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Alexander der Grosse - Eroberer der Welt


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Rezension von

Adrian Witt

Alexander der Grosse - Eroberer der Welt Alexander der Gro?e z?hlt zu den herausragendsten Pers?nlichkeiten des Altertums. In nur wenigen Jahren schuf der makedonische K?nig ein Weltreich von bis dahin ungekanntem Ausma?, das sich von Griechenland im Westen bis zum indischen Subkontinent im Osten erstreckte. Sein milit?risches Genie, sein politischer Ehrgeiz und seine au?ergew?hnliche Ausstrahlung trugen entscheidend dazu bei, dass Alexander bereits zu Lebzeiten weit ?ber die Grenzen seines Reiches hinaus einen legend?ren Ruf erlangte. Zugleich wirft seine Person zentrale Fragen nach Macht, Herrschaft und kultureller Begegnung auf, die die Altertumsforschung bis heute besch?ftigen. Sein politisches Handeln bewegte sich im komplexen Spannungsfeld zwischen pragmatischer Politik, pers?nlichem Herrschaftsanspruch und bewusster Selbstinszenierung, wodurch sich bereits in der Antike ein vielschichtiges Bild seiner Pers?nlichkeit herausbildete. Zwischen historischer Realit?t und sp?terer ?berh?hung steht Alexander exemplarisch f?r einen Herrschertypus, dessen ganzheitliches Wirken nicht allein milit?risch zu bewerten ist, sondern tiefgreifende politische wie kulturelle Transformationsprozesse anstie?. Die nachhaltige Pr?gung der antiken Welt, insbesondere durch die Ausbreitung griechisch-hellenistischer Strukturen im ?stlichen Mittelmeerraum und dar?ber hinaus, macht ihn bis heute zu einer der meistdiskutierten Figuren der Alten Geschichte. Vor diesem historisch ?beraus komplexen Hintergrund setzt die erstmals im Jahr 2004 im Klett-Cotta Verlag in deutscher ?bersetzung erschienene Biografie ?Alexander der Gro?e - Eroberer der Welt? (ISIN: 978-3-608-98915-1) des Historikers Robin Lane Fox an, deren englisches Original ?Alexander the Great? bereits im Jahr 1973 mit dem angesehenen Duff-Cooper-Preis ausgezeichnet wurde. In dieser Darstellung zeichnet der Autor ein Bild von Alexander nicht als entr?ckte mythologische Gestalt, sondern als lebendigen und zugleich widerspr?chlichen Menschen seiner Zeit, dessen Handeln aus den politischen, sozialen und kulturellen Bedingungen des 4. Jahrhunderts v. Chr. heraus verst?ndlich gemacht wird. Dabei verbindet Robin Lane Fox eine sorgf?ltige, quellenkritische Analyse mit erz?hlerischer Kraft und entwickelt so eine Darstellung, die wissenschaftliche Fundierung und narrative Anschaulichkeit miteinander verkn?pft. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Portr?t eines Herrschers, dessen Ehrgeiz, Visionen und Taten nicht nur seine Zeit pr?gten, sondern bis in die Gegenwart nachwirken. Die umfassende Anlage des Werkes erm?glicht es interessierten Lesern zudem, tief in die Welt des antiken Griechenlands einzutauchen und die politischen Entwicklungen und Ereignisse jener Zeit in ihrer ganzen historischen Dynamik nachzuvollziehen. Gegliedert in vier aufeinander aufbauende B?cher, die zusammen 832 Textseiten umfassen und von einem Vorwort zur Neuausgabe eingeleitet werden, folgt die Struktur der Publikation einem chronologischen Aufbau, der den Lebensweg von Alexander von den Voraussetzungen seiner Macht bis zu seinem historischen Nachwirken nachzeichnet. Ausgehend von den politischen, gesellschaftlichen und milit?rischen Grundlagen, ohne die der Aufstieg von Alexander kaum zu verstehen ist, widmet sich das erste der vier B?cher zun?chst dem gewaltsamen Tod Philipps II., der das makedonische K?nigtum in eine Phase der Unsicherheit st?rzte und den noch jungen und politisch unerfahrenen Alexander abrupt an die Spitze des Staates f?hrte. In diesem Zusammenhang wird Makedonien nicht etwa als Randgebiet der griechischen Welt, sondern als eigenst?ndige Macht mit eigenen Traditionen, Herrschaftsformen und milit?rischen St?rken vorgestellt. Dabei wird seine Kindheit, Jugend und Erziehung ebenso beleuchtet, wie auch seine famili?ren Pr?gungen und seine fr?he Sozialisation im Spannungsfeld von h?fischer Intrige, philosophischem Anspruch und milit?rischer Ausbildung. Ein zentrales Gewicht liegt dabei auf der makedonischen Armee, deren Organisation, Disziplin und taktische Innovationen die Grundlage aller sp?teren milit?rischer Erfolge bildeten. Mit der Sicherung seiner Herrschaft und der Niederschlagung innerer wie ?u?erer Gegner ? allem voran unter den griechischen Stadtstaaten ? trat Alexander schlie?lich als junger K?nig hervor, dessen Blick sich schon fr?h ?ber Griechenland hinaus nach Osten richtete. Der ?bergang nach Kleinasien, der das zweite Buch einl?utet, markiert dabei nicht nur einen milit?rischen Schritt, sondern auch einen symbolischen Akt, der durch