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Die Nachtflüsterer - Die Verschwörung


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Die Nachtflüsterer - Die Verschwörung Der dritte Band der spannenden Nachtflüsterer Reihe ist erschienen und setzt gekonnt an der Tradition der vorherigen Bände an. Allerdings werden die Charaktere diesmal nicht so umfangreich eingeführt, wie in den vorherigen beiden Bänden, so dass es etwas verwirrend sein könnte, würde man ohne Kenntnis der Vorgeschichte mit diesem dritten Band starten. Wer aber von vorne angefangen hat, trifft auf alte Bekannte und freut sich, dass deren Geschichte weiter ausgeleuchtet wird. Ansprechend ist vor allem, dass die Nebenfigur des Vampirs Spin nun im Mittelpunkt steht. Er war bisher in allen Büchern aufgetaucht, aber eher als Konterpart zur Gruppe der Nachtflüsterer, die aufgrund einer kosmischen Strahlung die Fähigkeit haben, mit Tieren zu sprechen. Elena kann mit Säugetieren sprechen, Matt mit Vögeln und Tima mit Insekten. Wieder schliddern die drei Helden ungewollt in ein Abenteuer hinein, das den Untergang ihrer Heimatstadt bedeuten würde und wieder ist es ihre besondere Verbundenheit zu den Tieren, die ihnen dabei hilft, die Katastrophe abzuwenden. An diesem Band ist jedoch im Gegensatz zu den vorherigen Bänden die Gefahr existenzieller und die Auswirkungen sind drastischer. Könnten die ersten beiden Bände schon von Kindern ab 10 Jahren gelesen werden, müsste der dritte Band wohl aufgrund des Umstands, dass sogar Personen sterben, erst ab 12 Jahren passend sein. Zwar gab es bei den ersten beiden Bänden schon Außerirdische, die die Welt bedroht haben, aber diesmal helfen ganz greifbare Menschen mit, bringen Kinder in Gefahr und verursachen am Ende sogar die Bedrohung der ganzen Stadt. Das Setting ist diesmal auch ausnehmend bedrohlich und sorgt bei zarten Gemütern sicher für Albträume: Zwei Ärzte täuschen den Tod von rothaarigen Kindern vor, halten sie in einer Glaskuppel unter einem See gefangen, verpassen ihnen Drogen und bereiten sie auf den Verkauf an Außerirdische als Haustiere vor. Erwachsene waren in der ganzen Nachtflüsterer-Reihe ja eher hinderlich als hilfreich und schon gar nicht fürsorglich oder warmherzig. Aber Entführung, Menschenhandel, Organhandel, etc. sind schon sehr harte Themen, die in einem Jugendbuch verarbeitet werden können und bedürfen sicherlich der begleitenden Aufarbeitung mit den Eltern. Auch wenn die Geschichte übernatürlich angelegt ist und dadurch erträglicher sein könnte, ist der Ausgangspunkt der Nachforschungen der Nachtflüsterer und Spin äußerst real und nachvollziehbar: Spin hat eine seltene Blutkrankheit, aufgrund derer für ihn das Sonnenlicht unerträglich ist und er vampirhafte Züge angenommen hat. Er unterzieht sich in einem Krankenhaus einem Blutaustausch und bekommt dort die mysteriösen Todesfälle mit, so dass er gemeinsam mit den Nachtflüsterern seine Recherchen startet. Das Vertrauen in Ärzte ist nach dieser Geschichte sicherlich erstmal erschüttert. Etwas zu kurz kommt in diesem Band auch die Fürsorglichkeit der Nachtflüsterer ihren Tieren gegenüber. Wieder sterben abertausende von Ameisen, Fischen und sonstigen Tieren bei dem Versuch, die Nachtflüsterer aus ihrer stümperhaft selbstverschuldeten misslichen Lage zu befreien. In nur einem Satz wird erwähnt, dass die Nachtflüsterer diesbezüglich etwas traurig sind. Das war in den vorherigen Bänden mit mehr Dankbarkeit für das Opfer und mehr schlechtem Gewissen deutlich tiefgründiger und mit dem pädagogischen Impuls unterlegt, die Natur wertzuschätzen. Trotz all dieser Kritik ist auch der dritte Band der Nachtflüsterer mit einer spannungsgeladenen Handlung unterlegt, die stetig vorantreibt und einen kaum das Buch aus der Hand legen lässt. Der zwischenmenschliche Konflikt zwischen den Protagonisten der Nachtflüsterer und Spin ist nachvollziehbar und auch die verschiedenen Strategien der jungen Helden, die Geschehnisse zu verarbeiten und sich gegenseitig zu stützen, sind plausibel nachgezeichnet und lassen die Charaktere wachsen. Daher gibt es auch hier mit leichten Abzügen eine absolute Kaufempfehlung.

