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Das magische Geheimnis von Laura Limone


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Rezension von

Martina Meier

Das magische Geheimnis von Laura Limone Mit einem bunten Cover, fetzig und schrill kommt es her, das Buch von Karen McCombie, einer Kinder- und Jugendbuchautorin aus England. Genauso schrill und bunt ist auch ihre Hauptfigur, Laura Ferguson, die in einem kleinen Kaff in Schottland lebt. Bei ihren Freundinnen Jade und Morven sowie den Mitschülern ist das Mädchen aber eigentlich nur unter dem Namen Lemmie bekannt, den sie sich selbst gegeben hat. Laura Limone, so nennt sie sich – und ihre „Schwester“ Rosa Rot. Lemmie lebt noch nicht lange in der schottischen Kleinstadt, nicht einmal ein Jahr. Ihre Eltern sind beide viel beschäftigte Innenarchitekten und haben kaum Zeit für ihr Kind. Früher lebte die Familie in Edinburgh, der schottischen Hauptstadt, doch an diese Zeit hat Lemmie überhaupt keine guten Erinnerungen, das wird im Laufe der Geschichte mehr als deutlich. Denn hinter der bunten Fassade von Laura schlummert tiefer Kummer und große Angst. Angst, die neuen Freundinnen zu verlieren, Angst gehänselt und ausgelacht zu werden. Denn diese Erfahrungen hat das Mädchen die letzten drei Jahre in Edinburgh machen müssen. Eine neu Mitschülerin hatte es in der Grundschule auf Laura abgesehen, erzählte Lügengeschichten über sie, quälte sie seelisch, wo sie nur konnte. Wahres Mobbing unter Kindern, ja, das hatte Laura schon einmal erlebt. Und niemand hatte ihre Situation damals wirklich verstanden! Eltern nicht, Lehrern nicht und nicht einmal der Kinderpsychologe, bei dem Laura dreimal war. Natürlich wissen die neuen Freunde in der neuen Stadt nichts von diesen Vorkommnissen. Laura hat sich noch nicht getraut darüber zu sprechen. Nur Rosa Rot weiß über alles Bescheid. Die hat ihr auch gezeigt, wie Lemmie den Regenbogenzauber anwenden kann, wenn sie Probleme hat. Und manchmal funktioniert der sogar. Das Buch „Das Geheimnis von Laura Limone“ ist oberflächlich betrachtet ein Buch über Freundschaft und Ängste eines Mädchens, das sich in der Pubertät befindet. Doch näher hingeschaut ist es viel mehr. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Mobbing“ unter Kindern, die teilweise sehr tief geht und Gefühle sehr stark aufwühlen kann. Denn Laura wird auch am neuen Wohnort mit dem Thema konfrontiert – als das Mädchen nämlich dort plötzlich auftaucht, dem sie all die Quälereien zu verdanken hatte: Sian Ellis. Der Inbegriff des Schreckens für Laura Ferguson. Ihr Vater hat ausgerechnet in dem kleinen schottischen Ort, in dem Laura nun lebt, ein einjähriges Bauprojekt zu begleiten. Bald sieht Lemmie alte Strukturen wieder auf sich zukommen – und kann noch immer nicht darüber reden ... Eltern, die wissen, dass ihr Kind gemobbt wird, oder eine Ahnung haben, dass so etwas sein könnte, sollten gemeinsam mit der Tochter (oder auch dem Sohn) dieses Buch lesen. Es kann Hilfe geben, denn es zeigt auf, dass sich Situationen im Leben nicht wiederholen müssen. Schließlich sind es in dem vorliegenden Buch die neuen Freunde, die Sian die Stirn zeigen und für Laura einstehen. Und erst in diesem Moment ist Laura bereit, über ihre Probleme zu reden. Genau auf diesen klassischen Höhepunkt steuert die Erzählung über die ersten 200 Seiten hin. Die Figuren, die Karen McCombie kreiert hat, können dabei tatsächlich Identifikationsfiguren für Mädchen sein. Jade, die kluge, zurückhaltende, Morven, die treue, liebevolle Freundin, und schließlich Laura, die ein wenig ausgeflippt ist. Doch das Buch ist eben nicht nur Unterhaltung für junge Mädchen, sondern mehr. Vielleicht auch der Hinweis, dass man manche Probleme eben nicht alleine aus der Welt schaffen kann – und man sich manchmal jemandem anvertrauen muss. Übrigens: Auch für Eltern kann die Auseinandersetzung durchaus interessant sein. Denn Lauras Eltern haben lange Zeit nicht erkannt, welche Sorgen das Kind mit sich trägt. Sie hatten zu wenig Zeit für sie, waren voll auf ihre Karriere konzentriert und haben die Zeichen ihrer Tochter, die diese natürlich im Laufe der Jahre gelegt hat, nicht zu deuten verstanden. Und so gibt die Autorin ganz unverhohlen am Ende des Buches auch Vätern und Müttern einen wichtigen Tipp mit auf den Weg. Aber lesen Sie selbst ...