den Besuch von Troia bewusst in einen mythischen Deutungsrahmen gestellt wurde. Die ersten Schlachten, die Alexander gegen die Perser f?hrte, insbesondere am Granikos im Jahr 334 v. Chr., zeigen Alexanders Risikobereitschaft und seine F?higkeit, taktische Gelegenheiten entschlossen zu nutzen. Der sogenannte Rachefeldzug gegen die Perser verbindet politische Propaganda mit realer Machtpolitik, w?hrend die Zerschlagung des Gordischen Knotens sinnbildlich f?r Alexanders Anspruch steht, Probleme nicht zu umkreisen, sondern radikal zu l?sen. In der Auseinandersetzung mit der persischen Strategie wird deutlich, dass der Feldzug kein einseitiger Triumphzug war, sondern ein komplexes Ringen zweier Machtkonzepte. Die Schlacht bei Issos im Jahr 333 v. Chr., die langwierige Belagerung von Tyros im Jahr 332. v. Chr. und der Zug nach ?gypten verdeutlichen sowohl milit?rische als auch logistische Herausforderungen. Mit dem Besuch der Oase von Siwa gewann Alexanders Selbstverst?ndnis eine religi?se Dimension, die seinen Herrschaftsanspruch weiter erh?hte. Der Vormarsch nach Osten fand seinen milit?rischen H?hepunkt im Sieg bei Gaugamela im Jahr 331. v. Chr. und dem endg?ltigen Zusammenbruch der persischen Gro?macht. Die anschlie?enden ruhigen Tage in Babylon stehen in auff?lligem Kontrast zur symbolisch aufgeladenen Pl?nderung von Persepolis im Jahr 330 v. Chr., die sowohl als Akt der Vergeltung wie auch als bewusste Machtdemonstration interpretiert werden kann. Doch mit dem Untergang des persischen Reiches unter Dareios I. war es nicht getan, wie im dritten Buch des Werkes hervorgeht. Vielmehr trat Alexander als Erbe des Dareios in Erscheinung und ?bernahm Elemente der persischen Herrschaft, was zu wachsenden Konflikten mit seiner makedonischen Gefolgschaft f?hrte. Der Prozess gegen Philotas, die Ermordung des Kleitos und die Pagenverschw?rung markierten Wendepunkte, an denen pers?nliche N?he, Loyalit?t und Machtanspruch unvereinbar erschienen. Der Zug ?ber den Hindukusch und die Ausdehnung des Feldzuges in schwer zug?ngliche Regionen verdeutlichen Alexanders unbeirrbaren Willen zur Expansion, aber auch die zunehmende Ersch?pfung seiner Truppen. Die Invasion Indiens und die Schlacht am Hydaspes im Jahr 326 v. Chr. stellten noch einmal Alexanders milit?risches K?nnen unter Beweis, zugleich wurde jedoch sp?rbar, dass die Grenze des Machbaren erreicht war. Der Ganges erscheint zwar als neues Ziel, bleibt aber eine Vision, an der sich erstmals der Widerstand der Armee offen manifestiert hat. Das vierte Buch der Biografie ist von Abschied, Ersch?pfung und R?ckblick gepr?gt. Die Vorstellung vom Ende der Welt verdichtet das Gef?hl, an die ?u?ersten Grenzen der bekannten Welt vorgedrungen zu sein. Der verlustreiche Marsch durch die Makran-W?ste (gedrosische W?ste) zeigte die Kehrseite des imperialen Ehrgeizes und forderte einen hohen menschlichen Tribut. Politische Ma?nahmen wie die Hochzeit von Susa sollten die Verschmelzung makedonischer und persischer Eliten vorantreiben, vertieften jedoch zugleich bestehende Spannungen. Die Meuterei von Opis im Jahr 324 v. Chr. und der Tod des engen Freundes Hephaistion markierten emotionale und politische Einschnitte, die Alexanders Isolation weiter verst?rkten. Seine Forderung nach g?ttlicher Verehrung l?sst sich sowohl als Ausdruck kultureller Anpassung wie auch als Zeichen zunehmender Selbst?berh?hung lesen. Mit Alexanders fr?hem Tod im Jahr 323 v. Chr. endete schlie?lich nicht nur ein au?ergew?hnliches Leben, sondern auch ein einmaliges Herrschaftsexperiment. Der abschlie?ende Blick auf den Hellenismus im Osten macht deutlich, dass Alexanders Wirken weit ?ber seine Lebenszeit hinausreichte und eine Epoche pr?gte, in der sich griechische, orientalische und lokale Traditionen dauerhaft miteinander verbanden. Insgesamt erweist sich die im Klett-Cotta Verlag erschienene Biografie ?Alexander der Gro?e - Eroberer der Welt? des Historikers Robin Lane Fox als ebenso fundierte wie eindrucksvoll erz?hlte Auseinandersetzung mit einer der zentralen Gestalten der Alten Geschichte. Das Werk ?berzeugt durch die souver?ne Verbindung von kritischer Quellenarbeit, historischer Kontextualisierung und narrativer Anschaulichkeit, ohne dabei der Versuchung einer einseitigen Heroisierung zu erliegen. Gerade die konsequente Einbettung Alexanders in die politischen, sozialen und kulturellen Strukturen seiner Zeit macht die Darstellung sowohl f?r Fachhistoriker als auch f?r historisch interessierte Leser besonders wertvoll. Damit leistet die Biografie einen wichtigen Beitrag zum Verst?ndnis Alexanders des Gro?en und seines nachhaltigen Einflusses auf die antike Welt ? und best?tigt ihren Rang als eines der ma?geblichen Werke der modernen Alexanderforschung.

