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Augustus - Aufr?hrer, Herrscher, Heiland


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Rezension von

Adrian Witt

Augustus - Aufr?hrer, Herrscher, Heiland Augustus geh?rt ohne Zweifel zu den bedeutendsten und einflussreichsten Gestalten der Geschichte. Als Begr?nder des Prinzipats und erster r?mischer Kaiser leitete er eine Epoche des relativen Friedens und der Stabilit?t ein, die als Pax Romana rund 250 Jahre anhalten sollte. Seine Herrschaft markiert nicht nur den ?bergang von der R?mischen Republik zum R?mischen Kaiserreich, sondern ver?nderte auch die politische Struktur des R?mischen Reichs grundlegend. Als Gaius Octavius, der sp?tere Augustus, im Jahr 63. v. Chr. geboren wurde, befand sich die R?mische Republik bereits in einer tiefgreifenden Krise. Die einst stabile Ordnung aus Senat, Volksversammlung und einem fein austarierten Gef?ge der politischen Machtbalance war zunehmend von f?rchterlicher Gewalt, Korruption und innerer Zerr?ttung unterwandert. Rivalisierende Adelsfamilien, Volkstribune und ehrgeizige Feldherren k?mpften l?ngst nicht mehr nur um politische Einflussbereiche, sondern um die ungeteilte Herrschaft ?ber Rom. Blutige B?rgerkriege und politische Morde ersch?tterten die Grundfesten eines Gemeinwesens, das ? der Sage nach ? bereits im Jahr 753 v. Chr. gegr?ndet wurde. Diese Phase der Unruhe nahm ihren Anfang mit den Reformen und Machtk?mpfen des Gaius Marius, setzte sich fort in der blutigen Diktatur des Lucius Cornelius Sulla und kulminierte schlie?lich in den Triumviraten um Gnaeus Pompeius Magnus (Pompeius) und Marcus Licinius Crassus. Den H?hepunkt erreichte die Krise allerdings mit Gaius Julius Caesar ? jenem Feldherrn, der die Republik nicht formell abschaffte, sie aber faktisch in sein pers?nliches Machtinstrument verwandelte, als er sich nach dem Sieg ?ber seine Rivalen zum Diktator auf Lebenszeit ernennen lie?. Die Ermordung Caesars im Jahr 44 v. Chr. markiert nicht das Ende der republikanischen Krise, sondern ihren gef?hrlichen H?hepunkt. In entstandenen Machtvakuum entbrannte ein weiterer B?rgerkrieg ? diesmal zwischen den Anh?ngern Caesars und den Verschw?rern, die sich als Verteidiger der Republik sahen. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung stand ein kaum zwanzigj?hriger Mann: Octavian, der Gro?neffe Caesars und testamentarisch adoptierter Sohn. Noch unerfahren und scheinbar politisch unbedeutend, trat er aus dem Schatten seines ?berm?chtigen Vorg?ngers und erwies sich rasch als weit geschickter und kompromissloserer Machtpolitiker, als es viele seiner Zeitzeugen erwartet hatten. Sein Aufstieg, sein politisches Kalk?l und sein Wirken als Gestalter eines neuen r?mischen Herrschaftssystems stehen im Mittelpunkt der k?rzlich im C.H.Beck Verlag erschienenen Biographie ?Augustus: Anf?hrer - Herrscher - Gott? (ISIN: 978-3-406-81487-7) des Autoren Werner Dahlheim, emeritierter Professor f?r Alte Geschichte. Gegliedert in 15 Kapitel, die zusammen 448 Seiten umfassen, entwirft Werner Dahlheim ein eindrucksvolles Panorama jener Jahrzehnte zwischen 44 v. Chr. und 14 n. Chr., die von zeitgen?ssischen Beobachtern als Zeitalter des Schreckens wie auch als Beginn neuer Hoffnung empfunden wurden. Er zeichnet nicht nur den Weg Octavians nach ? von den unsicheren ersten Schritten im politischen Machtkampf ?ber die wechselhaften Allianzen des Zweiten Triumvirats bis hin zu seinem endg?ltigen Sieg bei Actium ?, sondern bettet diese Ereignisse auch in die tieferen Strukturen einer Welt ein, deren alte Ordnung unwiderruflich zerbrochen war. Besonders eindrucksvoll gelingt es Dahlheim die Darstellung des moralischen und emotionalen Klimas dieser Epoche: einer Zeit, die von abgr?ndiger Gemeinheit ebenso gepr?gt war wie von herausragender Loyalit?t, von uns?glichem Leid ebenso wie von der Hoffnung auf l?ngst verloren geglaubtes