Mit einem bunten Cover, fetzig und schrill kommt es her, das Buch von Karen McCombie, einer Kinder- und Jugendbuchautorin aus England. Genauso schrill und bunt ist auch ihre Hauptfigur, Laura Ferguson, die in einem kleinen Kaff in Schottland lebt.

weitere Rezensionen von Martina Meier


Bei ihren Freundinnen Jade und Morven sowie den Mitschülern ist das Mädchen aber eigentlich nur unter dem Namen Lemmie bekannt, den sie sich selbst gegeben hat. Laura Limone, so nennt sie sich – und ihre „Schwester“ Rosa Rot. Lemmie lebt noch nicht lange in der schottischen Kleinstadt, nicht einmal ein Jahr. Ihre Eltern sind beide viel beschäftigte Innenarchitekten und haben kaum Zeit für ihr Kind. Früher lebte die Familie in Edinburgh, der schottischen Hauptstadt, doch an diese Zeit hat Lemmie überhaupt keine guten Erinnerungen, das wird im Laufe der Geschichte mehr als deutlich.

Denn hinter der bunten Fassade von Laura schlummert tiefer Kummer und große Angst. Angst, die neuen Freundinnen zu verlieren, Angst gehänselt und ausgelacht zu werden. Denn diese Erfahrungen hat das Mädchen die letzten drei Jahre in Edinburgh machen müssen. Eine neu Mitschülerin hatte es in der Grundschule auf Laura abgesehen, erzählte Lügengeschichten über sie, quälte sie seelisch, wo sie nur konnte. Wahres Mobbing unter Kindern, ja, das hatte Laura schon einmal erlebt. Und niemand hatte ihre Situation damals wirklich verstanden! Eltern nicht, Lehrern nicht und nicht einmal der Kinderpsychologe, bei dem Laura dreimal war.

Natürlich wissen die neuen Freunde in der neuen Stadt nichts von diesen Vorkommnissen. Laura hat sich noch nicht getraut darüber zu sprechen. Nur Rosa Rot weiß über alles Bescheid. Die hat ihr auch gezeigt, wie Lemmie den Regenbogenzauber anwenden kann, wenn sie Probleme hat. Und manchmal funktioniert der sogar.

Das Buch „Das Geheimnis von Laura Limone“ ist oberflächlich betrachtet ein Buch über Freundschaft und Ängste eines Mädchens, das sich in der Pubertät befindet. Doch näher hingeschaut ist es viel mehr. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Mobbing“ unter Kindern, die teilweise sehr tief geht und Gefühle sehr stark aufwühlen kann. Denn Laura wird auch am neuen Wohnort mit dem Thema konfrontiert – als das Mädchen nämlich dort plötzlich auftaucht, dem sie all die Quälereien zu verdanken hatte: Sian Ellis. Der Inbegriff des Schreckens für Laura Ferguson. Ihr Vater hat ausgerechnet in dem kleinen schottischen Ort, in dem Laura nun lebt, ein einjähriges Bauprojekt zu begleiten.

Bald sieht Lemmie alte Strukturen wieder auf sich zukommen – und kann noch immer nicht darüber reden ...

Eltern, die wissen, dass ihr Kind gemobbt wird, oder eine Ahnung haben, dass so etwas sein könnte, sollten gemeinsam mit der Tochter (oder auch dem Sohn) dieses Buch lesen. Es kann Hilfe geben, denn es zeigt auf, dass sich Situationen im Leben nicht wiederholen müssen. Schließlich sind es in dem vorliegenden Buch die neuen Freunde, die Sian die Stirn zeigen und für Laura einstehen. Und erst in diesem Moment ist Laura bereit, über ihre Probleme zu reden.

Genau auf diesen klassischen Höhepunkt steuert die Erzählung über die ersten 200 Seiten hin. Die Figuren, die Karen McCombie kreiert hat, können dabei tatsächlich Identifikationsfiguren für Mädchen sein. Jade, die kluge, zurückhaltende, Morven, die treue, liebevolle Freundin, und schließlich Laura, die ein wenig ausgeflippt ist. Doch das Buch ist eben nicht nur Unterhaltung für junge Mädchen, sondern mehr. Vielleicht auch der Hinweis, dass man manche Probleme eben nicht alleine aus der Welt schaffen kann – und man sich manchmal jemandem anvertrauen muss.

Übrigens: Auch für Eltern kann die Auseinandersetzung durchaus interessant sein. Denn Lauras Eltern haben lange Zeit nicht erkannt, welche Sorgen das Kind mit sich trägt. Sie hatten zu wenig Zeit für sie, waren voll auf ihre Karriere konzentriert und haben die Zeichen ihrer Tochter, die diese natürlich im Laufe der Jahre gelegt hat, nicht zu deuten verstanden. Und so gibt die Autorin ganz unverhohlen am Ende des Buches auch Vätern und Müttern einen wichtigen Tipp mit auf den Weg. Aber lesen Sie selbst ...

geschrieben am 26.01.2007 | 641 Wörter | 3461 Zeichen

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