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Ein Platz nur für Lieselotte


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Informationen zum Buch
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  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Ein Platz nur für Lieselotte Bei einem neuen Lieselotte-Buch darf man immer gespannt sein, welche Abenteuer sie diesmal erlebt – und welches kindertypische Thema der Autor diesmal verarbeitet. Im Hinblick auf Abenteuer ist es diesmal eher weniger an Action, die Lieselotte und ihre Freunde auf dem Bauernhof erleben. Dafür haben sie einiges zu tun, was das Miteinander angeht. Das wird den vorlesenden Eltern sicherlich mehr als ein Schmunzeln entlocken. Ob die kindlichen Leser und Betrachter sich aber mit der Geschichte genauso identifizieren können, muss ich offen lassen, denn die Erkenntnis, das Verhalten der Tiere mit dem eigenen Verhalten abzugleichen, dürfte eine Transferleistung sein, die eher Vorschulkinder abrufen können, nicht aber Drei- oder Vierjährige, für die die Lieselottebücher ja auch konzipiert sind. Worum geht es? Die Tiere des Hofes streiten sich um ein neues Spielzeug, jeder will es haben und das möglichst lange. Die Bäuerin ist von dem Streit genervt und kassiert das Spielzeug ein. Die Tiere behelfen sich mit einem Gemeinschaftsspiel und spielen verstecken. Lieselotte findet nach und nach alle Tiere bis auf die Ziege und das Pony, die sich außerhalb auf der Wiese versteckt haben. Lieselotte entdeckt jedoch etwas ganz anderes und viel Besseres: einen großen Holunderbusch, der so wächst, dass man mittendrin eine gemütliche Höhle hat. Die will Lieselotte für sich und sucht schon Einrichtungsgegenstände zusammen, aber dann muss sie feststellen, dass Pony und Ziege den Busch auch entdeckt haben und für sich reklamieren. Lieselotte zieht erst einmal sauer ab, aber als sie Pony und Ziege dann im Bauernhof wiedersieht beginnt ein Wettrennen um den vermeintlich leeren Busch. Doch den haben inzwischen die Hühner besetzt. Pony und Ziege und Lieselotte sind verdattert und schmieden einen Plan: die Hühner müssen da raus. Also basteln sie gemeinsam eine Hühnervertreibemaschine mit lauter Musik, doch auf dem Weg zum Busch stolpern sie und der gemeine Plan scheitert. Zum Glück. Denn in dem ganzen Chaos, das nun vor dem Holunderbusch angerichtet ist, finden alle Tiere zu einem gemeinsamen Spiel zusammen und die Bäuerin freut sich aus der Ferne über ihre braven Tiere. Der Streit um Spielzeug, sei es konkret oder abstrakt in Form einer auserdachten Wunschhöhle, ist ein Alltagsthema im Kindergarten (und auch später). Genauso aber finden Kinder trotz des Streits immer wieder in unterschiedlichen Koalitionen zusammen und manchmal am Ende sogar zu einem großen gemeinsamen Spiel. Solche Schlüsselszenen des Kindergartenalltags fängt Alexander Steffensmeier treffend ein und untermalt die Geschichte wie immer mit detailreichen Illustrationen. Im Gegensatz zu sonstigen Lieselotte-Büchern erachte ich diesmal aber wie oben schon angedeutet die Rezeption für die jüngeren Leserinnen und Leser für anspruchsvoller, da sie eine Transferleistung auf das eigene Verhalten im Kindergarten oder ggf. in der Familie erbringen müssen. Im Gegensatz zu anderen Bänden, wo schon Lieselottes Verhalten an sich lustig ist und die Transferleistung sich anschließt, ist diesmal das Hin und Her rund um den Busch nicht so spannend oder lustig, als dass man mit Garantie vom Gefallen der kleineren Leser ausgehen könnte, zumal sich kleine Testleser entsetzt darüber gezeigt haben, dass und wie intensiv in dem Buch gestritten wird. Es ist und bleibt trotzdem ein schönes Kinderbuch, aber es fällt zu den sonstigen Lieselotte-Bänden in der Konzeption doch ab.