Gl?ck. Die B?rgerkriege forderten Abertausende von Opfern, w?hrend Opportunismus, Macht- und Geldgier sowie skrupellose Gewalt das republikanische System zusammenbrechen lie?en. Dennoch schufen gerade diese Extremerfahrungen die Grundlage f?r die Akzeptanz eines neuen politischen Modells. Dahlheim zeigt in gro?er Klarheit, wie sehr die Sehnsucht nach Frieden und Stabilit?t den Aufstieg des jungen Octavian beg?nstigte ? und wie geschickt dieser es verstand, seine eigenen Interessen mit dem Bed?rfnis der Bev?lkerung nach Ordnung zu verbinden. Im Mittelpunkt des Buches steht nicht nur der politische Werdegang des sp?teren Augustus, sondern auch die kulturelle und symbolische Macht, die sein Herrschaftsprogramm begleitete. Dahlheim arbeitet heraus, wie Dichter, Bildhauer und Baumeister das Bild des neuen Princeps formten: Ovid, Vergil, Horaz und viele andere trugen entscheidend dazu bei, Augustus als Wohlt?ter, Friedensstifter und Begr?nder einer neuen goldenen ?ra darzustellen. Ebenso zeigt der Autor, wie die Monumentalarchitektur ? von den Foren bis zum Mausoleum ? das Bild eines Herrschers pr?gte, der seine Macht nicht durch offene Tyrannei, sondern durch subtile Inszenierung stabilisierte. Ein weiterer Schwerpunkt der Biographie liegt auf den milit?rischen Leistungen des Augustus. Mit gro?er Sachkenntnis beschreibt Dahlheim die Feldz?ge an den R?ndern des Reiches, die Expansion nach Arabien, die Vorst??e nach Germanien sowie die Konsolidierung der r?mischen Pr?senz in Spanien und entlang der Donau. Er zeigt, wie Augustus die traumatisierten Armeen des B?rgerkrieges in professionelle Streitkr?fte verwandelte, die eine bis dahin ungekannte territoriale Ausdehnung erm?glichten. Das Ergebnis war ein Imperium, das vom Atlantik bis zum Euphrat, vom Nil bis zum Rhein reichte und f?r Jahrhunderte Bestand hatte. Zum Schluss widmet sich Dahlheim ausf?hrlich der religi?sen und ideologischen Dimension von Augustus? Herrschaft. Er erl?utert, wie der Princeps in den Augen vieler Zeitgenossen den Status eines g?ttlich legitimierten Herrschers erlangte ? nicht im Sinne einer willk?rlichen Verg?ttlichung, sondern als Ausdruck tiefer kultureller und politischer Transformationsprozesse. Besonders bemerkenswert sind auch die Hinweis Dahlheims, dass sogar fr?he Christen Augustus r?ckblickend als jenen Herrscher betrachteten, unter dessen Pax Romana die Voraussetzungen f?r die Ausbreitung ihrer Botschaft und ihres Glaubens geschaffen wurden. Insgesamt zeigt die Biographie von Werner Dahlheim ein eindrucksvolles, facettenreiches Bild des Augustus: nicht als makellosen Heilsbringer, aber auch nicht als blo?en Machtpolitiker. Vielmehr als eine historische Pers?nlichkeit, deren Wirken sich nur in der Spannung zwischen Gewalt und Ordnung, pers?nlicher Ambition und politischer Notwendigkeit, strategischem Kalk?l und ideologischer Vision vollst?ndig erfassen l?sst. Seine Darstellung zeichnet sich durch gro?e erz?hlerische Kraft, analytische Sch?rfe und ein tiefes Verst?ndnis der politischen Kultur Roms aus. Mit der Ver?ffentlichung der Publikation ?Augustus: Anf?hrer - Herrscher - Gott? des Autoren Werner Dahlheim ist im C.H.Beck Verlag ein erstklassiges Portr?t eines der schillerndsten Pers?nlichkeiten der Weltgeschichte erschienen. In souver?ner Verbindung aus wissenschaftlich fundierter Pr?zision und erz?hlerischer Kraft zeichnet der Autor das facettenreiche Leben des ersten r?mischen Kaisers nach ? vom jungen Machtstrategen bis zum Begr?nder einer neuen Weltordnung. Die Biographie ?berzeugt nicht nur durch tiefgr?ndige Analyse, sondern auch durch seinen historischen Weitblick, der Augustus in den gr??eren Kontext r?mischer wie universalgeschichtlicher Entwicklungen stellt. Eine fesselnde Lekt?re f?r alle interessierten Leser, die antike Geschichte in ihrer ganzen politischen, kulturellen und menschlichen Dimension begreifen wollen.

