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S.P.U.K. - Sammler paranormaler Unregelmäßigkeiten: Die Monsterhai-Misere


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

S.P.U.K. - Sammler paranormaler Unregelmäßigkeiten: Die Monsterhai-Misere Denzel ist wieder unterwegs. Der neu gekorene Geisterjäger muss, kaum dass er überhaupt von seiner Fähigkeit, Geister zu sehen, erfahren hat und dies im ersten Band in absurd intensiver Weise ausleben musste, nunmehr in New York aufs Neue sein Können unter Beweis stellen. Doch schon der Weg dorthin ist nicht nur steinig, sondern für den Leser ziemlich rätselhaft. Eingangs ist zunächst festzustellen, dass weder Autor noch Verlag es für nötig empfunden haben, einen Leser, der erst mit diesem zweiten Band die S.p.u.k.-Lektüre beginnt, wenigstens kurz über die Ereignisse des ersten Bandes zu informieren: wer ist Denzel überhaupt? wie alt ist er? warum darf er ohne jegliche Betreuung oder ohne dass ihn jemand vermisst, mit irgendwelchen halbstarken Geisterjägern umherziehen? wer ist Schmitti? was sind Vulterons und Oberons? wer sind die handelnden Charaktere der Geisterjäger, die Schmitti und Denzel anfangs in eine Aufnahme-Mutprobe lotsen, die sich gewaschen hat? etc. etc. Wenn man den ersten Band gelesen und die doch komplexen Vorgänge noch in Erinnerung hat, dann ist dieser direkte Einstieg in den zweiten Band nur als handwerkliche Fehlleistung zu bezeichnen und wird Erstleser potentiell abschrecken. Wer sich aber noch an den ersten Band erinnert – man erfährt später im Buch, dass die Geschehnisse in der Zweigstelle der Organisation in Denzels Heimatstadt gerade einmal eine Woche her sein sollen, der wird rasch hineingezogen in eine teilweise viel zu rasante Abfolge von Ereignissen, mit denen selbst die Protagonisten nicht immer Schritt halten können. Aus irgendeinem Grund werden die Frischlinge Denzel und Schmitti in die New Yorker Dependance geschickt und das auf einem gewöhnlichen Economy-Flug. Dort angekommen bemerken sie erstaunt, dass New York quasi geisterfrei ist und nur zwei Geisterjäger in ihrem Alter auf die ganze Stadt aufpassen. Deren Teamwork ist grenzwertig, weil der Oberon Martinez ein Angsthase ist. Die Unterkunft und die technische Ausstattung sind auch merkwürdig abgewrackt, sodass nicht einmal die teilweise arg bemüht-lustigen Dialoge über die Trostlosigkeit der Situation hinweghelfen können. Aber dann geht es Schlag auf Schlag: Denzel hört zuerst Stimmen, wird später mit einem Unterwassergeisterportal, einem riesigen Hai, einem Geisterschiff, Geisternebel und noch so anderen Gruseligkeiten konfrontiert. Nach einer Weile denkt man sich, dass es nun auch einmal genügt und die Schülertruppe nicht besonders glaubwürdig den Kampf gegen Massen von Geistergestalten führt. Doch überraschenderweise nimmt die Geschichte am Ende eine richtig witzige Wendung, sodass man für manches erzählerische Geholper im Mittelteil des Buches entschädigt wird. Zudem gibt es einen Cliffhanger, der eine Fortsetzung von Denzels Abenteuern bedingt. Die Illustrationen beschränken sich abgesehen von der Titelseite auf Haifischflossen zum jeweiligen Kapitelbeginn. Mickrig. Wie auch im ersten Band stört mich die Kategorisierung als „Jungs“-Buch. Die Leserschaft wird mindestens 10 Jahre alt sein müssen, um dem rasanten Schnittwechsel der Szenen und Dialoge folgen zu können. Wozu braucht man in dem Alter noch eine Gender-Fixierung? Völlig unnötig. Was bleibt als Fazit? Das Buch bietet jugendlichen Leserinnen und Lesern eine packende Geschichte, nicht immer glaubwürdig, aber unterhaltsam. Etliche Szenen sind sehr witzig, andere sehr schematisch, wenngleich sich letzterer Eindruck natürlich bei einem erfahrenen Medienkonsument eher einstellt als bei jungen Menschen, die die Trickkiste des Autors, aus der er sich szenisch bedient, nicht so genau kennen. Die Lektüre kann nur empfohlen werden, wenn man Band 1 kennt.

