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Newsfeeds mit RSS und Atom


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Informationen zum Buch
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  Extras

Rezension von

Marc-Florian Wendland

Newsfeeds mit RSS und Atom Ein Buch über Newsfeeds? Dazu gibt es doch genug kostenlose Quellen im Internet! Genau das habe ich auch gedacht, als ich das Buch im Regal stehen sah. Dennoch entschied ich mich, es zu lesen. Zum einen weil ich selber kaum Kenntnisse über die Thematik besaß und zum anderen, weil der Autor kein Informatiker ist und ich damit hoffte, tiefer in die eigentliche Thematik und Problematik der Newsfeeds und deren verschiedene Versionen eintauchen zu können. Was ich amüsant fand war, dass der Autor im ersten Satz sich die selbe Frage stellte. Als Antwort lieferte er eben jene Argumente, die ich mir im Stillen erhoffte: Vergleich der verschiedenen Formate, Überblick über die Elemente und systematische Einführung in den Themenkomplex. Das Buch ist in fünf aufeinander querverweisende Teile gegliedert. Einführung in die Newsfeeds und deren Nutzung anhand von Szenarien, RSS 2.0, RSS 1.0 und RSS 1.1 und Atom. Als letztes liefert der Autor eine Referenz der verschiedenen XML-Vokabulare, dessen Komplexität und Überschaubarkeit sicherlich im Netz seinesgleichen sucht. Die Einführung in die Newsfeeds, deren mögliche Verwendungsszenarien, sowie die Versionshistorie ist fundiert zusammengetragen und wird durch zahlreiche Weblinks komplettiert. Gerade wenn es um die Zusammenhänge der Newsfeeds im aktuellen und zukünftigen Kontext des Internets geht, zeigt sich das umfassende Wissen Wittenbrinks. Er sieht die Technik nicht mit den Augen des Softwareentwicklers sondern legt uns die Verwendung von RSS, Atom & Co. auch unter sozialkommunikativen Aspekten dar. Hingegen können Informatiker die ausführlichen Beschreibungen über XML, XHTML, HTML getrost überspringen. Sehr gelungen sind meines Erachtens die aussagekräftigen Definitionen der Bestandteile von RSS und Atom. Gekoppelt mit dem Referenzteil bleibt hier wirklich kein Wunsch offen. So geht der Autor zum Beispiel auf die verschiedenen Verwendungen des RSS-Elements Description und grenzt es gleichzeitig gegen die Atom-Bauteile Content und Summary ab. Es werden stets Querverbindungen zwischen den Formaten aufgebaut, die es dem Leser ermöglichen, sich rasch einen Überblick über das für ihn passende Format zu machen. Dies unterstützt Wittenbrink, in dem er uns die Schwächen und Stärken der verschiedenen Spezifikationen aufzeigt. Ein sehr interessanter Exkurs über RDF und den Überlegungen, aus denen Atom entstand, runden dieses Buch gekonnt ab. Die Schreibstil Wittenbrinks ist recht einfach gehalten. Er vermeidet weites gehend komplizierte technische Detailbenennungen. Besonders Nicht-Informatiker werden es dem Autor danken. Einige Absätze und Erklärungen sind deshalb jedoch nicht so aussagekräftig und leicht verständlich, wie der Autor dies sicherlich ersonnen hatte. Hier hätte Wittenbrink besser auf treffendere (englischsprachige) Fachbegriffe zurückgreifen sollen. Die Typografie des Buches gefällt mir gut – was bei einigen Galileo Büchern nicht der Fall ist. Das Schriftbild wirkt ruhig und leserfreundlich. Fazit: Heinz Wittenbrinks Buch brilliert durch ein enormes Hintergrundwissen seitens des Autors, das es seinen Lesern ermöglicht sich umfassend und fundiert eigene Überlegungen und konzeptionelle Gedanken über die Gesamtthematik und das von ihm favorisierte Format machen zu können. Für Leser, die sich erhoffen eine Einführung oder Hilfestellungen für die Programmierung von Newsfeeds mittels bekannter Webprogrammiersprachen wie PHP oder ASP.NET zu erhalten, kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Möchte man sich jedoch wissenschaftlich über das Thema belesen, so wird man an Wittenbrinks Buch nicht vorbeikommen.

