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Die Beatles 1968


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Rezension von

Daniel Bigalke

Die Beatles 1968 Es gibt nur ein Rockmusik-Album auf der Welt, das mit einem tösenden Flugzeug auf dem Weg in die UdSSR beginnt und mit einem disneyhaft märchenblumigen Streichorchester im Rahmen eines Schlafliedes flüsternd endet. Zwischendrin fiedelt ein einzelner Geigenspieler zu einem simplen Countrysong, oder eine weinende Gitarre spielt ihr Lied kraftvoll in das Elend der Welt hinein. Währenddessen geht Bungalow-Bill im Dschungel jagen und ein bluesiges Rockstück fragt zwei Minuten lang anzüglich, ob man „es“ nicht einfach in der Straße tun sollte. George Harrison fordert – durch die Blume – „Bonzen-Schweinen“ eine Tracht Prügel zu verpassen, wenn sie dort sitzen mit ihren Hemden am Bankett. In der Tat: "The White Album" aus dem Jahr 1968 ist vielseitig und heißt ursprünglich nur "The Beatles". Wegen des einfachen Aussehens der Platte – Bandname in weißer Schrift auf weißem Grund – ging die neunte Scheibe der Gruppe unter neuem Namen in die Musikgeschichte ein. Zwei Jahre vor der Trennung der Beatles erschienen, spiegelt "Das Weiße Album" das Lebensgefühl jener Tage wider. Es ist das erste Doppelalbum der Band und vereint die diversesten Musikrichtungen: Rock'n'Roll, Blues, Psychedelia, Country, Folk, Ragtime. Im April 1968 wird der Studentenführer Rudi Dutschke in West-Berlin erschossen, während zur gleichen Zeit John Lennon und George Harrison Indien nach einem Meditationskurs verlassen und die gegen Ende 1968 veröffentlichte Doppel-LP aufzunehmen beginnen. Aus Indien bringen die Beatles etwa 40 Songskizzen mit, aus denen Monate später das Weiße Album hervorgeht und die stellenweise bis in die in den 70er Jahren veröffentlichten Soloalben der einzelnen Mitglieder hineinwirken. Das vorliegende Buch enthält neben Kapiteln zum gesellschaftlichen und musikalischen Umfeld im Jahre 1968 sowie den geschäftlichen Aktivitäten der Band (Apple) und deren künstlerischen Aktivitäten (Film "Yellow Submarine") Besprechungen und Analysen jedes einzelnen Songs. Diese überzeugen durch ihre Tiefe und analytische Schärfe, aus der selbst jeder Kenner des Liedermaterials selbst noch neues zu lernen vermag. So ist überzeugend dargestellt, daß nicht nur bei „Back in the USSR“ Paul McCartney schlagzeugspielend Ringo Starr ersetzt, weil dieser von Paul erniedrigt frustriert die Band kurzzeitig verließ, sondern auch bei „Dear Prudence“ – ein Song, dessen Präzision am Schlagzeug einmalig ist. Eine Freude zu lesen ist die Geschichte zur Entstehung des Meisterwerkes „Happiness is a warm gun“. Zu jedem einzelnen Song-Kapitel gehören die Textübersetzung, die Analyse der Musik, eine Deutung des Textinhalts und die Kommentierung aller Interpretationen. Das vorliegende Werk bietet einen einmaligen Einblick in das Weiße Album, eine faktenreiche, spannende Reise in die Innenwelt des Werkes, das mit einem Schlaflied seicht endet, Liebeslieder und Kindergeschichten enthält und eigentlich keine bösen Verheißungen beinhaltet. Dennoch, der Leser lernt auch, warum in den USA die Manson-Familie Lieder des Werkes zum Anlaß nahm, zu morden, unter anderem die Schauspielerin Sharon Tate, die samt ihres ungeborenen Kindes im Leib 1969 mit 16 Messerstichen niedergemetzelt wurde.

