
| ISBN | 3838411137 | |
| Autor | Paul Hey | |
| Verlag | Ackermann | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 14 | |
| Erscheinungsjahr | 2010 | |
| Extras | - |

12 Kalenderblätter befinden sich im Kalender, die jeweils einem eigenen Märchen gewidmet sind. Der Reihe nach kommen darin vor: Drei Männlein im Walde, Dornröschen, Das tapfere Schneiderlein, Der Froschkönig oder der Eiserne Heinrich, Rapunzel, Rotkäppchen, Der Eisenhans, Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Jorinde und Joringel, Vom Fischer und seiner Frau, Die sieben Raben.

Sie sind – laut Deckblattangabe – von Paul Hey illustriert und in einen leicht vergilbt und antik wirkenden braunen Rahmen gedruckt. Unter dem Bild befinden sich der Titel des Märchens, der Beginn desselbigen und selbstverständlich die verschiedenen Tage mit Wochenangabe. Das Märchen selbst setzt sich auf der Rückseite fort und so kann der Betrachter des Bildes auch gleichzeitig zum Leser des gleichnamigen Märchens werden, um sein Wissen der Geschichte aufzufrischen oder aber bei vorkommender Unwissenheit sich die Kenntnis des Märchens aneignen. Von dieser Umsetzung her eignet sich der Kalender wohl gerade für Kinder auch zum Vor- und Selbstlesen. Allerdings sind die Märchen je nach ihrer Länge unterschiedlich groß abgedruckt, was zwar zweifelsohne am Format liegt, aber den Lesegenuss für einzelne Monate trübt.
Was nun die Bilder im Kalender selbst angeht, so habe ich auf ihn schon unterschiedliche Bewertungen meiner Mitbewohnerinnen gehört. So lauteten die Meinungen von rustikal bis verpixelt. Auch der Kommentar: „Da waren die nackigen Männer vom letzten Jahr definitiv schöner!“ war zu hören. Aber nun gut, über Geschmack lässt sich streiten. Jedenfalls setzen die Bilder mit einer klassischen Szene das bekannte Märchen um: Rotkäppchen läuft neben dem Wolf und die Prinzessin bequatscht am Brunnen den Froschkönig. Allerdings muss ich auch sagen, dass bisweilen die Bilder wirklich etwas verunglückt wirken. So ist Rapunzel nun wirklich schräg dargestellt, wenn der Turm so maximal drei Meter hoch wirkt und es fraglich ist, wer unhübscher ist: Hexe oder Rapunzel? Egal, Hauptsache der Feldsalat schmeckt.
Alles in allem hält man einen echten Ackermann-Kalender in den Händen, der zweifelsohne Märchenfans die Herzen höher schlagen, Kinder beim Hören der Märchen die Augen weiter aufreißen und Liebhaber von Paul Hey einen Augenblick des Nachdenkens hinter- lässt.
geschrieben am 21.03.2011 | 332 Wörter | 1975 Zeichen
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