Bei einem neuen Lieselotte-Buch darf man immer gespannt sein, welche Abenteuer sie diesmal erlebt – und welches kindertypische Thema der Autor diesmal verarbeitet. Im Hinblick auf Abenteuer ist es diesmal eher weniger an Action, die Lieselotte und ihre Freunde auf dem Bauernhof erleben. Dafür haben sie einiges zu tun, was das Miteinander angeht. Das wird den vorlesenden Eltern sicherlich mehr als ein Schmunzeln entlocken. Ob die kindlichen Leser und Betrachter sich aber mit der Geschichte genauso identifizieren können, muss ich offen lassen, denn die Erkenntnis, das Verhalten der Tiere mit dem eigenen Verhalten abzugleichen, dürfte eine Transferleistung sein, die eher Vorschulkinder abrufen können, nicht aber Drei- oder Vierjährige, für die die Lieselottebücher ja auch konzipiert sind.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Worum geht es? Die Tiere des Hofes streiten sich um ein neues Spielzeug, jeder will es haben und das möglichst lange. Die Bäuerin ist von dem Streit genervt und kassiert das Spielzeug ein. Die Tiere behelfen sich mit einem Gemeinschaftsspiel und spielen verstecken. Lieselotte findet nach und nach alle Tiere bis auf die Ziege und das Pony, die sich außerhalb auf der Wiese versteckt haben. Lieselotte entdeckt jedoch etwas ganz anderes und viel Besseres: einen großen Holunderbusch, der so wächst, dass man mittendrin eine gemütliche Höhle hat. Die will Lieselotte für sich und sucht schon Einrichtungsgegenstände zusammen, aber dann muss sie feststellen, dass Pony und Ziege den Busch auch entdeckt haben und für sich reklamieren. Lieselotte zieht erst einmal sauer ab, aber als sie Pony und Ziege dann im Bauernhof wiedersieht beginnt ein Wettrennen um den vermeintlich leeren Busch. Doch den haben inzwischen die Hühner besetzt. Pony und Ziege und Lieselotte sind verdattert und schmieden einen Plan: die Hühner müssen da raus. Also basteln sie gemeinsam eine Hühnervertreibemaschine mit lauter Musik, doch auf dem Weg zum Busch stolpern sie und der gemeine Plan scheitert. Zum Glück. Denn in dem ganzen Chaos, das nun vor dem Holunderbusch angerichtet ist, finden alle Tiere zu einem gemeinsamen Spiel zusammen und die Bäuerin freut sich aus der Ferne über ihre braven Tiere.

Der Streit um Spielzeug, sei es konkret oder abstrakt in Form einer auserdachten Wunschhöhle, ist ein Alltagsthema im Kindergarten (und auch später). Genauso aber finden Kinder trotz des Streits immer wieder in unterschiedlichen Koalitionen zusammen und manchmal am Ende sogar zu einem großen gemeinsamen Spiel. Solche Schlüsselszenen des Kindergartenalltags fängt Alexander Steffensmeier treffend ein und untermalt die Geschichte wie immer mit detailreichen Illustrationen. Im Gegensatz zu sonstigen Lieselotte-Büchern erachte ich diesmal aber wie oben schon angedeutet die Rezeption für die jüngeren Leserinnen und Leser für anspruchsvoller, da sie eine Transferleistung auf das eigene Verhalten im Kindergarten oder ggf. in der Familie erbringen müssen. Im Gegensatz zu anderen Bänden, wo schon Lieselottes Verhalten an sich lustig ist und die Transferleistung sich anschließt, ist diesmal das Hin und Her rund um den Busch nicht so spannend oder lustig, als dass man mit Garantie vom Gefallen der kleineren Leser ausgehen könnte, zumal sich kleine Testleser entsetzt darüber gezeigt haben, dass und wie intensiv in dem Buch gestritten wird. Es ist und bleibt trotzdem ein schönes Kinderbuch, aber es fällt zu den sonstigen Lieselotte-Bänden in der Konzeption doch ab.

geschrieben am 14.09.2019 | 519 Wörter | 2931 Zeichen

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