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Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Magdalena Kneisel

Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen Handwerkliches Geschick, Zeit und Materialien braucht es wohl, wenn man sich selbst praktisch an die Umsetzung des Werkes „Kleidung des Mittelalters selbstgemacht“ heranwagen will. Neben diesen Voraussetzungen bleibt nur noch zu hoffen, dass der fleißige Selbsthersteller auch noch KreativitĂ€t und Durchhaltevermögen besitzt. Da es bei mir dauerhaft an mindestens einem dieser aufgezĂ€hlten Faktoren mangelt, bleibt die Rezension vorerst theoretisch. Bei dem seit Juli 2011 erschienen Buch steht nun die Fußbekleidung im Mittelpunkt und Stephan von der Heide, ausgebildeter Schuhmacher-Meister, gibt dem Leser einen Einblick in seine Handwerkszunft und seine Arbeit Gliedern lĂ€sst sich das Buch in die großen Überpunkte: Hinter der „Schuhmode im Hoch- und SpĂ€tmittelalter“ verbirgt sich die EinfĂŒhrung in die mittelalterliche Welt der Schuhe. „Am Anfang steht der Fuß“ macht deutlich, worauf das Augenmerk bei den ersten Arbeitsschritten gerichtet ist. Dabei ist es allerdings schade, dass die anatomischen Grundlagen mitsamt dem Maßnehmen auf der einen Seite Platz gefunden haben und, wenn man umblĂ€ttert, die dazugehörige Skizze. Aber immerhin kann man so ĂŒberprĂŒfen, ob man alles behalten hat. „Material und Werkeug“ stehen dann wie folgt im Mittelpunkt. Fantastisch ist dabei, dass sich viele Werkzeuge seit Jahrhunderten in Form und Handhabung kaum verĂ€ndert haben. Gleichzeitig wird klar, warum man gerade beim Schuhe-Anfertigen auch gerne einmal „Pech haben“ darf. Die nachfolgenden Gleiderungspunkte richten sich an die verschiedenen vorkommenden Schuhmoden, beginnend mit Varianten aus dem 11. Jahrhundert bis hin ins 16. Jahrhundert hinein. Neben diesen Grundmodellen (Halbschuh, ĂŒberknöchelhoher Schuh, halbhoher Schuh, Halbstiefel und Stiefel) richten sich auch je ein einzelnes Kapitel dem Schaft bzw. der Schaftfertigung und dem Bodenbau. Gleichzeitig werden auch noch wichtige Hinweise zur VerlĂ€ngerung der Tragedauer gegeben, denn es wĂ€re höchst bedauerlich, wenn eine geringe Lebenserwartung des Schuhes alleine auf der Unwissenheit des unkundigen TrĂ€gers beruht. Abgerundet wird das Buch noch mit einem Glossar und Quellenverzeichnis. Das Werk bietet also alles in allem einen Überblick, Anregungen und Tipps zum Arbeiten. Ehrlichgesagt bin ich bisweilen auch auf den ersten Blick von den Graphiken ĂŒberfordert gewesen, was aber eben auch daran liegt, dass ich zum einen noch nicht selbst voller Tatendrang an die Umsetzung von Schuhen - geschweige denn eines Schuhs – gegangen bin. Es ist eben kein Hobby, das man quasi einfach mal so nebenbei macht. Gut gelungen ist aber die Sprache. Stefan von der Heide trifft mit seinen ErklĂ€rungen doch meist auch Menschen ohne Erfahrung im Schuhanfertigen. Allerdings ist das Hin- und HerblĂ€ttern bisweilen sehr hinderlich. Auf alle FĂ€lle lohnt es sich vor den Kauf des Buches selbst einen Blick hineinzuwerfen, um abzuklĂ€ren, ob der Inhalt den Erwartungen gerecht wird. Das Buch ist zwar verstĂ€ndlich fĂŒr Laien, aber da fragt man sich doch, wie man an all die Materialen kommen soll und woher die Fingerfertigkeit nehmen und nicht stehlen. Aber auch denen, welche sich nicht trauen ohne professionelle Materialien und Anleitung Hand an den Fuß zu legen, kann geholfen werden. Bietet doch auch Stefan von der Heide selbst BausĂ€tze zum Verkauf und Kurse zum Fertigen der Schuhe an. Mehr dazu, siehe hier: http://www.knieriem.net. Um dem Ganzen noch eine kleine Anekdote hinzuzufĂŒgen: Auf meine Frage hin, ob sich ein Kommilitone sich nicht Schuhe machen wolle, antwortete er mir mit einem: „Ich glaube nicht, dass die tragbar wĂ€ren.“ Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man auch Schuhe fertigen kann, wenn man nicht gerade zwei linke Daumen, eine gute Anleitung, Übung und Geduld hat, Solange man es nicht selbst probiert, kann es nichts werden.

