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CSS-Praxis


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Rezension von

Marc-Florian Wendland

CSS-Praxis CSS, die kaskadierenden Stylesheets für Webseiten, ist der de facto Standard für professionelles Webdesign. Aktuell in der Version 2.1 vom W3C verabschiedet, kommt kein Webentwickler mehr an dieser einerseits trivialen, andererseits facettenreicher und ebenso komplex wie teilweise verwirrenden Technologie herum. Unterschiedliche Browserimplementierung der Standards lassen CSS für den Neueinsteiger oft wie Sodom und Gomorrha vorkommen, das kaum zu beherrschen scheint. Kai Laborenz widmet sich in des Themas in aller Ausführlichkeit. Detailliert und minutiös listet er die Unterstützung der einzelnen CSS-Artefakte in allen derzeit wichtigen (und nicht mehr so ganz wichtigen) Browsern auf und gibt Hinweise auf mögliche Browserhacks bzw. -weichen. Dabei sollte der Leser unbedingt chronologisch vorgehen und das Buch kapitelweise durcharbeiten. Einführend werden grundlegenden Konzepte wie Selektoren und Vererbung besprochen, das CSS-Boxmodel erläutert und die Verküpfung von HTML mit CSS verdeutlicht. Dem ausführlichsten Abschnitt widmet der Autor der praktischen Arbeit mit CSS – sicherlich vollkommen zu recht. Hier werden Themen wie die Positionierung mittels Floating/Positioning, Navigationsleisten mit CSS oder optisch ansprechende Formulare besprochen. Das Buch nimmt einen merkwürdigen Stellenwert ein, denn es eignet sich weder für Einsteiger noch für Fortgeschrittene, weder als Basislektüre noch als ausschließliches Nachschlagewerk. Für erstere(s) beinhaltet das Buch einfach zu viele abstrakte und verwirrende Diskussionen auf technische hohem Niveau, das ein Einsteiger nicht besitzen kann. Letztere(s) werden eher enttäuscht sein, da das Buch Abschnitte beinhaltet, mit denen Fortgeschrittene nichts anfangen können. So zum Beispiel die Seiten langen Untersuchungen realer Webseiten auf Do's-and-Dont's im modernen Webdesign oder das (nicht zu kurz geratene) Kapitel in denen Laborenz Tools für CSS auf ihre Tauglichkeit hin begutachtet. Eingedenk der Tatsache, dass sich diesem Kapitel eine 150seitige sicherlich nur temporär aktuelle Referenz der CSS 2.1-Elemente anschließt, fragt sich ein Fortgeschrittener ob er wirklich zur richtigen Literatur gegriffen habe. Vielmehr mutet das Buch wie ein Sammelsurium von Tutorials, Tools, Links und Erfahrungsbeigaben an, das der versierte Internetbenutzer sich per Internetrecherche kostenlos zusammensuchen könnte. Dies heißt nicht, dass der Autor sein Handwerk nicht versteht oder sich spärlich mit der Materie auseinander gesetzt hat. Das Boxmodell und die CSS-Grundlagen sind fundiert und kurzweilig aufbereitet, gar keine Frage! Dennoch komme ich nicht umhin zu sagen, dass das Buch um gute 300 Seiten gekürzt werden könnte, ohne an Qualität einzubüßen. Quantität ist oftmals nicht das ausschlaggebende Argument für ein propagiertes Standardwerk, welches CSS-Praxis für mein Dafürhalten keinesfalls ist. Die beigefügte CSS-Referenzkarte empfinde ich wiederum als sehr gelungen. Sie unterstützt den Entwickler tatsächlich effektiv in seiner Arbeit, da sie auf raschen Blick die Kompatibilität eines CSS-Elements mit allen wichtigen Browsern visualisiert. Fazit: Weniger ist manchmal mehr! Lieber eine konkrete Zielgruppe fokussieren, als zu versuchen alles zu bedienen. Da werden Themen oft zu oberflächlich diskutiert.