Augustus geh?rt ohne Zweifel zu den bedeutendsten und einflussreichsten Gestalten der Geschichte. Als Begr?nder des Prinzipats und erster r?mischer Kaiser leitete er eine Epoche des relativen Friedens und der Stabilit?t ein, die als Pax Romana rund 250 Jahre anhalten sollte. Seine Herrschaft markiert nicht nur den ?bergang von der R?mischen Republik zum R?mischen Kaiserreich, sondern ver?nderte auch die politische Struktur des R?mischen Reichs grundlegend.

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Als Gaius Octavius, der sp?tere Augustus, im Jahr 63. v. Chr. geboren wurde, befand sich die R?mische Republik bereits in einer tiefgreifenden Krise. Die einst stabile Ordnung aus Senat, Volksversammlung und einem fein austarierten Gef?ge der politischen Machtbalance war zunehmend von f?rchterlicher Gewalt, Korruption und innerer Zerr?ttung unterwandert. Rivalisierende Adelsfamilien, Volkstribune und ehrgeizige Feldherren k?mpften l?ngst nicht mehr nur um politische Einflussbereiche, sondern um die ungeteilte Herrschaft ?ber Rom. Blutige B?rgerkriege und politische Morde ersch?tterten die Grundfesten eines Gemeinwesens, das ? der Sage nach ? bereits im Jahr 753 v. Chr. gegr?ndet wurde. Diese Phase der Unruhe nahm ihren Anfang mit den Reformen und Machtk?mpfen des Gaius Marius, setzte sich fort in der blutigen Diktatur des Lucius Cornelius Sulla und kulminierte schlie?lich in den Triumviraten um Gnaeus Pompeius Magnus (Pompeius) und Marcus Licinius Crassus. Den H?hepunkt erreichte die Krise allerdings mit Gaius Julius Caesar ? jenem Feldherrn, der die Republik nicht formell abschaffte, sie aber faktisch in sein pers?nliches Machtinstrument verwandelte, als er sich nach dem Sieg ?ber seine Rivalen zum Diktator auf Lebenszeit ernennen lie?.

