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Flora Flitzebesen (Bd. 5): Winterzauber im Hexendorf


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Flora Flitzebesen (Bd. 5): Winterzauber im Hexendorf Endlich wieder ein neues Abenteuer von Flora Flitzebesen! Die sympathische junge Hexe kommt mit ihrer neugierigen und naseweisen Art wieder ganz schön in Schwierigkeiten. Diesmal passend zum Verkaufsstart für die Weihnachtssaison in winterlichem Outfit, präsentiert sich das Buch wieder mit einer grandiosen Illustration. Liebevoll gestaltet, mit vielen Details und Glitzer auf dem Einband und mehreren großformatigen Bildern ist die Optik des Buches absolut herausragend. Die Geschichte dieses Bandes ist packend und für die kleinen Leser ziemlich aufregend. Es findet ein Turnier statt, bei dem auf Drachen geritten werden muss und mehrere Prüfungen bestanden werden müssen. Zudem ist die Mutter von Malte, dem Freund von Flora, ernsthaft erkrankt und nur die Schuppen eines gefährlichen Drachens können sie retten. Natürlich ist es am Ende Flora, die die Schuppen ergattert und gerade so mit heiler Haut davon kommt. Erstaunlicherweise gewinnt diesmal Flora am Ende nicht – und ist dennoch völlig zufrieden, was ein schönes pädagogisches Signal ist: Es kommt nicht immer auf den Sieg an, Freundschaft und Zusammenhalt sind bedeutend wichtiger. Leider hat die Geschichte aber ein paar Seitenstränge, die die Freude über das neue Buch trüben. Schon von Beginn der Serie an lebt Flora mit ihrer Mutter und ihrer Oma im Hexendorf. Nun taucht plötzlich ein Vater auf, der bisher nicht in Erscheinung trat. Er ist eine Art Tierpfleger für Drachen in einem anderen Dorf. Die gesamte Handlung rund um das erste Kennenlernen von Flora und ihrem Vater ist gänzlich lebensfern. Kinder aus Scheidungsfamilien finden hier eine völlig atypische Harmonie vor. Weder stellt Flora ihren Vater ernsthaft zur Rede, warum er sie noch nie besucht hat, noch ärgert sie sich darüber, dass er sie bei ihrem Besuch völlig vernachlässigt – noch nicht einmal für sie einkauft. Und dennoch macht sie ihn am Ende zu ihrem Komplizen, da sie ihn bittet ihrer Mutter nicht zu verraten, dass sie die Drachenschuppen geholt hat. Eine nicht nachvollziehbare Vertrauensbasis, die aus der familiären Vorgeschichte nicht resultieren kann. Auch sind einige Szenen einfach nicht auserzählt und könnten deutlich mehr Tiefgang erhalten: Maltes Sorge um seine sterbenskranke Mutter wird nur am Rande und eher in Streitgesprächen zwischen Flora und ihrem Freund thematisiert. Ein Trösten oder Ähnliches findet gar nicht statt. Stattdessen sind einige Dialoge äußerst frech und fast ungezogen: So werden Flora und ihre Freunde von einer älteren Hexe ermahnt, eine Regel nicht eingehalten zu haben. Die Antwort lautet: „Nur keine Aufregung, (…) Kommen Sie lieber selbst mal runter.“ (S.55) In einem Buch, das durch die Optik und die restliche Handlung Gemeinsinn und Harmonie ausstrahlt, ist solche Kommunikation eher unangebracht. Dennoch ist der neueste Band von Flora Flitzebesen eine schöne Fortsetzung der bisherigen Reihe und den Kauf wert. Die Charaktere sind weiterhin liebenswert, die Handlung spannend und es werden einige Szenen der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit im Hexendorf beschrieben, die gut zur besinnlichen Jahreszeit passen.

Endlich wieder ein neues Abenteuer von Flora Flitzebesen! Die sympathische junge Hexe kommt mit ihrer neugierigen und naseweisen Art wieder ganz schön in Schwierigkeiten. Diesmal passend zum Verkaufsstart für die Weihnachtssaison in winterlichem Outfit, präsentiert sich das Buch wieder mit einer grandiosen Illustration. Liebevoll gestaltet, mit vielen Details und Glitzer auf dem Einband und mehreren großformatigen Bildern ist die Optik des Buches absolut herausragend.

Die Geschichte dieses Bandes ist packend und für die kleinen Leser ziemlich aufregend. Es findet ein Turnier statt, bei dem auf Drachen geritten werden muss und mehrere Prüfungen bestanden werden müssen. Zudem ist die Mutter von Malte, dem Freund von Flora, ernsthaft erkrankt und nur die Schuppen eines gefährlichen Drachens können sie retten. Natürlich ist es am Ende Flora, die die Schuppen ergattert und gerade so mit heiler Haut davon kommt. Erstaunlicherweise gewinnt diesmal Flora am Ende nicht – und ist dennoch völlig zufrieden, was ein schönes pädagogisches Signal ist: Es kommt nicht immer auf den Sieg an, Freundschaft und Zusammenhalt sind bedeutend wichtiger.

Leider hat die Geschichte aber ein paar Seitenstränge, die die Freude über das neue Buch trüben. Schon von Beginn der Serie an lebt Flora mit ihrer Mutter und ihrer Oma im Hexendorf. Nun taucht plötzlich ein Vater auf, der bisher nicht in Erscheinung trat. Er ist eine Art Tierpfleger für Drachen in einem anderen Dorf. Die gesamte Handlung rund um das erste Kennenlernen von Flora und ihrem Vater ist gänzlich lebensfern. Kinder aus Scheidungsfamilien finden hier eine völlig atypische Harmonie vor. Weder stellt Flora ihren Vater ernsthaft zur Rede, warum er sie noch nie besucht hat, noch ärgert sie sich darüber, dass er sie bei ihrem Besuch völlig vernachlässigt – noch nicht einmal für sie einkauft. Und dennoch macht sie ihn am Ende zu ihrem Komplizen, da sie ihn bittet ihrer Mutter nicht zu verraten, dass sie die Drachenschuppen geholt hat. Eine nicht nachvollziehbare Vertrauensbasis, die aus der familiären Vorgeschichte nicht resultieren kann.

Auch sind einige Szenen einfach nicht auserzählt und könnten deutlich mehr Tiefgang erhalten: Maltes Sorge um seine sterbenskranke Mutter wird nur am Rande und eher in Streitgesprächen zwischen Flora und ihrem Freund thematisiert. Ein Trösten oder Ähnliches findet gar nicht statt. Stattdessen sind einige Dialoge äußerst frech und fast ungezogen: So werden Flora und ihre Freunde von einer älteren Hexe ermahnt, eine Regel nicht eingehalten zu haben. Die Antwort lautet: „Nur keine Aufregung, (…) Kommen Sie lieber selbst mal runter.“ (S.55) In einem Buch, das durch die Optik und die restliche Handlung Gemeinsinn und Harmonie ausstrahlt, ist solche Kommunikation eher unangebracht.

Dennoch ist der neueste Band von Flora Flitzebesen eine schöne Fortsetzung der bisherigen Reihe und den Kauf wert. Die Charaktere sind weiterhin liebenswert, die Handlung spannend und es werden einige Szenen der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit im Hexendorf beschrieben, die gut zur besinnlichen Jahreszeit passen.

geschrieben am 12.11.2018 | 466 Wörter | 2642 Zeichen

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