Handwerkliches Geschick, Zeit und Materialien braucht es wohl, wenn man sich selbst praktisch an die Umsetzung des Werkes „Kleidung des Mittelalters selbstgemacht“ heranwagen will. Neben diesen Voraussetzungen bleibt nur noch zu hoffen, dass der fleißige Selbsthersteller auch noch KreativitĂ€t und Durchhaltevermögen besitzt. Da es bei mir dauerhaft an mindestens einem dieser aufgezĂ€hlten Faktoren mangelt, bleibt die Rezension vorerst theoretisch.

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Bei dem seit Juli 2011 erschienen Buch steht nun die Fußbekleidung im Mittelpunkt und Stephan von der Heide, ausgebildeter Schuhmacher-Meister, gibt dem Leser einen Einblick in seine Handwerkszunft und seine Arbeit

Gliedern lĂ€sst sich das Buch in die großen Überpunkte:

Hinter der „Schuhmode im Hoch- und SpĂ€tmittelalter“ verbirgt sich die EinfĂŒhrung in die mittelalterliche Welt der Schuhe.

„Am Anfang steht der Fuß“ macht deutlich, worauf das Augenmerk bei den ersten Arbeitsschritten gerichtet ist. Dabei ist es allerdings schade, dass die anatomischen Grundlagen mitsamt dem Maßnehmen auf der einen Seite Platz gefunden haben und, wenn man umblĂ€ttert, die dazugehörige Skizze. Aber immerhin kann man so ĂŒberprĂŒfen, ob man alles behalten hat.

„Material und Werkeug“ stehen dann wie folgt im Mittelpunkt. Fantastisch ist dabei, dass sich viele Werkzeuge seit Jahrhunderten in Form und Handhabung kaum verĂ€ndert haben. Gleichzeitig wird klar, warum man gerade beim Schuhe-Anfertigen auch gerne einmal „Pech haben“ darf.

Die nachfolgenden Gleiderungspunkte richten sich an die verschiedenen vorkommenden Schuhmoden, beginnend mit Varianten aus dem 11. Jahrhundert bis hin ins 16. Jahrhundert hinein. Neben diesen Grundmodellen (Halbschuh, ĂŒberknöchelhoher Schuh, halbhoher Schuh, Halbstiefel und Stiefel) richten sich auch je ein einzelnes Kapitel dem Schaft bzw. der Schaftfertigung und dem Bodenbau. Gleichzeitig werden auch noch wichtige Hinweise zur VerlĂ€ngerung der Tragedauer gegeben, denn es wĂ€re höchst bedauerlich, wenn eine geringe Lebenserwartung des Schuhes alleine auf der Unwissenheit des unkundigen TrĂ€gers beruht.

Abgerundet wird das Buch noch mit einem Glossar und Quellenverzeichnis.

Das Werk bietet also alles in allem einen Überblick, Anregungen und Tipps zum Arbeiten. Ehrlichgesagt bin ich bisweilen auch auf den ersten Blick von den Graphiken ĂŒberfordert gewesen, was aber eben auch daran liegt, dass ich zum einen noch nicht selbst voller Tatendrang an die Umsetzung von Schuhen - geschweige denn eines Schuhs – gegangen bin. Es ist eben kein Hobby, das man quasi einfach mal so nebenbei macht. Gut gelungen ist aber die Sprache. Stefan von der Heide trifft mit seinen ErklĂ€rungen doch meist auch Menschen ohne Erfahrung im Schuhanfertigen. Allerdings ist das Hin- und HerblĂ€ttern bisweilen sehr hinderlich.

Auf alle FĂ€lle lohnt es sich vor den Kauf des Buches selbst einen Blick hineinzuwerfen, um abzuklĂ€ren, ob der Inhalt den Erwartungen gerecht wird. Das Buch ist zwar verstĂ€ndlich fĂŒr Laien, aber da fragt man sich doch, wie man an all die Materialen kommen soll und woher die Fingerfertigkeit nehmen und nicht stehlen. Aber auch denen, welche sich nicht trauen ohne professionelle Materialien und Anleitung Hand an den Fuß zu legen, kann geholfen werden. Bietet doch auch Stefan von der Heide selbst BausĂ€tze zum Verkauf und Kurse zum Fertigen der Schuhe an. Mehr dazu, siehe hier: http://www.knieriem.net.

Um dem Ganzen noch eine kleine Anekdote hinzuzufĂŒgen: Auf meine Frage hin, ob sich ein Kommilitone sich nicht Schuhe machen wolle, antwortete er mir mit einem: „Ich glaube nicht, dass die tragbar wĂ€ren.“ Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man auch Schuhe fertigen kann, wenn man nicht gerade zwei linke Daumen, eine gute Anleitung, Übung und Geduld hat, Solange man es nicht selbst probiert, kann es nichts werden.

geschrieben am 16.11.2011 | 562 Wörter | 3307 Zeichen

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