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Dodo: Weißt du, wer ich bin?


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Dodo: Weißt du, wer ich bin? Ein komischer Vogel auf Identitätssuche, das ist der Dodo in diesem Kinderbuch, dessen Original 2003 erschienen ist und nun als neu bearbeitete Sonderauflage im Bohem Verlag erscheint. Das Buch ist für Kinder von drei bis sechs Jahren empfohlen und unter diesem Blickwinkel sollte man auch die Geschichte bzw. die Bebilderung betrachten. Beginnt man mit letzterer, dann fällt zum einen positiv auf, wie warm und farbenfroh das Kinderbuch illustriert wurde. In einzelnen Details ginge das bestimmt auch schöner, aber insgesamt ist der Eindruck gut. Die Geschichte wird in den Bildern eindeutig transportiert und auch die jeweilige Stimmung der Szene wird eingefangen. Was passiert mit dem kleinen Dodo, nachdem er aus einem vom Baum gefallenen Ei entschlüpft ist? Er will erst einmal herausfinden was er ist und wer er ist. Das hat natürlich starke Ähnlichkeiten mit dem kleinen Ich-bin-ich, birgt aber darüber hinausgehende Elemente, wenn der Dodo von den anderen Tieren nicht nur komische Sprüche gesagt bekommt, sondern diesen frech zurückantwortet: er sei ja mitnichten ein komischer Vogel, wenn man sich andere Tiere wie das Chamäleon oder den Vogel Strauß so ansehen würde. Im Dschungel lauernde Gefahren überläuft er mal so eben wie die im Fluss wartenden Krokodile – der Segen der kindlichen Naivität, oder findet trickreiche Lösungen vor Ort. Von der Schlange erhält er dann seinen Namen – Dodo – und ein paar pseudoschlaue Lebenstipps. Just in dieser Szene „plätschert ihm eine übel riechende Flüssigkeit auf den Kopf“ und man fragt sich: warum nur? Es hat keine Bedeutung für den Fortgang der Geschichte, geschweige denn für den Dialog mit der Schlange. Es ist weder lustig noch sonstwie sinnvoll. Diesen Malus haben auch die kleinen Testleserinnen und Testleser bemängelt, die dem natürlich noch kritischer gegenüber stehen als die vorlesenden Eltern. Auch auf seinem Weg zurück an den Ort, wo er auf die Welt kam (was ja angesichts der bisherigen Geschichte keinen Kilometer entfernt sein kann…) flüstert ihm die Sonne ein, er solle niemals aufgeben. Warum nur? In keiner vorherigen Szene war auch nur die geringste Rede davon, dass der Dodo aufgeben wollte. Auch das eine nicht durchdachte Komposition im Buch. Am Ende fallen noch viel mehr Dodo-Eier von den Bäumen und der komische Vogel ist nicht mehr alleine. Was bleibt als Fazit? Die Geschichte beginnt ganz in Ordnung, aber am Ende ist sie einfach unlogisch und unverständlich. Weder bedarf es dieser Pseudomotivation für den Dodo noch ist klar, warum ihm auf den Kopf geschissen wird. Im Übrigen ist es ein nettes Buch.

Ein komischer Vogel auf Identitätssuche, das ist der Dodo in diesem Kinderbuch, dessen Original 2003 erschienen ist und nun als neu bearbeitete Sonderauflage im Bohem Verlag erscheint. Das Buch ist für Kinder von drei bis sechs Jahren empfohlen und unter diesem Blickwinkel sollte man auch die Geschichte bzw. die Bebilderung betrachten. Beginnt man mit letzterer, dann fällt zum einen positiv auf, wie warm und farbenfroh das Kinderbuch illustriert wurde. In einzelnen Details ginge das bestimmt auch schöner, aber insgesamt ist der Eindruck gut. Die Geschichte wird in den Bildern eindeutig transportiert und auch die jeweilige Stimmung der Szene wird eingefangen.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Was passiert mit dem kleinen Dodo, nachdem er aus einem vom Baum gefallenen Ei entschlüpft ist? Er will erst einmal herausfinden was er ist und wer er ist.

Das hat natürlich starke Ähnlichkeiten mit dem kleinen Ich-bin-ich, birgt aber darüber hinausgehende Elemente, wenn der Dodo von den anderen Tieren nicht nur komische Sprüche gesagt bekommt, sondern diesen frech zurückantwortet: er sei ja mitnichten ein komischer Vogel, wenn man sich andere Tiere wie das Chamäleon oder den Vogel Strauß so ansehen würde. Im Dschungel lauernde Gefahren überläuft er mal so eben wie die im Fluss wartenden Krokodile – der Segen der kindlichen Naivität, oder findet trickreiche Lösungen vor Ort. Von der Schlange erhält er dann seinen Namen – Dodo – und ein paar pseudoschlaue Lebenstipps. Just in dieser Szene „plätschert ihm eine übel riechende Flüssigkeit auf den Kopf“ und man fragt sich: warum nur? Es hat keine Bedeutung für den Fortgang der Geschichte, geschweige denn für den Dialog mit der Schlange. Es ist weder lustig noch sonstwie sinnvoll. Diesen Malus haben auch die kleinen Testleserinnen und Testleser bemängelt, die dem natürlich noch kritischer gegenüber stehen als die vorlesenden Eltern. Auch auf seinem Weg zurück an den Ort, wo er auf die Welt kam (was ja angesichts der bisherigen Geschichte keinen Kilometer entfernt sein kann…) flüstert ihm die Sonne ein, er solle niemals aufgeben. Warum nur? In keiner vorherigen Szene war auch nur die geringste Rede davon, dass der Dodo aufgeben wollte. Auch das eine nicht durchdachte Komposition im Buch. Am Ende fallen noch viel mehr Dodo-Eier von den Bäumen und der komische Vogel ist nicht mehr alleine.

Was bleibt als Fazit? Die Geschichte beginnt ganz in Ordnung, aber am Ende ist sie einfach unlogisch und unverständlich. Weder bedarf es dieser Pseudomotivation für den Dodo noch ist klar, warum ihm auf den Kopf geschissen wird. Im Übrigen ist es ein nettes Buch.

geschrieben am 10.03.2019 | 410 Wörter | 2180 Zeichen

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