Alexander der Gro?e z?hlt zu den herausragendsten Pers?nlichkeiten des Altertums. In nur wenigen Jahren schuf der makedonische K?nig ein Weltreich von bis dahin ungekanntem Ausma?, das sich von Griechenland im Westen bis zum indischen Subkontinent im Osten erstreckte. Sein milit?risches Genie, sein politischer Ehrgeiz und seine au?ergew?hnliche Ausstrahlung trugen entscheidend dazu bei, dass Alexander bereits zu Lebzeiten weit ?ber die Grenzen seines Reiches hinaus einen legend?ren Ruf erlangte.

Zugleich wirft seine Person zentrale Fragen nach Macht, Herrschaft und kultureller Begegnung auf, die die Altertumsforschung bis heute besch?ftigen. Sein politisches Handeln bewegte sich im komplexen Spannungsfeld zwischen pragmatischer Politik, pers?nlichem Herrschaftsanspruch und bewusster Selbstinszenierung, wodurch sich bereits in der Antike ein vielschichtiges Bild seiner Pers?nlichkeit herausbildete. Zwischen historischer Realit?t und sp?terer ?berh?hung steht Alexander exemplarisch f?r einen Herrschertypus, dessen ganzheitliches Wirken nicht allein milit?risch zu bewerten ist, sondern tiefgreifende politische wie kulturelle Transformationsprozesse anstie?. Die nachhaltige Pr?gung der antiken Welt, insbesondere durch die Ausbreitung griechisch-hellenistischer Strukturen im ?stlichen Mittelmeerraum und dar?ber hinaus, macht ihn bis heute zu einer der meistdiskutierten Figuren der Alten Geschichte.