Denzel ist wieder unterwegs. Der neu gekorene Geisterjäger muss, kaum dass er überhaupt von seiner Fähigkeit, Geister zu sehen, erfahren hat und dies im ersten Band in absurd intensiver Weise ausleben musste, nunmehr in New York aufs Neue sein Können unter Beweis stellen. Doch schon der Weg dorthin ist nicht nur steinig, sondern für den Leser ziemlich rätselhaft. Eingangs ist zunächst festzustellen, dass weder Autor noch Verlag es für nötig empfunden haben, einen Leser, der erst mit diesem zweiten Band die S.p.u.k.-Lektüre beginnt, wenigstens kurz über die Ereignisse des ersten Bandes zu informieren: wer ist Denzel überhaupt? wie alt ist er? warum darf er ohne jegliche Betreuung oder ohne dass ihn jemand vermisst, mit irgendwelchen halbstarken Geisterjägern umherziehen? wer ist Schmitti? was sind Vulterons und Oberons? wer sind die handelnden Charaktere der Geisterjäger, die Schmitti und Denzel anfangs in eine Aufnahme-Mutprobe lotsen, die sich gewaschen hat? etc. etc.

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Wenn man den ersten Band gelesen und die doch komplexen Vorgänge noch in Erinnerung hat, dann ist dieser direkte Einstieg in den zweiten Band nur als handwerkliche Fehlleistung zu bezeichnen und wird Erstleser potentiell abschrecken. Wer sich aber noch an den ersten Band erinnert – man erfährt später im Buch, dass die Geschehnisse in der Zweigstelle der Organisation in Denzels Heimatstadt gerade einmal eine Woche her sein sollen, der wird rasch hineingezogen in eine teilweise viel zu rasante Abfolge von Ereignissen, mit denen selbst die Protagonisten nicht immer Schritt halten können. Aus irgendeinem Grund werden die Frischlinge Denzel und Schmitti in die New Yorker Dependance geschickt und das auf einem gewöhnlichen Economy-Flug. Dort angekommen bemerken sie erstaunt, dass New York quasi geisterfrei ist und nur zwei Geisterjäger in ihrem Alter auf die ganze Stadt aufpassen. Deren Teamwork ist grenzwertig, weil der Oberon Martinez ein Angsthase ist. Die Unterkunft und die technische Ausstattung sind auch merkwürdig abgewrackt, sodass nicht einmal die teilweise arg bemüht-lustigen Dialoge über die Trostlosigkeit der Situation hinweghelfen können. Aber dann geht es Schlag auf Schlag: Denzel hört zuerst Stimmen, wird später mit einem Unterwassergeisterportal, einem riesigen Hai, einem Geisterschiff, Geisternebel und noch so anderen Gruseligkeiten konfrontiert. Nach einer Weile denkt man sich, dass es nun auch einmal genügt und die Schülertruppe nicht besonders glaubwürdig den Kampf gegen Massen von Geistergestalten führt. Doch überraschenderweise nimmt die Geschichte am Ende eine richtig witzige Wendung, sodass man für manches erzählerische Geholper im Mittelteil des Buches entschädigt wird. Zudem gibt es einen Cliffhanger, der eine Fortsetzung von Denzels Abenteuern bedingt.

Die Illustrationen beschränken sich abgesehen von der Titelseite auf Haifischflossen zum jeweiligen Kapitelbeginn. Mickrig. Wie auch im ersten Band stört mich die Kategorisierung als „Jungs“-Buch. Die Leserschaft wird mindestens 10 Jahre alt sein müssen, um dem rasanten Schnittwechsel der Szenen und Dialoge folgen zu können. Wozu braucht man in dem Alter noch eine Gender-Fixierung? Völlig unnötig.

Was bleibt als Fazit? Das Buch bietet jugendlichen Leserinnen und Lesern eine packende Geschichte, nicht immer glaubwürdig, aber unterhaltsam. Etliche Szenen sind sehr witzig, andere sehr schematisch, wenngleich sich letzterer Eindruck natürlich bei einem erfahrenen Medienkonsument eher einstellt als bei jungen Menschen, die die Trickkiste des Autors, aus der er sich szenisch bedient, nicht so genau kennen. Die Lektüre kann nur empfohlen werden, wenn man Band 1 kennt.

geschrieben am 14.05.2019 | 531 Wörter | 3131 Zeichen

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