Es gibt nur ein Rockmusik-Album auf der Welt, das mit einem tösenden Flugzeug auf dem Weg in die UdSSR beginnt und mit einem disneyhaft märchenblumigen Streichorchester im Rahmen eines Schlafliedes flüsternd endet. Zwischendrin fiedelt ein einzelner Geigenspieler zu einem simplen Countrysong, oder eine weinende Gitarre spielt ihr Lied kraftvoll in das Elend der Welt hinein. Währenddessen geht Bungalow-Bill im Dschungel jagen und ein bluesiges Rockstück fragt zwei Minuten lang anzüglich, ob man „es“ nicht einfach in der Straße tun sollte. George Harrison fordert – durch die Blume – „Bonzen-Schweinen“ eine Tracht Prügel zu verpassen, wenn sie dort sitzen mit ihren Hemden am Bankett. In der Tat: "The White Album" aus dem Jahr 1968 ist vielseitig und heißt ursprünglich nur "The Beatles". Wegen des einfachen Aussehens der Platte – Bandname in weißer Schrift auf weißem Grund – ging die neunte Scheibe der Gruppe unter neuem Namen in die Musikgeschichte ein. Zwei Jahre vor der Trennung der Beatles erschienen, spiegelt "Das Weiße Album" das Lebensgefühl jener Tage wider. Es ist das erste Doppelalbum der Band und vereint die diversesten Musikrichtungen: Rock'n'Roll, Blues, Psychedelia, Country, Folk, Ragtime.

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Im April 1968 wird der Studentenführer Rudi Dutschke in West-Berlin erschossen, während zur gleichen Zeit John Lennon und George Harrison Indien nach einem Meditationskurs verlassen und die gegen Ende 1968 veröffentlichte Doppel-LP aufzunehmen beginnen. Aus Indien bringen die Beatles etwa 40 Songskizzen mit, aus denen Monate später das Weiße Album hervorgeht und die stellenweise bis in die in den 70er Jahren veröffentlichten Soloalben der einzelnen Mitglieder hineinwirken.

Das vorliegende Buch enthält neben Kapiteln zum gesellschaftlichen und musikalischen Umfeld im Jahre 1968 sowie den geschäftlichen Aktivitäten der Band (Apple) und deren künstlerischen Aktivitäten (Film "Yellow Submarine") Besprechungen und Analysen jedes einzelnen Songs. Diese überzeugen durch ihre Tiefe und analytische Schärfe, aus der selbst jeder Kenner des Liedermaterials selbst noch neues zu lernen vermag. So ist überzeugend dargestellt, daß nicht nur bei „Back in the USSR“ Paul McCartney schlagzeugspielend Ringo Starr ersetzt, weil dieser von Paul erniedrigt frustriert die Band kurzzeitig verließ, sondern auch bei „Dear Prudence“ – ein Song, dessen Präzision am Schlagzeug einmalig ist. Eine Freude zu lesen ist die Geschichte zur Entstehung des Meisterwerkes „Happiness is a warm gun“. Zu jedem einzelnen Song-Kapitel gehören die Textübersetzung, die Analyse der Musik, eine Deutung des Textinhalts und die Kommentierung aller Interpretationen.

Das vorliegende Werk bietet einen einmaligen Einblick in das Weiße Album, eine faktenreiche, spannende Reise in die Innenwelt des Werkes, das mit einem Schlaflied seicht endet, Liebeslieder und Kindergeschichten enthält und eigentlich keine bösen Verheißungen beinhaltet. Dennoch, der Leser lernt auch, warum in den USA die Manson-Familie Lieder des Werkes zum Anlaß nahm, zu morden, unter anderem die Schauspielerin Sharon Tate, die samt ihres ungeborenen Kindes im Leib 1969 mit 16 Messerstichen niedergemetzelt wurde.

geschrieben am 02.05.2010 | 458 Wörter | 2721 Zeichen

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