Vor diesem historisch ?beraus komplexen Hintergrund setzt die erstmals im Jahr 2004 im Klett-Cotta Verlag in deutscher ?bersetzung erschienene Biografie ?Alexander der Gro?e - Eroberer der Welt? (ISIN: 978-3-608-98915-1) des Historikers Robin Lane Fox an, deren englisches Original ?Alexander the Great? bereits im Jahr 1973 mit dem angesehenen Duff-Cooper-Preis ausgezeichnet wurde. In dieser Darstellung zeichnet der Autor ein Bild von Alexander nicht als entr?ckte mythologische Gestalt, sondern als lebendigen und zugleich widerspr?chlichen Menschen seiner Zeit, dessen Handeln aus den politischen, sozialen und kulturellen Bedingungen des 4. Jahrhunderts v. Chr. heraus verst?ndlich gemacht wird. Dabei verbindet Robin Lane Fox eine sorgf?ltige, quellenkritische Analyse mit erz?hlerischer Kraft und entwickelt so eine Darstellung, die wissenschaftliche Fundierung und narrative Anschaulichkeit miteinander verkn?pft. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Portr?t eines Herrschers, dessen Ehrgeiz, Visionen und Taten nicht nur seine Zeit pr?gten, sondern bis in die Gegenwart nachwirken. Die umfassende Anlage des Werkes erm?glicht es interessierten Lesern zudem, tief in die Welt des antiken Griechenlands einzutauchen und die politischen Entwicklungen und Ereignisse jener Zeit in ihrer ganzen historischen Dynamik nachzuvollziehen. Gegliedert in vier aufeinander aufbauende B?cher, die zusammen 832 Textseiten umfassen und von einem Vorwort zur Neuausgabe eingeleitet werden, folgt die Struktur der Publikation einem chronologischen Aufbau, der den Lebensweg von Alexander von den Voraussetzungen seiner Macht bis zu seinem historischen Nachwirken nachzeichnet. Ausgehend von den politischen, gesellschaftlichen und milit?rischen Grundlagen, ohne die der Aufstieg von Alexander kaum zu verstehen ist, widmet sich das erste der vier B?cher zun?chst dem gewaltsamen Tod Philipps II., der das makedonische K?nigtum in eine Phase der Unsicherheit st?rzte und den noch jungen und politisch unerfahrenen Alexander abrupt an die Spitze des Staates f?hrte. In diesem Zusammenhang wird Makedonien nicht etwa als Randgebiet der griechischen Welt, sondern als eigenst?ndige Macht mit eigenen Traditionen, Herrschaftsformen und milit?rischen St?rken vorgestellt. Dabei wird seine Kindheit, Jugend und Erziehung ebenso beleuchtet, wie auch seine famili?ren Pr?gungen und seine fr?he Sozialisation im Spannungsfeld von h?fischer Intrige, philosophischem Anspruch und milit?rischer Ausbildung. Ein zentrales Gewicht liegt dabei auf der makedonischen Armee, deren Organisation, Disziplin und taktische Innovationen die Grundlage aller sp?teren milit?rischer Erfolge bildeten. Mit der Sicherung seiner Herrschaft und der Niederschlagung innerer wie ?u?erer Gegner ? allem voran unter den griechischen Stadtstaaten ? trat Alexander schlie?lich als junger K?nig hervor, dessen Blick sich schon fr?h ?ber Griechenland hinaus nach Osten richtete. Der ?bergang nach Kleinasien, der das zweite Buch einl?utet, markiert dabei nicht nur einen milit?rischen Schritt, sondern auch einen symbolischen Akt, der durch den Besuch von Troia bewusst in einen mythischen Deutungsrahmen gestellt wurde. Die ersten Schlachten, die Alexander gegen die Perser f?hrte, insbesondere am Granikos im Jahr 334 v. Chr., zeigen Alexanders Risikobereitschaft und seine F?higkeit, taktische Gelegenheiten entschlossen zu nutzen. Der sogenannte Rachefeldzug gegen die Perser verbindet politische Propaganda mit realer Machtpolitik, w?hrend die Zerschlagung des Gordischen Knotens sinnbildlich f?r Alexanders Anspruch steht, Probleme nicht zu umkreisen, sondern radikal zu l?sen. In der Auseinandersetzung mit der persischen Strategie wird deutlich, dass der Feldzug kein einseitiger Triumphzug war, sondern ein komplexes Ringen zweier Machtkonzepte. Die Schlacht bei Issos im Jahr 333 v. Chr., die langwierige Belagerung von Tyros im Jahr 332. v. Chr. und der Zug nach ?gypten verdeutlichen sowohl milit?rische