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Deutsche Wortarbeit


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Rezension von

Eve Marunde

Deutsche Wortarbeit Slam-Texte müssen sich oft das Vorurteil gefallen lassen, oberflächlich auf Publikumslacher geschrieben zu sein und wenig inhaltliche Relevanz zu bieten. René Sydow aber gräbt tief und vertritt selbstbewusst seinen Standpunkt. Er ist Gesellschaftskritiker, nimmt Politik und Medien gleichermaßen aufs Korn und scheut sich nicht davor, Namen zu nennen. Dabei wählt er nicht nur prominente Ziele, sondern schaut sich auch auf der Straße um: er beobachtet, analysiert, kritisiert, moralisiert. Dabei kommt die Komik definitiv nicht zu kurz, skurrile Begegnungen mit Alfred Jodokus Kwak und ähnlichen Gestalten inklusive. Zwischen den satirischen Texten finden sich aber auch nachdenkliche Erzählungen und Lyrik. Sydow lässt sich nicht auf ein Genre festlegen, überrascht in dieser Textsammlung immer wieder und lässt einem das Lesen nicht langweilig werden. Vor allem beeindruckt er mit sprachlichen Raffinessen: Er spielt geschickt mit den Worten, wirbelt sie herum und setzt sie neu zusammen. Vielleicht ist es gerade die Schonungslosigkeit gepaart mit gewagter Wortakrobatik, die ihn in der Slam-Szene so schnell erfolgreich werden ließ. Das Buch macht auf jeden Fall Spaß, fordert aber auch zum Nachdenken auf - oberflächliche Unterhaltungslektüre sieht anders aus. Man kann es auf eine Zugfahrt mitnehmen oder beim täglichen Pendeln in der S-Bahn lesen, aber unterschätzen sollte man es nicht. Besonders empfehlenswert ist das Anhören der beiliegenden CD, auf der Sydow mit selbst eingesprochene Texte überzeugt.

Slam-Texte müssen sich oft das Vorurteil gefallen lassen, oberflächlich auf Publikumslacher geschrieben zu sein und wenig inhaltliche Relevanz zu bieten.

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rezensiert seit
Buchtitel
2
22.10.2013

René Sydow aber gräbt tief und vertritt selbstbewusst seinen Standpunkt. Er ist Gesellschaftskritiker, nimmt Politik und Medien gleichermaßen aufs Korn und scheut sich nicht davor, Namen zu nennen. Dabei wählt er nicht nur prominente Ziele, sondern schaut sich auch auf der Straße um: er beobachtet, analysiert, kritisiert, moralisiert. Dabei kommt die Komik definitiv nicht zu kurz, skurrile Begegnungen mit Alfred Jodokus Kwak und ähnlichen Gestalten inklusive. Zwischen den satirischen Texten finden sich aber auch nachdenkliche Erzählungen und Lyrik. Sydow lässt sich nicht auf ein Genre festlegen, überrascht in dieser Textsammlung immer wieder und lässt einem das Lesen nicht langweilig werden. Vor allem beeindruckt er mit sprachlichen Raffinessen: Er spielt geschickt mit den Worten, wirbelt sie herum und setzt sie neu zusammen.

Vielleicht ist es gerade die Schonungslosigkeit gepaart mit gewagter Wortakrobatik, die ihn in der Slam-Szene so schnell erfolgreich werden ließ. Das Buch macht auf jeden Fall Spaß, fordert aber auch zum Nachdenken auf - oberflächliche Unterhaltungslektüre sieht anders aus. Man kann es auf eine Zugfahrt mitnehmen oder beim täglichen Pendeln in der S-Bahn lesen, aber unterschätzen sollte man es nicht. Besonders empfehlenswert ist das Anhören der beiliegenden CD, auf der Sydow mit selbst eingesprochene Texte überzeugt.

geschrieben am 22.10.2013 | 216 Wörter | 1298 Zeichen

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