Der dritte Band der spannenden Nachtflüsterer Reihe ist erschienen und setzt gekonnt an der Tradition der vorherigen Bände an. Allerdings werden die Charaktere diesmal nicht so umfangreich eingeführt, wie in den vorherigen beiden Bänden, so dass es etwas verwirrend sein könnte, würde man ohne Kenntnis der Vorgeschichte mit diesem dritten Band starten. Wer aber von vorne angefangen hat, trifft auf alte Bekannte und freut sich, dass deren Geschichte weiter ausgeleuchtet wird. Ansprechend ist vor allem, dass die Nebenfigur des Vampirs Spin nun im Mittelpunkt steht. Er war bisher in allen Büchern aufgetaucht, aber eher als Konterpart zur Gruppe der Nachtflüsterer, die aufgrund einer kosmischen Strahlung die Fähigkeit haben, mit Tieren zu sprechen. Elena kann mit Säugetieren sprechen, Matt mit Vögeln und Tima mit Insekten. Wieder schliddern die drei Helden ungewollt in ein Abenteuer hinein, das den Untergang ihrer Heimatstadt bedeuten würde und wieder ist es ihre besondere Verbundenheit zu den Tieren, die ihnen dabei hilft, die Katastrophe abzuwenden.

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An diesem Band ist jedoch im Gegensatz zu den vorherigen Bänden die Gefahr existenzieller und die Auswirkungen sind drastischer. Könnten die ersten beiden Bände schon von Kindern ab 10 Jahren gelesen werden, müsste der dritte Band wohl aufgrund des Umstands, dass sogar Personen sterben, erst ab 12 Jahren passend sein. Zwar gab es bei den ersten beiden Bänden schon Außerirdische, die die Welt bedroht haben, aber diesmal helfen ganz greifbare Menschen mit, bringen Kinder in Gefahr und verursachen am Ende sogar die Bedrohung der ganzen Stadt. Das Setting ist diesmal auch ausnehmend bedrohlich und sorgt bei zarten Gemütern sicher für Albträume: Zwei Ärzte täuschen den Tod von rothaarigen Kindern vor, halten sie in einer Glaskuppel unter einem See gefangen, verpassen ihnen Drogen und bereiten sie auf den Verkauf an Außerirdische als Haustiere vor. Erwachsene waren in der ganzen Nachtflüsterer-Reihe ja eher hinderlich als hilfreich und schon gar nicht fürsorglich oder warmherzig. Aber Entführung, Menschenhandel, Organhandel, etc. sind schon sehr harte Themen, die in einem Jugendbuch verarbeitet werden können und bedürfen sicherlich der begleitenden Aufarbeitung mit den Eltern. Auch wenn die Geschichte übernatürlich angelegt ist und dadurch erträglicher sein könnte, ist der Ausgangspunkt der Nachforschungen der Nachtflüsterer und Spin äußerst real und nachvollziehbar: Spin hat eine seltene Blutkrankheit, aufgrund derer für ihn das Sonnenlicht unerträglich ist und er vampirhafte Züge angenommen hat. Er unterzieht sich in einem Krankenhaus einem Blutaustausch und bekommt dort die mysteriösen Todesfälle mit, so dass er gemeinsam mit den Nachtflüsterern seine Recherchen startet. Das Vertrauen in Ärzte ist nach dieser Geschichte sicherlich erstmal erschüttert.

Etwas zu kurz kommt in diesem Band auch die Fürsorglichkeit der Nachtflüsterer ihren Tieren gegenüber. Wieder sterben abertausende von Ameisen, Fischen und sonstigen Tieren bei dem Versuch, die Nachtflüsterer aus ihrer stümperhaft selbstverschuldeten misslichen Lage zu befreien. In nur einem Satz wird erwähnt, dass die Nachtflüsterer diesbezüglich etwas traurig sind. Das war in den vorherigen Bänden mit mehr Dankbarkeit für das Opfer und mehr schlechtem Gewissen deutlich tiefgründiger und mit dem pädagogischen Impuls unterlegt, die Natur wertzuschätzen.

Trotz all dieser Kritik ist auch der dritte Band der Nachtflüsterer mit einer spannungsgeladenen Handlung unterlegt, die stetig vorantreibt und einen kaum das Buch aus der Hand legen lässt. Der zwischenmenschliche Konflikt zwischen den Protagonisten der Nachtflüsterer und Spin ist nachvollziehbar und auch die verschiedenen Strategien der jungen Helden, die Geschehnisse zu verarbeiten und sich gegenseitig zu stützen, sind plausibel nachgezeichnet und lassen die Charaktere wachsen. Daher gibt es auch hier mit leichten Abzügen eine absolute Kaufempfehlung.

geschrieben am 23.02.2020 | 569 Wörter | 3393 Zeichen

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