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Diebe, Lügner und Helden wie wir


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Diebe, Lügner und Helden wie wir Bereits der Beginn zieht den Leser in seinem Bann, wenn der Protagonist Nicholas seine ganz eigene Sichtweise auf seinen Bruder, einen Baum lenkt und damit seine kreativen Gedankengänge und Welterklärungen enthüllt. Nicholas Bruder verstarb als Frühgeburt und als Erinnerung pflanzten seine Eltern am Rande des Grundstücks einen Baum. Durch die Wirtschaftskrise verliert sein Vater seinen Job und zieht weg. Seine Mutter muss sich nun um ihren einzigen Sohn kümmern und zu allem Überfluss taucht der totgeglaubte, demente Großvater von Nicholas auf, der die letzten Jahre im Gefängnis saß. Das Haus der Familie steht vor dem Verkauf und damit auch der Wegzug von seinem Bruder. Nur die angedeuteten Gedanken eines senilen Alten über einen verborgenen Schatz wecken in Nicholas die Hoffnung, dass er das Haus mit Grundstück und Bruder retten kann. Zu ihm treten im Lauf der Gescichte Zeke und Jordan als Aktanten und alle drei machen sich auf die Suche nach diesem Schatz. Die drei sind Außenseiter wie sie im Buche stehen: Sie werden von ihren Klassenkameraden aufgrund ihrer Andersartigkeit geschnitten. Alle drei pubertierenden Jungen haben ihr eigenes Päckchen zu tragen. Während ihre Handlungen zu Beginn noch chaotisch bis aggressiv erscheinen, vermittelt der Autor mit immer tiefergehenden Einblicken stark verflochtene Lebenswirklichkeiten mit tragischen Hintergründen. Das Buch selbst ist als Rückblick von Nicholas geschrieben und er hält die Ereignisse seiner Jugend fest. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, spiegelt aber die Gedankenwelt von Nicholas präzise wieder. Auch das Schriftbild ist dahingehend angepasst und so finden sich nach einer einführenden Erklärung die passenden Dynamiken unter wörtlicher Rede. Das Buch enthält keine seichte, freundliche Geschichte, die einfach vor sich hinplätschert, sondern bietet Spannung, Absurdität und Tiefgang. Wenn man sich also an den Schreibstil gewöhnt hat, ist das Buch ein Lesevergnügen für alle, die sich noch gut an ihre eigene Pubertät erinnern können und die Schwieirigkeiten damit – und vielleicht auch Buch für alle, die sich im Leben schonmal in einer Außenseiterposition gefühtl haben. Mit dem Wissen, dass das Leben weiter geht. Und natürlich auch ein Jugendbuch, das eine Idee von den Wirren der Pubertät, Freundschaft und Ansehen vermittelt.

Bereits der Beginn zieht den Leser in seinem Bann, wenn der Protagonist Nicholas seine ganz eigene Sichtweise auf seinen Bruder, einen Baum lenkt und damit seine kreativen Gedankengänge und Welterklärungen enthüllt.

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Nicholas Bruder verstarb als Frühgeburt und als Erinnerung pflanzten seine Eltern am Rande des Grundstücks einen Baum. Durch die Wirtschaftskrise verliert sein Vater seinen Job und zieht weg. Seine Mutter muss sich nun um ihren einzigen Sohn kümmern und zu allem Überfluss taucht der totgeglaubte, demente Großvater von Nicholas auf, der die letzten Jahre im Gefängnis saß. Das Haus der Familie steht vor dem Verkauf und damit auch der Wegzug von seinem Bruder.

Nur die angedeuteten Gedanken eines senilen Alten über einen verborgenen Schatz wecken in Nicholas die Hoffnung, dass er das Haus mit Grundstück und Bruder retten kann.

Zu ihm treten im Lauf der Gescichte Zeke und Jordan als Aktanten und alle drei machen sich auf die Suche nach diesem Schatz. Die drei sind Außenseiter wie sie im Buche stehen: Sie werden von ihren Klassenkameraden aufgrund ihrer Andersartigkeit geschnitten. Alle drei pubertierenden Jungen haben ihr eigenes Päckchen zu tragen. Während ihre Handlungen zu Beginn noch chaotisch bis aggressiv erscheinen, vermittelt der Autor mit immer tiefergehenden Einblicken stark verflochtene Lebenswirklichkeiten mit tragischen Hintergründen.

Das Buch selbst ist als Rückblick von Nicholas geschrieben und er hält die Ereignisse seiner Jugend fest. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, spiegelt aber die Gedankenwelt von Nicholas präzise wieder. Auch das Schriftbild ist dahingehend angepasst und so finden sich nach einer einführenden Erklärung die passenden Dynamiken unter wörtlicher Rede.

Das Buch enthält keine seichte, freundliche Geschichte, die einfach vor sich hinplätschert, sondern bietet Spannung, Absurdität und Tiefgang. Wenn man sich also an den Schreibstil gewöhnt hat, ist das Buch ein Lesevergnügen für alle, die sich noch gut an ihre eigene Pubertät erinnern können und die Schwieirigkeiten damit – und vielleicht auch Buch für alle, die sich im Leben schonmal in einer Außenseiterposition gefühtl haben. Mit dem Wissen, dass das Leben weiter geht. Und natürlich auch ein Jugendbuch, das eine Idee von den Wirren der Pubertät, Freundschaft und Ansehen vermittelt.

geschrieben am 23.09.2018 | 347 Wörter | 1997 Zeichen

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