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Fotografie al dente: Der Baum – Bäume beeindruckend fotografieren


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Rezension von

Adrian Witt

Der Baum – Bäume beeindruckend fotografieren Ob nun als Yggdrasil, der Weltenbaum in der nordischen Mythologie oder Irminsul, ein Heiligtum der Sachsen im Frühmittelalter – von allen Lebewesen, die die Natur hervorgebracht hat, üben Bäume seit Jahrtausenden eine ungebrochene Faszination auf uns Menschen aus. Einst vor Generationen gekeimt, von Wind und Wetter gezeichnet, sind sie im Laufe der Geschichte jedoch nicht nur als Heiligtümer mythischer Kultstätten verehrt worden, sondern erregten gerade als Veteranen längst vergangener Zeiten immer wieder unser Interesse. Ihre majestätische Erscheinung sowie ihr alljährliches Farbenspiel trugen maßgeblich dazu bei, dass Bäume in den unterschiedlichsten Epochen von Kunst und Literatur als Themenmotiv immer wieder aufgegriffen wurden und schließlich auch als Genre in der Fotografie der Moderne auftauchen. Denn Bäume prägen unsere Landschaft, genauso wie auch unsere Mythologie. Sie sind fantastische Motive für all jene Fotografen, die nicht nur leblose Oberflächen, sondern das Leben in all seiner Größe und Herrlichkeit in berührenden Bildern für die Ewigkeit festhalten möchten. Mit der Veröffentlichung des Buches „Der Baum – Bäume beeindruckend fotografieren“ von Charlie Dombrow im Franzis Verlag erfährt der Leser auf 224 umfangreich bildeten und ebenso informativ gestalteten Seiten einen Überblick darüber, was es beim Fotografieren von Bäumen zu beachten gilt, wie man Bäume eindrucksvoll für die Nachwelt festhält und wie man beeindruckende Motive findet. Nach einer anfänglichen Ausführung über die besondere Bedeutung von Bäumen für die menschliche Zivilisation, unserer evolutionären Entwicklung, unserer Geschichte und unserem heutigen Dasein, widmet sich das erste große Kapitel des Buches dem Rüstzeug für Baumporträtisten. Schließlich sind zumindest kleinere Fußmärsche erforderlich, um zu einem verheißungsvollen Motiv zu gelangen. So erfährt der Leser wichtiges Basiswissen über die benötigte technische Grundausstattung, korrekt mit diversen Lichtquellen zu arbeiten und hilfreiche App-Funktionen für die eigene Arbeit als Fotograf zu nutzen. Daneben informiert das nachfolgende Kapitel über die richtigen Kameraeinstellungen und gibt zudem nützliche Tipps zur individuellen Bildgestaltung. Im vierten Kapitel, das den Wald- und Wiesenbäumen gewidmet ist, geht es schließlich um die Motivjagd, wobei sich der Autor auch hier bei der geschichtlichen Entwicklung ansetzt. Angefangen bei den deutschen Urwäldern in grauer Vorzeit, deren Veränderungen durch die letzte Eiszeit und allmählichem Eingriff durch den Menschen bis hin zu den stummen Riesen, die dem Kahlschlag des 18. und 19. Jahrhunderts entkommen sind und heute auf Privatgrund oder in Städten, Parks und Gärten eine Vorstellung einstiger Waldpracht geben. Im fünften Kapitel, dem Arboretum, wird dagegen auf rund 30 Seiten Baumkunde betrieben. Denn neben der plantagenartigen Monokultur deutscher Nadelwälder, finden sich noch zahlreiche Baumriesen, die der Fortwirtschaft noch nicht zum Opfer gefallen sind und es wohl auch nie werden. Zu ihnen gehören alte Steuobstwiesen und mächtige Kastanien, Mammutbäume, die erst im frühen 19. Jahrhundert gepflanzt wurden, wie auch uralte Buchen, Weiden, Linden und Eichen. Das sechste Kapitel widmet sich eben jenen uralten Riesen näher, wobei Charlie Dombrow nicht nur fachliche Hintergründe und Informationen liefert, sondern auch passendes Bildmaterial mit den dazugehörigen Einstellungen. Im siebten und achten Kapitel vollzieht der Autor schließlich einen Perspektivwechsel, wobei nicht länger der Baum als großes Ganzes fotografiert werden möchte, sondern besondere Details, die man so an anderen Bäumen vielleicht nicht findet und ein gewöhnlich erscheinendes Gehölz zu etwas ganz Besonderes werden lässt. Weiterführende Kapitel zum Thema Akt im Walde, die digitale Aufbereitung der eigenen Aufnahmen sowie ein abschließender Reiseführer über ganz besondere Baummotive, die sich im deutschen Raum finden lassen, runden das Buch ab. Obwohl das Fotografieren von Bäumen nicht bei jedem Fotografen das Herz höher schlagen lässt, gelingt es dem Autoren Charlie Dombrow mit seiner Fotoschule „Der Baum – Bäume beeindruckend fotografieren“ die wohl ältesten Lebewesen unseres Planeten als Fotomotiv zu entdecken. Mit vielen nützlichen Hinweisen und Tricks, der umfangreichen Bebilderung sowie der schier unbegrenzten Vielfalt an Perspektiven, die im Buch dargeboten werden, motiviert, inspiriert und animiert der Autor seine Leser zum Selbstversuch und bewirkt bei diesen zudem, die Bäume und damit auch die Wälder mit ganz anderen Augen zu sehen.