Die Ermordung Caesars im Jahr 44 v. Chr. markiert nicht das Ende der republikanischen Krise, sondern ihren gef?hrlichen H?hepunkt. In entstandenen Machtvakuum entbrannte ein weiterer B?rgerkrieg ? diesmal zwischen den Anh?ngern Caesars und den Verschw?rern, die sich als Verteidiger der Republik sahen. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung stand ein kaum zwanzigj?hriger Mann: Octavian, der Gro?neffe Caesars und testamentarisch adoptierter Sohn. Noch unerfahren und scheinbar politisch unbedeutend, trat er aus dem Schatten seines ?berm?chtigen Vorg?ngers und erwies sich rasch als weit geschickter und kompromissloserer Machtpolitiker, als es viele seiner Zeitzeugen erwartet hatten. Sein Aufstieg, sein politisches Kalk?l und sein Wirken als Gestalter eines neuen r?mischen Herrschaftssystems stehen im Mittelpunkt der k?rzlich im C.H.Beck Verlag erschienenen Biographie ?Augustus: Anf?hrer - Herrscher - Gott? (ISIN: 978-3-406-81487-7) des Autoren Werner Dahlheim, emeritierter Professor f?r Alte Geschichte. Gegliedert in 15 Kapitel, die zusammen 448 Seiten umfassen, entwirft Werner Dahlheim ein eindrucksvolles Panorama jener Jahrzehnte zwischen 44 v. Chr. und 14 n. Chr., die von zeitgen?ssischen Beobachtern als Zeitalter des Schreckens wie auch als Beginn neuer Hoffnung empfunden wurden. Er zeichnet nicht nur den Weg Octavians nach ? von den unsicheren ersten Schritten im politischen Machtkampf ?ber die wechselhaften Allianzen des Zweiten Triumvirats bis hin zu seinem endg?ltigen Sieg bei Actium ?, sondern bettet diese Ereignisse auch in die tieferen Strukturen einer Welt ein, deren alte Ordnung unwiderruflich zerbrochen war. Besonders eindrucksvoll gelingt es Dahlheim die Darstellung des moralischen und emotionalen Klimas dieser Epoche: einer Zeit, die von abgr?ndiger Gemeinheit ebenso gepr?gt war wie von herausragender Loyalit?t, von uns?glichem Leid ebenso wie von der Hoffnung auf l?ngst verloren geglaubtes Gl?ck. Die B?rgerkriege forderten Abertausende von Opfern, w?hrend Opportunismus, Macht- und Geldgier sowie skrupellose Gewalt das republikanische System zusammenbrechen lie?en. Dennoch schufen gerade diese Extremerfahrungen die Grundlage f?r die Akzeptanz eines neuen politischen Modells. Dahlheim zeigt in gro?er Klarheit, wie sehr die Sehnsucht nach Frieden und Stabilit?t den Aufstieg des jungen Octavian beg?nstigte ? und wie geschickt dieser es verstand, seine eigenen Interessen mit dem Bed?rfnis der Bev?lkerung nach Ordnung zu verbinden. Im Mittelpunkt des Buches steht nicht nur der politische Werdegang des sp?teren Augustus, sondern auch die kulturelle und symbolische Macht, die sein Herrschaftsprogramm begleitete. Dahlheim arbeitet heraus, wie Dichter, Bildhauer und Baumeister das Bild des neuen Princeps formten: Ovid, Vergil, Horaz und viele andere trugen entscheidend dazu bei, Augustus als Wohlt?ter, Friedensstifter und Begr?nder einer neuen goldenen ?ra darzustellen. Ebenso zeigt der Autor, wie die Monumentalarchitektur ? von den Foren bis zum Mausoleum ? das Bild eines Herrschers pr?gte, der seine Macht nicht durch offene Tyrannei, sondern durch subtile Inszenierung stabilisierte. Ein weiterer Schwerpunkt der Biographie liegt auf den milit?rischen Leistungen des Augustus. Mit gro?er Sachkenntnis beschreibt Dahlheim die Feldz?ge an den R?ndern des Reiches, die Expansion nach Arabien, die Vorst??e nach Germanien sowie die Konsolidierung der r?mischen Pr?senz in Spanien und entlang der Donau. Er zeigt, wie Augustus die traumatisierten Armeen des B?rgerkrieges in professionelle Streitkr?fte verwandelte, die eine bis dahin ungekannte territoriale Ausdehnung erm?glichten. Das Ergebnis war ein Imperium, das vom Atlantik bis zum Euphrat, vom Nil bis zum Rhein reichte und f?r Jahrhunderte Bestand hatte. Zum Schluss widmet sich Dahlheim ausf?hrlich der religi?sen und ideologischen Dimension von Augustus? Herrschaft. Er erl?utert, wie der Princeps in den Augen vieler Zeitgenossen den Status eines g?ttlich legitimierten Herrschers erlangte ? nicht im Sinne einer willk?rlichen Verg?ttlichung, sondern als Ausdruck tiefer kultureller und politischer Transformationsprozesse. Besonders bemerkenswert sind auch die Hinweis Dahlheims, dass sogar fr?he Christen Augustus r?ckblickend als jenen Herrscher betrachteten, unter dessen Pax Romana die Voraussetzungen f?r die Ausbreitung ihrer Botschaft und ihres Glaubens geschaffen wurden. Insgesamt zeigt die Biographie von Werner Dahlheim ein eindrucksvolles, facettenreiches Bild des Augustus: nicht als makellosen Heilsbringer, aber auch nicht als blo?en Machtpolitiker. Vielmehr als eine historische Pers?nlichkeit, deren Wirken sich nur in der Spannung zwischen Gewalt und Ordnung, pers?nlicher Ambition und politischer Notwendigkeit, strategischem Kalk?l und ideologischer Vision vollst?ndig erfassen l?sst. Seine Darstellung zeichnet sich durch gro?e erz?hlerische Kraft, analytische Sch?rfe und ein tiefes Verst?ndnis der politischen Kultur Roms aus.

Mit der Ver?ffentlichung der Publikation ?Augustus: Anf?hrer - Herrscher - Gott? des Autoren Werner Dahlheim ist im C.H.Beck Verlag ein erstklassiges Portr?t eines der schillerndsten Pers?nlichkeiten der Weltgeschichte erschienen. In souver?ner Verbindung aus wissenschaftlich fundierter Pr?zision und erz?hlerischer Kraft zeichnet der Autor das facettenreiche Leben des ersten r?mischen Kaisers nach ? vom jungen Machtstrategen bis zum Begr?nder einer neuen Weltordnung. Die Biographie ?berzeugt nicht nur durch tiefgr?ndige Analyse, sondern auch durch seinen historischen Weitblick, der Augustus in den gr??eren Kontext r?mischer wie universalgeschichtlicher Entwicklungen stellt. Eine fesselnde Lekt?re f?r alle interessierten Leser, die antike Geschichte in ihrer ganzen politischen, kulturellen und menschlichen Dimension begreifen wollen.

geschrieben am 16.01.2026 | 992 Wörter | 6525 Zeichen

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