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Krieg ohne Hoffnung


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Rezension von

Frank Drehmel

Krieg ohne Hoffnung Auf der „Triple Six Ranch“ haben Comanche und ihre „Jungs“ - Red Dust, der alte Ten Gallons, Toby, der Farbige, sowie das junge Greenhorn Clem – aus ökonomischer Notwendigkeit heraus begonnen, Viehzucht zu betreiben und schon erste Handelsbeziehungen mit Eisenbahnern geknüpft, die in der Nähe von Arrow Creek Gleise verlegen und mit Fleisch versorgt sein wollen. Eines Tages tauchen einige Indianer vom Stamm der Cheyenne vor den Corrals der Ranch auf und fordern aus purer Not heraus Rinder, weil sie das Fleisch zum Überleben benötigen, da sie von den Weißen um ihr fruchtbares Land betrogen wurden. Kurz bevor die Lage nicht zuletzt wegen Red Dusts aufbrausendem Temperament zu eskalieren droht, greift der Anführer der Indianer mit den Worten ein, er sei nicht gekommen, um Leid zu bringen. Stattdessen finden sich Comanche und Red Dust zu einem Palawer im Dorf der Cheyenne ein, wobei auch hier trotz einiger Handgreiflichkeiten seitens der jüngsten Söhne des Häuptlings und Red Dusts das Gespräch relativ friedlich verläuft. Um einen Krieg und Plünderungen zu verhindern, bietet Red schlussendlich an, im Büro für Indianerangelegenheiten Lebensmittel für die Cheyenne einzufordern, und bittet dafür um drei Tage Zeit. Während Comanche als Geisel zurückbleibt, macht sich der Cowboy unverzüglich auf den Weg, wobei er unterwegs Zeit findet, Doc Wetchin mit Informationen zu den Gefährten auf der „Triple Six Ranch“ zu schicken. Dort geraten Toby und der ungestüme Clem über das weitere Vorgehen aneinander, entscheiden sich aber letztlich dazu, die junge Frau gewaltsam zu befreien; ein fataler Fehler, der in einem Blutbad endet. Unterdessen kommt andernorts Red Dust im staatlichen Büro einen perfiden Diebstahl und einer Unterschlagung auf die Spur, während Ten Gallons den auf Fleischlieferungen von der „666“-Ranch wartenden Eisenbahnarbeitern ebenfalls eine schlechte Nachricht bringen muss, die dazu führt, dass sich bald hungernde Indianer und darbende Arbeiter Auge in Auge gegenüberstehen. Wurden im ersten Album die Hauptfiguren eingeführt, erfährt nun der Western-Hintergrund durch das Einbinden der Indianer und der Eisenbahner eine gleichermaßen atmosphärisch stimmige wie um Authentizität bemühte Vertiefung; authentisch insofern, als das Bild, welches Autor Greg von den Ureinwohnern zeichnet, zwar nicht gänzlich frei von Klischees ist, aber dennoch weit von den Stereotypen bspw. eines Karl May entfernt ist. Gregs Cheyenne sind weder edle Wilde, noch blutrünstige, rachsüchtige Skalpjäger, sondern ein ums Überleben in einer zunehmend technisierten Welt kämpfendes Volk. Auch wenn Red Dust die eigentlich Hauptfigur ist, so misst der Autor diesmal den anderen Protagonisten genügend Bedeutung bei, um eine lebendig hin- und herspringende, abwechslungsreiche und dichte Story zu generieren. Hermanns raues, kraftvolles Artwork ist mit seinen knorrigen „Typen“, den Panorama-Panels sowie den dynamischen visualisierten Kämpfen und Showdowns nach wie vor atmosphärische äußerst stimmig, wobei insbesondere der dramaturgisch überzeugende Einsatz monochromer Bilder oder Bildelemente überzeugt. Redaktionell bietet dieses zweite Album der Collectors Edition wiederum nicht nur Hintergrundinformationen en masse, sondern wartet auch mit der 16-seitigen Geschichte „Der Gefangene“ auf, die außerhalb des regulären Runs im Hauptmagazin „Tintin“ in der Taschenbuch-Reihe „Tintin Sélection“ erschien, wo den Autoren Gelegenheit gegeben werden sollte, die Figurenhintergründe durch Details aus deren Vergangenheit zu vertiefen. Fazit: Ein weiterer Comic-Klassiker, der zunächst in der Figurenzeichnung durch seine vorzügliche Balance zwischen stimmungsvollen Western-Klischees und Absage an eben jene Klischees überzeugt, der darüber hinaus aber auch eine abwechslungsreiche, spannende Story bietet.