Ein Buch über Newsfeeds? Dazu gibt es doch genug kostenlose Quellen im Internet!

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Genau das habe ich auch gedacht, als ich das Buch im Regal stehen sah. Dennoch entschied ich mich, es zu lesen. Zum einen weil ich selber kaum Kenntnisse über die Thematik besaß und zum anderen, weil der Autor kein Informatiker ist und ich damit hoffte, tiefer in die eigentliche Thematik und Problematik der Newsfeeds und deren verschiedene Versionen eintauchen zu können.

Was ich amüsant fand war, dass der Autor im ersten Satz sich die selbe Frage stellte. Als Antwort lieferte er eben jene Argumente, die ich mir im Stillen erhoffte: Vergleich der verschiedenen Formate, Überblick über die Elemente und systematische Einführung in den Themenkomplex.

Das Buch ist in fünf aufeinander querverweisende Teile gegliedert. Einführung in die Newsfeeds und deren Nutzung anhand von Szenarien, RSS 2.0, RSS 1.0 und RSS 1.1 und Atom. Als letztes liefert der Autor eine Referenz der verschiedenen XML-Vokabulare, dessen Komplexität und Überschaubarkeit sicherlich im Netz seinesgleichen sucht.

Die Einführung in die Newsfeeds, deren mögliche Verwendungsszenarien, sowie die Versionshistorie ist fundiert zusammengetragen und wird durch zahlreiche Weblinks komplettiert. Gerade wenn es um die Zusammenhänge der Newsfeeds im aktuellen und zukünftigen Kontext des Internets geht, zeigt sich das umfassende Wissen Wittenbrinks. Er sieht die Technik nicht mit den Augen des Softwareentwicklers sondern legt uns die Verwendung von RSS, Atom & Co. auch unter sozialkommunikativen Aspekten dar. Hingegen können Informatiker die ausführlichen Beschreibungen über XML, XHTML, HTML getrost überspringen.

Sehr gelungen sind meines Erachtens die aussagekräftigen Definitionen der Bestandteile von RSS und Atom. Gekoppelt mit dem Referenzteil bleibt hier wirklich kein Wunsch offen. So geht der Autor zum Beispiel auf die verschiedenen Verwendungen des RSS-Elements Description und grenzt es gleichzeitig gegen die Atom-Bauteile Content und Summary ab. Es werden stets Querverbindungen zwischen den Formaten aufgebaut, die es dem Leser ermöglichen, sich rasch einen Überblick über das für ihn passende Format zu machen. Dies unterstützt Wittenbrink, in dem er uns die Schwächen und Stärken der verschiedenen Spezifikationen aufzeigt. Ein sehr interessanter Exkurs über RDF und den Überlegungen, aus denen Atom entstand, runden dieses Buch gekonnt ab.

Die Schreibstil Wittenbrinks ist recht einfach gehalten. Er vermeidet weites gehend komplizierte technische Detailbenennungen. Besonders Nicht-Informatiker werden es dem Autor danken. Einige Absätze und Erklärungen sind deshalb jedoch nicht so aussagekräftig und leicht verständlich, wie der Autor dies sicherlich ersonnen hatte. Hier hätte Wittenbrink besser auf treffendere (englischsprachige) Fachbegriffe zurückgreifen sollen. Die Typografie des Buches gefällt mir gut – was bei einigen Galileo Büchern nicht der Fall ist. Das Schriftbild wirkt ruhig und leserfreundlich.

Fazit: Heinz Wittenbrinks Buch brilliert durch ein enormes Hintergrundwissen seitens des Autors, das es seinen Lesern ermöglicht sich umfassend und fundiert eigene Überlegungen und konzeptionelle Gedanken über die Gesamtthematik und das von ihm favorisierte Format machen zu können. Für Leser, die sich erhoffen eine Einführung oder Hilfestellungen für die Programmierung von Newsfeeds mittels bekannter Webprogrammiersprachen wie PHP oder ASP.NET zu erhalten, kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Möchte man sich jedoch wissenschaftlich über das Thema belesen, so wird man an Wittenbrinks Buch nicht vorbeikommen.

geschrieben am 05.12.2005 | 506 Wörter | 3096 Zeichen

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