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XQuery


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Rezension von

Marc-Florian Wendland

XQuery Viele Jahre lang wurde unter der Schirmherrschaft des W3C eine Abfragesprache für XML-Dokumente entwickelt. Heraus kam die Sprache XQuery, nach immerhin mehr als sieben Jahren Entwicklung. Zum Zeitpunkt der Drucklegung des besprochenen Buches (August 2004) lag XQuery bereits als „Last Call Working Draft“ vor. Das Buch unterteilt sich in 10 Kapitel nebst diversen Anhängen. Zunächst besprechen die Autoren kurz, woher die Motivation zur Spezifikation von XQuery kam und geben dem ungeübten Leser eine Wiederholung der XML-Basiskonzepte. Hernach wird auf das Datenmodell von XQuery und die Lokalisierung von Knoten innerhalb eines XML-Dokuments mittels Pfadausdrücken und Prädikatenlogik eingegangen. Darauf setzt ein Kapitel über das eigentliche Kernstücke von XQuery auf: dem FLOWR-Ausdruck. Zuguterletzt gehen die Autoren intensiv auf erweiterte Konzepte der FLOWR-Syntax und XQuery insbesondere ein, beleuchten die wichtigsten Funktionen in XQuery und fassen einen Ausblick auf kommende Entwicklung in den XML-Abfrage- und Aktualisierungsmöglichkeiten auf. Schöning und Lehner wissen genau wovon sie schreiben und die Tatsache, dass vieles von dem, was sie bereits zweieinhalb Jahre vor der endgültigen Erhebung zur W3C-Empfehlung für die Sprache vorhersagten, auch tatsächlich eingetroffen ist, belegt, dass sie absolute Kenner ihres Gebietes sind. Sie vermitteln dem interessierten Leser einen guten Einblick in das Konzept und die Vorgehensweise von XQuery, ohne dabei übermäßig viel vorauszusetzen. Die Einführung in die XML-Basiskonzepte hätte meines Erachtens nach ein wenig straffer abgehandelt werden können, da ein Leser der sich über XQuery informieren will, mit Sicherheit mit der XML-Landschaft vertraut ist. Knapp 40 Seiten Wiederholung erscheinen mir da doch ein wenig zu viel des Guten. Ansonsten gibt es über das Buch nur Positives zu sagen. Es ist solide geschrieben und verschafft, auch dank zahlreicher schematischer Schaubilder, einen plastischen Eindruck von XQuery. Dem streng typisiertem Datenmodell und der FLOWR-Syntax wird größtes Augenmerk zugestanden, ist sie doch der zentrale Mechanismus, wenn es um den eigentlich Vorgang der Abfrage geht. Hier hat mir sehr gut die zahlreichen in den laufenden Text eingebetteten XQuery-Snippets gefallen, die einen ersten Eindruck in das Wesen der mitunter recht komplexen Abfragen ermöglichten. Der Ausblick auf die Zeit nach XQuery war sehr informativ, zumal unter dem Gesichtspunkt, dass viele Einschätzungen der Autoren zu einer möglichen Folgeversion von XQuery 1.0 tatsächlich zugetroffen haben. Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch trotz seines Alters nicht aus der Zeit geraten ist und immer noch einen höchst aktuellen, fundierten und großflächigen Einblick in die Sprache XQuery vermittelt, wie ihn sonst wohl nur die W3C-Sprachspezifikation vorweisen kann. Die Autoren verlieren sich nicht in ermüdenden, philosophischen Besprechungen, auch wenn ich sagen muss, dass das Buch sicherlich einen gewissen Anspruch erhebt und nicht unbedingt für Jedermann als Nachttisch- oder Reiselektüre geeignet ist. Ein solides Buch, dass als Einstiegs und insbesondere als Nachschlagewerk zu gebrauchen ist.

Viele Jahre lang wurde unter der Schirmherrschaft des W3C eine Abfragesprache für XML-Dokumente entwickelt. Heraus kam die Sprache XQuery, nach immerhin mehr als sieben Jahren Entwicklung. Zum Zeitpunkt der Drucklegung des besprochenen Buches (August 2004) lag XQuery bereits als „Last Call Working Draft“ vor.

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Das Buch unterteilt sich in 10 Kapitel nebst diversen Anhängen. Zunächst besprechen die Autoren kurz, woher die Motivation zur Spezifikation von XQuery kam und geben dem ungeübten Leser eine Wiederholung der XML-Basiskonzepte.

Hernach wird auf das Datenmodell von XQuery und die Lokalisierung von Knoten innerhalb eines XML-Dokuments mittels Pfadausdrücken und Prädikatenlogik eingegangen. Darauf setzt ein Kapitel über das eigentliche Kernstücke von XQuery auf: dem FLOWR-Ausdruck. Zuguterletzt gehen die Autoren intensiv auf erweiterte Konzepte der FLOWR-Syntax und XQuery insbesondere ein, beleuchten die wichtigsten Funktionen in XQuery und fassen einen Ausblick auf kommende Entwicklung in den XML-Abfrage- und Aktualisierungsmöglichkeiten auf.

Schöning und Lehner wissen genau wovon sie schreiben und die Tatsache, dass vieles von dem, was sie bereits zweieinhalb Jahre vor der endgültigen Erhebung zur W3C-Empfehlung für die Sprache vorhersagten, auch tatsächlich eingetroffen ist, belegt, dass sie absolute Kenner ihres Gebietes sind. Sie vermitteln dem interessierten Leser einen guten Einblick in das Konzept und die Vorgehensweise von XQuery, ohne dabei übermäßig viel vorauszusetzen.

Die Einführung in die XML-Basiskonzepte hätte meines Erachtens nach ein wenig straffer abgehandelt werden können, da ein Leser der sich über XQuery informieren will, mit Sicherheit mit der XML-Landschaft vertraut ist. Knapp 40 Seiten Wiederholung erscheinen mir da doch ein wenig zu viel des Guten.

Ansonsten gibt es über das Buch nur Positives zu sagen. Es ist solide geschrieben und verschafft, auch dank zahlreicher schematischer Schaubilder, einen plastischen Eindruck von XQuery. Dem streng typisiertem Datenmodell und der FLOWR-Syntax wird größtes Augenmerk zugestanden, ist sie doch der zentrale Mechanismus, wenn es um den eigentlich Vorgang der Abfrage geht. Hier hat mir sehr gut die zahlreichen in den laufenden Text eingebetteten XQuery-Snippets gefallen, die einen ersten Eindruck in das Wesen der mitunter recht komplexen Abfragen ermöglichten.

Der Ausblick auf die Zeit nach XQuery war sehr informativ, zumal unter dem Gesichtspunkt, dass viele Einschätzungen der Autoren zu einer möglichen Folgeversion von XQuery 1.0 tatsächlich zugetroffen haben.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch trotz seines Alters nicht aus der Zeit geraten ist und immer noch einen höchst aktuellen, fundierten und großflächigen Einblick in die Sprache XQuery vermittelt, wie ihn sonst wohl nur die W3C-Sprachspezifikation vorweisen kann. Die Autoren verlieren sich nicht in ermüdenden, philosophischen Besprechungen, auch wenn ich sagen muss, dass das Buch sicherlich einen gewissen Anspruch erhebt und nicht unbedingt für Jedermann als Nachttisch- oder Reiselektüre geeignet ist. Ein solides Buch, dass als Einstiegs und insbesondere als Nachschlagewerk zu gebrauchen ist.

geschrieben am 21.02.2007 | 444 Wörter | 2738 Zeichen

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