den Büchern und Geschichten so einen individuellen Touch mit vielen lustigen Details zu geben, dass man sich immer wieder aufs Neue freut, die Geschehnisse vor allem neben der Hauptgeschichte zu entdecken. So ist es auch diesmal. Die eigentliche Geschichte dreht sich um ein Thema, das Kindern nur zu bekannt sein dürfte: Langeweile an einem Tag mit schlechtem Wetter: die eigentliche Planung – Drachen steigen lassen – ist bei dem Schietwetter (angeblich) nicht möglich, also muss ein Ersatzplan her. Die Bäuerin hat genug zu tun, sie will die Küche auf Vordermann bringen. Aber Lieselotte? Die kann sich zu nichts so recht begeistern. Alles schon gesehen, gespielt, gelesen, angehört, nichts macht wirklich Spaß. Und auch die anderen Hoftiere bieten keine Abwechslung. Doch in altmodischen Haushalten gibt es ja immer noch einen Ort, wo alte Dinge gelagert werden, hier auf dem Speicher, wo Lieselotte Zerstreuung zu finden hofft. Doch auch hier auf den ersten Blick: das alte Spielzeug bietet auch keine Kurzweil. Doch dann entdeckt Lieselotte den Schlitten und beginnt, erfinderisch zu werden, sodass am Ende der Drachen tatsächlich steigen könnte – im Haus! Doch wer Lieselottes Verhältnis zu den Gesetzen der Physik, insbesondere dem der Schwerkraft noch in Erinnerung hat (siehe Lieselotte bleibt wach), der ahnt schon, dass sich ihre Vorstellungen nicht mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung bringen lassen werden. Und so landet sie am Ende mit großem Gepolter in der Küche, wo die Bäuerin ohnehin schon in einem großen Haufen von Unordnung sitzt - und über die unerwartete Hilfe von Lieselotte hoch erfreut ist. Lieselottes Erscheinen sorgt zudem für ein Umdenken und so kommen alle am Ende doch zu ihrem Spaß. Das neue Buch bietet nicht nur eine kindgerechte Geschichte, die vom Thema und vom Erzählablauf her wunderbar den Alltag kleiner Kinder erfasst. Sondern es bietet über die Illustrationen auch einen schönen nostalgischen Rückblick auf Spielzeug aus den 80er Jahren, in dem wohl viele der vorlesenden Eltern selbst Kind gewesen sind und sich gerne an ihre eigenen Spielzeiten (und so manchen langweiligen Tag) erinnern werden. Für die kleinen Leser sind die Illustrationen aber auch wieder ein reicher Quell an zusätzlichen Entdeckungen, gerade bei den wuseligen Hühnern und Küken und der abwechslungsreich-verschrobenen Einrichtung im Bauernhaus. Insofern: eine tolle Fortsetzung der Lieselotte-Reihe und eine echte Bereicherung für die Schlechtwetter-Jahreszeit.

Die Kuh Lieselotte ist in den letzten Jahren zu einer der sympathischsten Kinderbuchfiguren geworden. Zwar wirkt die Anzahl der Titel bisweilen ein wenig inflationär, da es neben den regulären Bilderbüchern auch Suchbücher, Zählbücher, Pixi-Bücher, Mini-Bücher und Ausklappbücher gibt. Aber das Schöne daran ist, dass es Alexander Steffensmeier wirklich jedes Mal schafft, den Büchern und Geschichten so einen individuellen Touch mit vielen lustigen Details zu geben, dass man sich immer wieder aufs Neue freut, die Geschehnisse vor allem neben der Hauptgeschichte zu entdecken. So ist es auch diesmal.

Die eigentliche Geschichte dreht sich um ein Thema, das Kindern nur zu bekannt sein dürfte: Langeweile an einem Tag mit schlechtem Wetter: die eigentliche Planung – Drachen steigen lassen – ist bei dem Schietwetter (angeblich) nicht möglich, also muss ein Ersatzplan her. Die Bäuerin hat genug zu tun, sie will die Küche auf Vordermann bringen. Aber Lieselotte? Die kann sich zu nichts so recht begeistern. Alles schon gesehen, gespielt, gelesen, angehört, nichts macht wirklich Spaß. Und auch die anderen Hoftiere bieten keine Abwechslung. Doch in altmodischen Haushalten gibt es ja immer noch einen Ort, wo alte Dinge gelagert werden, hier auf dem Speicher, wo Lieselotte Zerstreuung zu finden hofft. Doch auch hier auf den ersten Blick: das alte Spielzeug bietet auch keine Kurzweil. Doch dann entdeckt Lieselotte den Schlitten und beginnt, erfinderisch zu werden, sodass am Ende der Drachen tatsächlich steigen könnte – im Haus! Doch wer Lieselottes Verhältnis zu den Gesetzen der Physik, insbesondere dem der Schwerkraft noch in Erinnerung hat (siehe Lieselotte bleibt wach), der ahnt schon, dass sich ihre Vorstellungen nicht mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung bringen lassen werden. Und so landet sie am Ende mit großem Gepolter in der Küche, wo die Bäuerin ohnehin schon in einem großen Haufen von Unordnung sitzt - und über die unerwartete Hilfe von Lieselotte hoch erfreut ist. Lieselottes Erscheinen sorgt zudem für ein Umdenken und so kommen alle am Ende doch zu ihrem Spaß.

Das neue Buch bietet nicht nur eine kindgerechte Geschichte, die vom Thema und vom Erzählablauf her wunderbar den Alltag kleiner Kinder erfasst. Sondern es bietet über die Illustrationen auch einen schönen nostalgischen Rückblick auf Spielzeug aus den 80er Jahren, in dem wohl viele der vorlesenden Eltern selbst Kind gewesen sind und sich gerne an ihre eigenen Spielzeiten (und so manchen langweiligen Tag) erinnern werden. Für die kleinen Leser sind die Illustrationen aber auch wieder ein reicher Quell an zusätzlichen Entdeckungen, gerade bei den wuseligen Hühnern und Küken und der abwechslungsreich-verschrobenen Einrichtung im Bauernhaus. Insofern: eine tolle Fortsetzung der Lieselotte-Reihe und eine echte Bereicherung für die Schlechtwetter-Jahreszeit.

geschrieben am 11.11.2018 | 426 Wörter | 2431 Zeichen

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