Ob nun als Yggdrasil, der Weltenbaum in der nordischen Mythologie oder Irminsul, ein Heiligtum der Sachsen im Frühmittelalter – von allen Lebewesen, die die Natur hervorgebracht hat, üben Bäume seit Jahrtausenden eine ungebrochene Faszination auf uns Menschen aus. Einst vor Generationen gekeimt, von Wind und Wetter gezeichnet, sind sie im Laufe der Geschichte jedoch nicht nur als Heiligtümer mythischer Kultstätten verehrt worden, sondern erregten gerade als Veteranen längst vergangener Zeiten immer wieder unser Interesse.

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Ihre majestätische Erscheinung sowie ihr alljährliches Farbenspiel trugen maßgeblich dazu bei, dass Bäume in den unterschiedlichsten Epochen von Kunst und Literatur als Themenmotiv immer wieder aufgegriffen wurden und schließlich auch als Genre in der Fotografie der Moderne auftauchen. Denn Bäume prägen unsere Landschaft, genauso wie auch unsere Mythologie. Sie sind fantastische Motive für all jene Fotografen, die nicht nur leblose Oberflächen, sondern das Leben in all seiner Größe und Herrlichkeit in berührenden Bildern für die Ewigkeit festhalten möchten.

Mit der Veröffentlichung des Buches „Der Baum – Bäume beeindruckend fotografieren“ von Charlie Dombrow im Franzis Verlag erfährt der Leser auf 224 umfangreich bildeten und ebenso informativ gestalteten Seiten einen Überblick darüber, was es beim Fotografieren von Bäumen zu beachten gilt, wie man Bäume eindrucksvoll für die Nachwelt festhält und wie man beeindruckende Motive findet. Nach einer anfänglichen Ausführung über die besondere Bedeutung von Bäumen für die menschliche Zivilisation, unserer evolutionären Entwicklung, unserer Geschichte und unserem heutigen Dasein, widmet sich das erste große Kapitel des Buches dem Rüstzeug für Baumporträtisten. Schließlich sind zumindest kleinere Fußmärsche erforderlich, um zu einem verheißungsvollen Motiv zu gelangen. So erfährt der Leser wichtiges Basiswissen über die benötigte technische Grundausstattung, korrekt mit diversen Lichtquellen zu arbeiten und hilfreiche App-Funktionen für die eigene Arbeit als Fotograf zu nutzen. Daneben informiert das nachfolgende Kapitel über die richtigen Kameraeinstellungen und gibt zudem nützliche Tipps zur individuellen Bildgestaltung. Im vierten Kapitel, das den Wald- und Wiesenbäumen gewidmet ist, geht es schließlich um die Motivjagd, wobei sich der Autor auch hier bei der geschichtlichen Entwicklung ansetzt. Angefangen bei den deutschen Urwäldern in grauer Vorzeit, deren Veränderungen durch die letzte Eiszeit und allmählichem Eingriff durch den Menschen bis hin zu den stummen Riesen, die dem Kahlschlag des 18. und 19. Jahrhunderts entkommen sind und heute auf Privatgrund oder in Städten, Parks und Gärten eine Vorstellung einstiger Waldpracht geben. Im fünften Kapitel, dem Arboretum, wird dagegen auf rund 30 Seiten Baumkunde betrieben. Denn neben der plantagenartigen Monokultur deutscher Nadelwälder, finden sich noch zahlreiche Baumriesen, die der Fortwirtschaft noch nicht zum Opfer gefallen sind und es wohl auch nie werden. Zu ihnen gehören alte Steuobstwiesen und mächtige Kastanien, Mammutbäume, die erst im frühen 19. Jahrhundert gepflanzt wurden, wie auch uralte Buchen, Weiden, Linden und Eichen. Das sechste Kapitel widmet sich eben jenen uralten Riesen näher, wobei Charlie Dombrow nicht nur fachliche Hintergründe und Informationen liefert, sondern auch passendes Bildmaterial mit den dazugehörigen Einstellungen. Im siebten und achten Kapitel vollzieht der Autor schließlich einen Perspektivwechsel, wobei nicht länger der Baum als großes Ganzes fotografiert werden möchte, sondern besondere Details, die man so an anderen Bäumen vielleicht nicht findet und ein gewöhnlich erscheinendes Gehölz zu etwas ganz Besonderes werden lässt. Weiterführende Kapitel zum Thema Akt im Walde, die digitale Aufbereitung der eigenen Aufnahmen sowie ein abschließender Reiseführer über ganz besondere Baummotive, die sich im deutschen Raum finden lassen, runden das Buch ab.

Obwohl das Fotografieren von Bäumen nicht bei jedem Fotografen das Herz höher schlagen lässt, gelingt es dem Autoren Charlie Dombrow mit seiner Fotoschule „Der Baum – Bäume beeindruckend fotografieren“ die wohl ältesten Lebewesen unseres Planeten als Fotomotiv zu entdecken. Mit vielen nützlichen Hinweisen und Tricks, der umfangreichen Bebilderung sowie der schier unbegrenzten Vielfalt an Perspektiven, die im Buch dargeboten werden, motiviert, inspiriert und animiert der Autor seine Leser zum Selbstversuch und bewirkt bei diesen zudem, die Bäume und damit auch die Wälder mit ganz anderen Augen zu sehen.

geschrieben am 03.01.2016 | 636 Wörter | 3947 Zeichen

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