als auch logistische Herausforderungen. Mit dem Besuch der Oase von Siwa gewann Alexanders Selbstverst?ndnis eine religi?se Dimension, die seinen Herrschaftsanspruch weiter erh?hte. Der Vormarsch nach Osten fand seinen milit?rischen H?hepunkt im Sieg bei Gaugamela im Jahr 331. v. Chr. und dem endg?ltigen Zusammenbruch der persischen Gro?macht. Die anschlie?enden ruhigen Tage in Babylon stehen in auff?lligem Kontrast zur symbolisch aufgeladenen Pl?nderung von Persepolis im Jahr 330 v. Chr., die sowohl als Akt der Vergeltung wie auch als bewusste Machtdemonstration interpretiert werden kann. Doch mit dem Untergang des persischen Reiches unter Dareios I. war es nicht getan, wie im dritten Buch des Werkes hervorgeht. Vielmehr trat Alexander als Erbe des Dareios in Erscheinung und ?bernahm Elemente der persischen Herrschaft, was zu wachsenden Konflikten mit seiner makedonischen Gefolgschaft f?hrte. Der Prozess gegen Philotas, die Ermordung des Kleitos und die Pagenverschw?rung markierten Wendepunkte, an denen pers?nliche N?he, Loyalit?t und Machtanspruch unvereinbar erschienen. Der Zug ?ber den Hindukusch und die Ausdehnung des Feldzuges in schwer zug?ngliche Regionen verdeutlichen Alexanders unbeirrbaren Willen zur Expansion, aber auch die zunehmende Ersch?pfung seiner Truppen. Die Invasion Indiens und die Schlacht am Hydaspes im Jahr 326 v. Chr. stellten noch einmal Alexanders milit?risches K?nnen unter Beweis, zugleich wurde jedoch sp?rbar, dass die Grenze des Machbaren erreicht war. Der Ganges erscheint zwar als neues Ziel, bleibt aber eine Vision, an der sich erstmals der Widerstand der Armee offen manifestiert hat. Das vierte Buch der Biografie ist von Abschied, Ersch?pfung und R?ckblick gepr?gt. Die Vorstellung vom Ende der Welt verdichtet das Gef?hl, an die ?u?ersten Grenzen der bekannten Welt vorgedrungen zu sein. Der verlustreiche Marsch durch die Makran-W?ste (gedrosische W?ste) zeigte die Kehrseite des imperialen Ehrgeizes und forderte einen hohen menschlichen Tribut. Politische Ma?nahmen wie die Hochzeit von Susa sollten die Verschmelzung makedonischer und persischer Eliten vorantreiben, vertieften jedoch zugleich bestehende Spannungen. Die Meuterei von Opis im Jahr 324 v. Chr. und der Tod des engen Freundes Hephaistion markierten emotionale und politische Einschnitte, die Alexanders Isolation weiter verst?rkten. Seine Forderung nach g?ttlicher Verehrung l?sst sich sowohl als Ausdruck kultureller Anpassung wie auch als Zeichen zunehmender Selbst?berh?hung lesen. Mit Alexanders fr?hem Tod im Jahr 323 v. Chr. endete schlie?lich nicht nur ein au?ergew?hnliches Leben, sondern auch ein einmaliges Herrschaftsexperiment. Der abschlie?ende Blick auf den Hellenismus im Osten macht deutlich, dass Alexanders Wirken weit ?ber seine Lebenszeit hinausreichte und eine Epoche pr?gte, in der sich griechische, orientalische und lokale Traditionen dauerhaft miteinander verbanden.

Insgesamt erweist sich die im Klett-Cotta Verlag erschienene Biografie ?Alexander der Gro?e - Eroberer der Welt? des Historikers Robin Lane Fox als ebenso fundierte wie eindrucksvoll erz?hlte Auseinandersetzung mit einer der zentralen Gestalten der Alten Geschichte. Das Werk ?berzeugt durch die souver?ne Verbindung von kritischer Quellenarbeit, historischer Kontextualisierung und narrativer Anschaulichkeit, ohne dabei der Versuchung einer einseitigen Heroisierung zu erliegen. Gerade die konsequente Einbettung Alexanders in die politischen, sozialen und kulturellen Strukturen seiner Zeit macht die Darstellung sowohl f?r Fachhistoriker als auch f?r historisch interessierte Leser besonders wertvoll. Damit leistet die Biografie einen wichtigen Beitrag zum Verst?ndnis Alexanders des Gro?en und seines nachhaltigen Einflusses auf die antike Welt ? und best?tigt ihren Rang als eines der ma?geblichen Werke der modernen Alexanderforschung.

geschrieben am 27.02.2026 | 1216 Wörter | 8040 Zeichen

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