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Die Welten von Thorgal, Bd. 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes


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Rezension von

Frank Drehmel

Die abgeschnittene Hand des Gottes Dem Magier Azzalepstön ist es gelungen, die wilde Seite Lupines von ihrer friedvoll-trägen zu trennen, und während sich der eine Teil des Mädchens dem Müßiggang und der Langweile in dem verborgenen, idyllischen Tal hingeben muss, kämpft in einer dunklen Welt das wilde Ich ums Überleben. Doch trotz der paradiesischen Zustände ist Lupine im höchsten Maße unglücklich, sodass sie beschließt, ihre dunkle Seite, die sie in Azzalepstöns Gemächern gelagert vermutet, mit Hilfe des etwas älteren Hikam, der ebenfalls an der zwanghaften Friedfertigkeit leidet, zu stehlen. Der Plan schlägt insofern fehl, als dieser Teil ihre Seele nicht am vermuteten Ort befindet. Unerwartete Hilfe bei ihrer Suche erhält das Kind daraufhin vom schelmenhaften Gott Vigrid, der seit langer Zeit ein enger Freund Aaricias, ihrer Mutter, ist und der ihr anbietet, sie in das düstere, tödlich Chaos-Reich des monströsen Götterwolfs Fenrir zu bringen, dorthin also, wo sich ihr anderes Ich aufhält. Allerdings ist der Gott nicht in der Lage, diese Reich selbst zu betreten, so dass die friedliche Lupine auf sich allein gestellt den tödlichen Gefahren die Stirn bieten muss, wohingegen ihr wildes Ich zwischenzeitlich mit der dunklen Seite Hikams einen Mitstreiter im Kampf gegen die zahllosen tödlichen Wesen des Chaos gefunden hat. Während Lupine fern von zu Hause um ihre Seele und ihr Leben kämpft, muss sich ihre Mutter den Avancen des galanten Lundgens erwehren, der in Liebe zu Thorgals Frau entflammt ist und der nicht vor perfiden Intrigen zurückschreckt, um das Herz der Angebeteten zu erobern. War das erste Album allenfalls in Bezug auf das Artwork erträglich, so erfährt nun die Story immerhin eine signifikante qualitative Steigerung, ohne allerdings vollends zu überzeugen. Die Geschichte wirkt insgesamt mit mehreren Handlungsbögen nicht nur vielschichtiger, phantastischer bzw. fantasievoller – Götter, Dimensionstore, Intrigen, bizarre Kreaturen, … -, sondern das Auftreten weiterer Protagonisten tut dem Ganzen insofern gut, als sich er Leser nicht länger durchgehend über die großmäulige Nervensäge Lupine ärgern muss. Anstatt gutmenschelndem Geplapper hält nun eine gewisse intellektuelle Ernsthaftigkeit Einzug, auch wenn die Serie nach wie vor eher das Kind (im Manne) anspricht, als den reiferen Rezipienten. Durchweg überzeugend ist das feinstrichige, detaillierte Artwork Roman Surzhenkos, das einerseits leicht und gefällig wirkt, andererseits gerade in farblicher Hinsicht spannend die Kontraste zwischen den unterschiedlichen Handlungsorten und – zeiten, zwischen Realität und „Traum“ widerspiegelt. Fazit: Zwar noch immer kein kraftvolles Fantasy-Highlight, aber immerhin ein unterhaltsames, hinreichend spannendes Abenteuerlein eher für jugendliche Leser.

Dem Magier Azzalepstön ist es gelungen, die wilde Seite Lupines von ihrer friedvoll-trägen zu trennen, und während sich der eine Teil des Mädchens dem Müßiggang und der Langweile in dem verborgenen, idyllischen Tal hingeben muss, kämpft in einer dunklen Welt das wilde Ich ums Überleben. Doch trotz der paradiesischen Zustände ist Lupine im höchsten Maße unglücklich, sodass sie beschließt, ihre dunkle Seite, die sie in Azzalepstöns Gemächern gelagert vermutet, mit Hilfe des etwas älteren Hikam, der ebenfalls an der zwanghaften Friedfertigkeit leidet, zu stehlen.

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rezensiert seit
Buchtitel
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Der Plan schlägt insofern fehl, als dieser Teil ihre Seele nicht am vermuteten Ort befindet. Unerwartete Hilfe bei ihrer Suche erhält das Kind daraufhin vom schelmenhaften Gott Vigrid, der seit langer Zeit ein enger Freund Aaricias, ihrer Mutter, ist und der ihr anbietet, sie in das düstere, tödlich Chaos-Reich des monströsen Götterwolfs Fenrir zu bringen, dorthin also, wo sich ihr anderes Ich aufhält. Allerdings ist der Gott nicht in der Lage, diese Reich selbst zu betreten, so dass die friedliche Lupine auf sich allein gestellt den tödlichen Gefahren die Stirn bieten muss, wohingegen ihr wildes Ich zwischenzeitlich mit der dunklen Seite Hikams einen Mitstreiter im Kampf gegen die zahllosen tödlichen Wesen des Chaos gefunden hat.

Während Lupine fern von zu Hause um ihre Seele und ihr Leben kämpft, muss sich ihre Mutter den Avancen des galanten Lundgens erwehren, der in Liebe zu Thorgals Frau entflammt ist und der nicht vor perfiden Intrigen zurückschreckt, um das Herz der Angebeteten zu erobern.

War das erste Album allenfalls in Bezug auf das Artwork erträglich, so erfährt nun die Story immerhin eine signifikante qualitative Steigerung, ohne allerdings vollends zu überzeugen. Die Geschichte wirkt insgesamt mit mehreren Handlungsbögen nicht nur vielschichtiger, phantastischer bzw. fantasievoller – Götter, Dimensionstore, Intrigen, bizarre Kreaturen, … -, sondern das Auftreten weiterer Protagonisten tut dem Ganzen insofern gut, als sich er Leser nicht länger durchgehend über die großmäulige Nervensäge Lupine ärgern muss. Anstatt gutmenschelndem Geplapper hält nun eine gewisse intellektuelle Ernsthaftigkeit Einzug, auch wenn die Serie nach wie vor eher das Kind (im Manne) anspricht, als den reiferen Rezipienten.

Durchweg überzeugend ist das feinstrichige, detaillierte Artwork Roman Surzhenkos, das einerseits leicht und gefällig wirkt, andererseits gerade in farblicher Hinsicht spannend die Kontraste zwischen den unterschiedlichen Handlungsorten und – zeiten, zwischen Realität und „Traum“ widerspiegelt.

Fazit: Zwar noch immer kein kraftvolles Fantasy-Highlight, aber immerhin ein unterhaltsames, hinreichend spannendes Abenteuerlein eher fĂĽr jugendliche Leser.

geschrieben am 26.02.2013 | 394 Wörter | 2420 Zeichen

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