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Psychosomatik ist die Art und Weise wie wir alle funktionieren


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Rezension von

Ragan Tanger

Psychosomatik ist die Art und Weise wie wir alle funktionieren Vertane Chance Ach, wie schade. Da sagt der Titel mit samt seinem schönen Untertitel alles aus und dann macht der Inhalt doch wieder den Großteil zunichte. Worum geht es? Der Psychologe Matthias Ennenbach berichtet aus eigener Praxis über das Phänomen Psychosomatik. Wie der Untertitel vermuten lässt, kommt hier endlich mal wieder einer auf die Idee ein Plädoyer gegen die cartesianische Trennung zu schreiben. Ein notwendiges, logisches und natürliches Statement. Zuletzt gut gesehen bei Gerhards Studio-Bewegung und schon lange assimiliert in Klassikern wie Krankheit als Weg oder der Körpersprache. Die weniger als 100 Seiten laden also zu einer rühmlichen Novelle ein, in der der modernen Medizin mal wieder der Garaus gemacht werden sollte. Leider passiert genau das Gegenteil. Ennenbach bemüht im Grunde nur die Neurowissenschaften, um im Gehirn Areale aufzuzeigen, in denen multiple Persönlichkeiten, das eigene Ich und andere vom Gehirn geschaffene Konstrukte sitzen sollen. O weia. Das hätte man gar nicht für möglich gehalten, dass das Buch noch in die Ecke abdriftet, in der die Moderne sich nun eingelullt hat. Im Labor für Gehirnwindungen, in dem die natürliche Wirkweise der Lebewesen noch unangenehmer seziert und noch fataler interpretiert wird. Das Wissen im Bauch, das Fühlen im Herz und die Einheit des Leibes: in dem Buch leider nur rudimentär vorhanden. Für wen ist es geeignet? Für diejenigen, die weiter Cartesianer bleiben wollen und in Anbetracht diesen Irrsinns selbigen ein wenig zu schmälern versuchen, indem sie die Gehirnwissenschaften bemühen. Ergo, für den modernen Patienten. Für alle anderen gilt: es reicht einzig und allein den Titel zu lesen und zu verstehen. Immerhin, auch das ist eine Leistung.

Vertane Chance

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Ach, wie schade. Da sagt der Titel mit samt seinem schönen Untertitel alles aus und dann macht der Inhalt doch wieder den Großteil zunichte. Worum geht es? Der Psychologe Matthias Ennenbach berichtet aus eigener Praxis über das Phänomen Psychosomatik. Wie der Untertitel vermuten lässt, kommt hier endlich mal wieder einer auf die Idee ein Plädoyer gegen die cartesianische Trennung zu schreiben. Ein notwendiges, logisches und natürliches Statement. Zuletzt gut gesehen bei Gerhards Studio-Bewegung und schon lange assimiliert in Klassikern wie Krankheit als Weg oder der Körpersprache. Die weniger als 100 Seiten laden also zu einer rühmlichen Novelle ein, in der der modernen Medizin mal wieder der Garaus gemacht werden sollte.

Leider passiert genau das Gegenteil. Ennenbach bemüht im Grunde nur die Neurowissenschaften, um im Gehirn Areale aufzuzeigen, in denen multiple Persönlichkeiten, das eigene Ich und andere vom Gehirn geschaffene Konstrukte sitzen sollen. O weia. Das hätte man gar nicht für möglich gehalten, dass das Buch noch in die Ecke abdriftet, in der die Moderne sich nun eingelullt hat. Im Labor für Gehirnwindungen, in dem die natürliche Wirkweise der Lebewesen noch unangenehmer seziert und noch fataler interpretiert wird. Das Wissen im Bauch, das Fühlen im Herz und die Einheit des Leibes: in dem Buch leider nur rudimentär vorhanden. Für wen ist es geeignet? Für diejenigen, die weiter Cartesianer bleiben wollen und in Anbetracht diesen Irrsinns selbigen ein wenig zu schmälern versuchen, indem sie die Gehirnwissenschaften bemühen. Ergo, für den modernen Patienten. Für alle anderen gilt: es reicht einzig und allein den Titel zu lesen und zu verstehen. Immerhin, auch das ist eine Leistung.

geschrieben am 08.06.2015 | 264 Wörter | 1472 Zeichen

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