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Hier entsteht für Sie eine neue Sackgasse


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Hier entsteht für Sie eine neue Sackgasse In einem Band mit über 100 Seiten voller kurzweiliger Cartoons ermöglichen die beiden Zeichner Elias Hauck und Dominik Bauer nun auch dem buchgewohnten Fan die Lektüre ihrer Werke. Bekannt sind die beiden durch zahlreiche Strips in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sowie durch Cartoons in der Zeitschrift Titanic oder auf Spiegel Online, Rubrik SPAM. Verbreitet und kommentiert werden die Werke aber auch online, z.B. von zahlreichen Fans auf Facebook, zu denen auch Kollegen wie Ralph Ruthe zählen. Gegenüber den schon etwas länger bekannten Greser und Lenz aus der FAZ müssen sich Hauck & Bauer natürlich an den in etwa gleich alten und ähnlich beliebten Kollegen wie Ruthe oder Joscha Sauer messen lassen, die den Leser ebenfalls durch die Herausstellung des Absurden erfreuen, aber den politischen Humor seltener einsetzen – ein klarer Pluspunkt dieses Werks. Wie es in einer Sammlung von Strips und Cartoons nicht anders sein kann, finden sich auch hier humoristische Glanzstücke neben lauen Schmunzlern, wird der Leser durchaus auch zu schallendem Lachen herausgefordert aber kann bisweilen auch einmal nur müde die Augenbraue zucken. Da jeder Leser seine eigene Humorvorliebe hat, kann auch nicht anhand von Einzelbeispielen bekundet werden, welche Gags besonders gelungen sind. Mir persönlich sagt jedenfalls die zynische Beobachtung des Alltags, politisch wie unpolitisch, und der deutschen Eigenarten im Besonderen sehr zu, die in der gebotenen Kürze sowohl für ein gehässiges „Stimmt!“ als auch für ein still-peinliches Betroffensein sorgen kann. Leider ist bei den genannten „Konkurrenten“ die zeichnerische Aufmachung um ein Wesentliches besser und das ist der einzige Malus dieses Druckwerks. Wenn man sich im Internet oder in einer Zeitung / Zeitschrift einmal mit einem Cartoon befasst, mag die (bewusste?) zeichnerische Unvollkommenheit gar nicht so auffallen – in einem Buch mit über 100 Seiten tut sie dies gewaltig und stört auf Dauer. Es ist nicht so, dass man in den Bildern nicht sofort das Essentielle erkennt und die Hinleitung zum Witz erfolgt zielsicher und flüssig, aber mit zunehmender Seitenzahl würde man sich einfach eine schönere Aufmachung wünschen. Wer sich aber daran nicht stört, der soll bei diesem Buch beherzt zugreifen, man kann es ohne Probleme mehrfach durchschmökern und immer wieder in neuen Nuancen unterhalten werden. Zum Schluss meine persönlichen Favoriten: Das McDonalds-Baby, S.15, der Weinsaufer, S.21, der Greenpeace-Stand, S.33, sowie das FAZ-Abo, S.75. Also: Kaufen und Lachen!

In einem Band mit über 100 Seiten voller kurzweiliger Cartoons ermöglichen die beiden Zeichner Elias Hauck und Dominik Bauer nun auch dem buchgewohnten Fan die Lektüre ihrer Werke. Bekannt sind die beiden durch zahlreiche Strips in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sowie durch Cartoons in der Zeitschrift Titanic oder auf Spiegel Online, Rubrik SPAM. Verbreitet und kommentiert werden die Werke aber auch online, z.B. von zahlreichen Fans auf Facebook, zu denen auch Kollegen wie Ralph Ruthe zählen.

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Gegenüber den schon etwas länger bekannten Greser und Lenz aus der FAZ müssen sich Hauck & Bauer natürlich an den in etwa gleich alten und ähnlich beliebten Kollegen wie Ruthe oder Joscha Sauer messen lassen, die den Leser ebenfalls durch die Herausstellung des Absurden erfreuen, aber den politischen Humor seltener einsetzen – ein klarer Pluspunkt dieses Werks. Wie es in einer Sammlung von Strips und Cartoons nicht anders sein kann, finden sich auch hier humoristische Glanzstücke neben lauen Schmunzlern, wird der Leser durchaus auch zu schallendem Lachen herausgefordert aber kann bisweilen auch einmal nur müde die Augenbraue zucken. Da jeder Leser seine eigene Humorvorliebe hat, kann auch nicht anhand von Einzelbeispielen bekundet werden, welche Gags besonders gelungen sind. Mir persönlich sagt jedenfalls die zynische Beobachtung des Alltags, politisch wie unpolitisch, und der deutschen Eigenarten im Besonderen sehr zu, die in der gebotenen Kürze sowohl für ein gehässiges „Stimmt!“ als auch für ein still-peinliches Betroffensein sorgen kann.

Leider ist bei den genannten „Konkurrenten“ die zeichnerische Aufmachung um ein Wesentliches besser und das ist der einzige Malus dieses Druckwerks. Wenn man sich im Internet oder in einer Zeitung / Zeitschrift einmal mit einem Cartoon befasst, mag die (bewusste?) zeichnerische Unvollkommenheit gar nicht so auffallen – in einem Buch mit über 100 Seiten tut sie dies gewaltig und stört auf Dauer. Es ist nicht so, dass man in den Bildern nicht sofort das Essentielle erkennt und die Hinleitung zum Witz erfolgt zielsicher und flüssig, aber mit zunehmender Seitenzahl würde man sich einfach eine schönere Aufmachung wünschen.

Wer sich aber daran nicht stört, der soll bei diesem Buch beherzt zugreifen, man kann es ohne Probleme mehrfach durchschmökern und immer wieder in neuen Nuancen unterhalten werden. Zum Schluss meine persönlichen Favoriten: Das McDonalds-Baby, S.15, der Weinsaufer, S.21, der Greenpeace-Stand, S.33, sowie das FAZ-Abo, S.75.

Also: Kaufen und Lachen!

geschrieben am 04.09.2010 | 377 Wörter | 2165 Zeichen

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