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Stella Montgomery und die magischen Bilder von Wakestone Hall (3)


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Stella Montgomery und die magischen Bilder von Wakestone Hall (3) Der dritte – und wahrscheinlich letzte – Band der im viktorianischen Zeitalter angelegten fantastischen Krimiserie ist der Höhepunkt der Stella-Trilogie. Die Autorin gibt in diesem Band all ihre Kunst zum Besten und wer die vorherigen zwei Bände gelesen hat, wird nun nicht enttäuscht. Es handelt sich wieder um ein düsteres, kaltes, tristes Setting, in dem Erwachsene meist grausam ihre eigenen, selbstsüchtigen Ziele verfolgen. Kinder dagegen sind entweder gleichgültig oder den Erwachsenen untertan – bis auf die wenigen Ausnahmen, mit denen Stella sofort Freundschaft schließt. Der dritte Band entführt die jungen Leser in das Internat Wakestone Hall, in das die bösen Tanten Stella nun gesteckt haben. Schon sie selbst und Stellas Mutter waren dort, so dass die Tanten die Hoffnung hegen, dass aus Stella dort endlich eine sittsame und brave Dame gemacht wird. Ganz im Sinne der Tanten ist das Internat einfach nur fürchterlich: Kalt und grau, mit erbarmungslosen Lehrerinnen, schrecklichem Essen und einer grausamen Direktorin. Stella freundet sich mit Ottilie und Amaryllis an und erlebt so ein wenig Menschlichkeit und Freundschaft in diesem unmenschlichen Umfeld. Wenn eines der Mädchen wegen eines nichtigen Vergehens zur Direktorin geschickt wird, kehrt es völlig verändert zurück. Später lüftet sich das Geheimnis, dass die Direktorin die Persönlichkeiten ihrer Schülerinnen als Scherenschnitte in einem Album verwahrt, so dass nur die persönlichkeitslose Hülle übrig bleibt. Stella entdeckt in dem Album die Scherenschnitte ihrer Tanten - so dass deren Herzlosigkeit ein wenig gerechtfertigt wird – sowie den Platz des Scherenschnitts ihrer Mutter. Als mit einem Mal Ottilie verschwindet, machen sich Amaryllis und Stella auf die Suche nach ihr. Ottilie erhält Hilfe von einem jungen Müllsammler namens Joe und nebenbei bringt die Autorin den Leserinnen und Lesern bittere Armut anschaulich vor Augen. Kinder, die auf sich alleine gestellt von weniger als Nichts um ihr Überleben kämpfen müssen, so dass das grausige Internat wie ein tröstlicher Ort voller Fürsorge erscheint. Joe bringt Stella zu dem einzigen vertrauenswürdigen Erwachsenen, der ihr den entscheidenden Rat gibt. Aufgrund dieser Hinweise und der tatkräftigen Hilfe ihrer Freunde gelingt es Stella, nicht nur Ottilie wiederzufinden, sondern den grausamen Plan der Direktorin und ihrer Handlanger zu durchkreuzen. In der fulminanten Schlussszene, die an Gruseligkeit kaum zu überbieten ist, findet Stella ihren Vater und löst damit die offenen Fragen der vorherigen Bände über sein Verschwinden und ihre eigene Herkunft. Es gelingt ihr, nicht nur ihn, sondern noch viele weitere arme Geschöpfe in einem explosiven Kampf zu retten. Die tristen, grauen und sehr genauen Beschreibungen von Armut und Kälte tragen das Buch, das dadurch eine von Traurigkeit tropfende Grundstimmung hat. Der Kontrast zur Explosivität der Szenen, in denen Stella und ihre Freunde fliehen, flüchten, entkommen, siegen, ist dadurch umso stärker und dieser Kontrast ist es, der die Stärke der Stella-Trilogie ausmacht. Dass mit diesem letzten Band für Stella nun alle Fragen beantwortet sind, ihre Freunde gerettet und ihr Vater Stella von den bösen Tanten erlöst, ist so herzerwärmend, wie man es nur brauchen kann, nach all der Trostlosigkeit der vorherigen Seiten. Die Leseempfehlung ab 10 Jahren ist bei der Stella-Trilogie durchaus ernst zu nehmen, denn etliche der Szenen sorgen aufgrund der darstellerischen Dichte und Gruseligkeit bei jüngeren Lesern sicher für Albträume. Ältere Leserinnen und Leser sind aber sicherlich gerade deshalb besonders von dieser Reihe gepackt und werden das Buch nicht aus der Hand legen können.