CSS, die kaskadierenden Stylesheets für Webseiten, ist der de facto Standard für professionelles Webdesign. Aktuell in der Version 2.1 vom W3C verabschiedet, kommt kein Webentwickler mehr an dieser einerseits trivialen, andererseits facettenreicher und ebenso komplex wie teilweise verwirrenden Technologie herum. Unterschiedliche Browserimplementierung der Standards lassen CSS für den Neueinsteiger oft wie Sodom und Gomorrha vorkommen, das kaum zu beherrschen scheint.

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Kai Laborenz widmet sich in des Themas in aller Ausführlichkeit. Detailliert und minutiös listet er die Unterstützung der einzelnen CSS-Artefakte in allen derzeit wichtigen (und nicht mehr so ganz wichtigen) Browsern auf und gibt Hinweise auf mögliche Browserhacks bzw. -weichen. Dabei sollte der Leser unbedingt chronologisch vorgehen und das Buch kapitelweise durcharbeiten. Einführend werden grundlegenden Konzepte wie Selektoren und Vererbung besprochen, das CSS-Boxmodel erläutert und die Verküpfung von HTML mit CSS verdeutlicht.

Dem ausführlichsten Abschnitt widmet der Autor der praktischen Arbeit mit CSS – sicherlich vollkommen zu recht. Hier werden Themen wie die Positionierung mittels Floating/Positioning, Navigationsleisten mit CSS oder optisch ansprechende Formulare besprochen.

Das Buch nimmt einen merkwürdigen Stellenwert ein, denn es eignet sich weder für Einsteiger noch für Fortgeschrittene, weder als Basislektüre noch als ausschließliches Nachschlagewerk. Für erstere(s) beinhaltet das Buch einfach zu viele abstrakte und verwirrende Diskussionen auf technische hohem Niveau, das ein Einsteiger nicht besitzen kann. Letztere(s) werden eher enttäuscht sein, da das Buch Abschnitte beinhaltet, mit denen Fortgeschrittene nichts anfangen können. So zum Beispiel die Seiten langen Untersuchungen realer Webseiten auf Do's-and-Dont's im modernen Webdesign oder das (nicht zu kurz geratene) Kapitel in denen Laborenz Tools für CSS auf ihre Tauglichkeit hin begutachtet. Eingedenk der Tatsache, dass sich diesem Kapitel eine 150seitige sicherlich nur temporär aktuelle Referenz der CSS 2.1-Elemente anschließt, fragt sich ein Fortgeschrittener ob er wirklich zur richtigen Literatur gegriffen habe. Vielmehr mutet das Buch wie ein Sammelsurium von Tutorials, Tools, Links und Erfahrungsbeigaben an, das der versierte Internetbenutzer sich per Internetrecherche kostenlos zusammensuchen könnte.

Dies heißt nicht, dass der Autor sein Handwerk nicht versteht oder sich spärlich mit der Materie auseinander gesetzt hat. Das Boxmodell und die CSS-Grundlagen sind fundiert und kurzweilig aufbereitet, gar keine Frage! Dennoch komme ich nicht umhin zu sagen, dass das Buch um gute 300 Seiten gekürzt werden könnte, ohne an Qualität einzubüßen. Quantität ist oftmals nicht das ausschlaggebende Argument für ein propagiertes Standardwerk, welches CSS-Praxis für mein Dafürhalten keinesfalls ist.

Die beigefügte CSS-Referenzkarte empfinde ich wiederum als sehr gelungen. Sie unterstützt den Entwickler tatsächlich effektiv in seiner Arbeit, da sie auf raschen Blick die Kompatibilität eines CSS-Elements mit allen wichtigen Browsern visualisiert.

Fazit: Weniger ist manchmal mehr! Lieber eine konkrete Zielgruppe fokussieren, als zu versuchen alles zu bedienen. Da werden Themen oft zu oberflächlich diskutiert.

geschrieben am 28.03.2008 | 438 Wörter | 2853 Zeichen

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