Auf der „Triple Six Ranch“ haben Comanche und ihre „Jungs“ - Red Dust, der alte Ten Gallons, Toby, der Farbige, sowie das junge Greenhorn Clem – aus ökonomischer Notwendigkeit heraus begonnen, Viehzucht zu betreiben und schon erste Handelsbeziehungen mit Eisenbahnern geknüpft, die in der Nähe von Arrow Creek Gleise verlegen und mit Fleisch versorgt sein wollen.

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rezensiert seit
Buchtitel
1
18.02.2018
4
18.02.2018
5
18.02.2018

Eines Tages tauchen einige Indianer vom Stamm der Cheyenne vor den Corrals der Ranch auf und fordern aus purer Not heraus Rinder, weil sie das Fleisch zum Überleben benötigen, da sie von den Weißen um ihr fruchtbares Land betrogen wurden. Kurz bevor die Lage nicht zuletzt wegen Red Dusts aufbrausendem Temperament zu eskalieren droht, greift der Anführer der Indianer mit den Worten ein, er sei nicht gekommen, um Leid zu bringen. Stattdessen finden sich Comanche und Red Dust zu einem Palawer im Dorf der Cheyenne ein, wobei auch hier trotz einiger Handgreiflichkeiten seitens der jüngsten Söhne des Häuptlings und Red Dusts das Gespräch relativ friedlich verläuft. Um einen Krieg und Plünderungen zu verhindern, bietet Red schlussendlich an, im Büro für Indianerangelegenheiten Lebensmittel für die Cheyenne einzufordern, und bittet dafür um drei Tage Zeit.

Während Comanche als Geisel zurückbleibt, macht sich der Cowboy unverzüglich auf den Weg, wobei er unterwegs Zeit findet, Doc Wetchin mit Informationen zu den Gefährten auf der „Triple Six Ranch“ zu schicken. Dort geraten Toby und der ungestüme Clem über das weitere Vorgehen aneinander, entscheiden sich aber letztlich dazu, die junge Frau gewaltsam zu befreien; ein fataler Fehler, der in einem Blutbad endet.

Unterdessen kommt andernorts Red Dust im staatlichen Büro einen perfiden Diebstahl und einer Unterschlagung auf die Spur, während Ten Gallons den auf Fleischlieferungen von der „666“-Ranch wartenden Eisenbahnarbeitern ebenfalls eine schlechte Nachricht bringen muss, die dazu führt, dass sich bald hungernde Indianer und darbende Arbeiter Auge in Auge gegenüberstehen.

Wurden im ersten Album die Hauptfiguren eingeführt, erfährt nun der Western-Hintergrund durch das Einbinden der Indianer und der Eisenbahner eine gleichermaßen atmosphärisch stimmige wie um Authentizität bemühte Vertiefung; authentisch insofern, als das Bild, welches Autor Greg von den Ureinwohnern zeichnet, zwar nicht gänzlich frei von Klischees ist, aber dennoch weit von den Stereotypen bspw. eines Karl May entfernt ist. Gregs Cheyenne sind weder edle Wilde, noch blutrünstige, rachsüchtige Skalpjäger, sondern ein ums Überleben in einer zunehmend technisierten Welt kämpfendes Volk.

Auch wenn Red Dust die eigentlich Hauptfigur ist, so misst der Autor diesmal den anderen Protagonisten genügend Bedeutung bei, um eine lebendig hin- und herspringende, abwechslungsreiche und dichte Story zu generieren.

Hermanns raues, kraftvolles Artwork ist mit seinen knorrigen „Typen“, den Panorama-Panels sowie den dynamischen visualisierten Kämpfen und Showdowns nach wie vor atmosphärische äußerst stimmig, wobei insbesondere der dramaturgisch überzeugende Einsatz monochromer Bilder oder Bildelemente überzeugt.

Redaktionell bietet dieses zweite Album der Collectors Edition wiederum nicht nur Hintergrundinformationen en masse, sondern wartet auch mit der 16-seitigen Geschichte „Der Gefangene“ auf, die außerhalb des regulären Runs im Hauptmagazin „Tintin“ in der Taschenbuch-Reihe „Tintin Sélection“ erschien, wo den Autoren Gelegenheit gegeben werden sollte, die Figurenhintergründe durch Details aus deren Vergangenheit zu vertiefen.

Fazit: Ein weiterer Comic-Klassiker, der zunächst in der Figurenzeichnung durch seine vorzügliche Balance zwischen stimmungsvollen Western-Klischees und Absage an eben jene Klischees überzeugt, der darüber hinaus aber auch eine abwechslungsreiche, spannende Story bietet.

geschrieben am 17.06.2010 | 533 Wörter | 3280 Zeichen

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