Der dritte – und wahrscheinlich letzte – Band der im viktorianischen Zeitalter angelegten fantastischen Krimiserie ist der Höhepunkt der Stella-Trilogie. Die Autorin gibt in diesem Band all ihre Kunst zum Besten und wer die vorherigen zwei Bände gelesen hat, wird nun nicht enttäuscht. Es handelt sich wieder um ein düsteres, kaltes, tristes Setting, in dem Erwachsene meist grausam ihre eigenen, selbstsüchtigen Ziele verfolgen. Kinder dagegen sind entweder gleichgültig oder den Erwachsenen untertan – bis auf die wenigen Ausnahmen, mit denen Stella sofort Freundschaft schließt.

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Der dritte Band entführt die jungen Leser in das Internat Wakestone Hall, in das die bösen Tanten Stella nun gesteckt haben. Schon sie selbst und Stellas Mutter waren dort, so dass die Tanten die Hoffnung hegen, dass aus Stella dort endlich eine sittsame und brave Dame gemacht wird. Ganz im Sinne der Tanten ist das Internat einfach nur fürchterlich: Kalt und grau, mit erbarmungslosen Lehrerinnen, schrecklichem Essen und einer grausamen Direktorin. Stella freundet sich mit Ottilie und Amaryllis an und erlebt so ein wenig Menschlichkeit und Freundschaft in diesem unmenschlichen Umfeld. Wenn eines der Mädchen wegen eines nichtigen Vergehens zur Direktorin geschickt wird, kehrt es völlig verändert zurück. Später lüftet sich das Geheimnis, dass die Direktorin die Persönlichkeiten ihrer Schülerinnen als Scherenschnitte in einem Album verwahrt, so dass nur die persönlichkeitslose Hülle übrig bleibt. Stella entdeckt in dem Album die Scherenschnitte ihrer Tanten - so dass deren Herzlosigkeit ein wenig gerechtfertigt wird – sowie den Platz des Scherenschnitts ihrer Mutter. Als mit einem Mal Ottilie verschwindet, machen sich Amaryllis und Stella auf die Suche nach ihr. Ottilie erhält Hilfe von einem jungen Müllsammler namens Joe und nebenbei bringt die Autorin den Leserinnen und Lesern bittere Armut anschaulich vor Augen. Kinder, die auf sich alleine gestellt von weniger als Nichts um ihr Überleben kämpfen müssen, so dass das grausige Internat wie ein tröstlicher Ort voller Fürsorge erscheint. Joe bringt Stella zu dem einzigen vertrauenswürdigen Erwachsenen, der ihr den entscheidenden Rat gibt. Aufgrund dieser Hinweise und der tatkräftigen Hilfe ihrer Freunde gelingt es Stella, nicht nur Ottilie wiederzufinden, sondern den grausamen Plan der Direktorin und ihrer Handlanger zu durchkreuzen.

In der fulminanten Schlussszene, die an Gruseligkeit kaum zu überbieten ist, findet Stella ihren Vater und löst damit die offenen Fragen der vorherigen Bände über sein Verschwinden und ihre eigene Herkunft. Es gelingt ihr, nicht nur ihn, sondern noch viele weitere arme Geschöpfe in einem explosiven Kampf zu retten.

Die tristen, grauen und sehr genauen Beschreibungen von Armut und Kälte tragen das Buch, das dadurch eine von Traurigkeit tropfende Grundstimmung hat. Der Kontrast zur Explosivität der Szenen, in denen Stella und ihre Freunde fliehen, flüchten, entkommen, siegen, ist dadurch umso stärker und dieser Kontrast ist es, der die Stärke der Stella-Trilogie ausmacht. Dass mit diesem letzten Band für Stella nun alle Fragen beantwortet sind, ihre Freunde gerettet und ihr Vater Stella von den bösen Tanten erlöst, ist so herzerwärmend, wie man es nur brauchen kann, nach all der Trostlosigkeit der vorherigen Seiten.

Die Leseempfehlung ab 10 Jahren ist bei der Stella-Trilogie durchaus ernst zu nehmen, denn etliche der Szenen sorgen aufgrund der darstellerischen Dichte und Gruseligkeit bei jüngeren Lesern sicher für Albträume. Ältere Leserinnen und Leser sind aber sicherlich gerade deshalb besonders von dieser Reihe gepackt und werden das Buch nicht aus der Hand legen können.

geschrieben am 26.01.2020 | 546 Wörter | 3138 Zeichen

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