Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Unser wildes Blut


Statistiken
  • 7662 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Letterschming

Unser wildes Blut Wolfgang Schnellbächer wurde 1983 geboren und veröffentlichte schon mit 17 Jahren einen Artikel in der FAZ. Sein erster Roman "Abiball" erschien 2011. Nur Öneren wurde 1988 geboren und hat BWL in Stuttgart studiert. Gemeinsam haben sie den Roman "Unser wildes Blut" geschrieben, welcher im Februar 2016 in gebundener Form beim cbt-Verlag erschienen ist. Alexander möchte nichts anderes, als mit seiner Mitschülerin Aysel zusammen zu sein, doch eine Liebe zwischen den beiden scheint unmöglich. Alexander ist Christ und Aysel ist Muslimin. Ihr Bruder Ilhan besucht dieselbe Schule wie die beiden und als er von der heimlichen Beziehung zwischen ihnen erfährt, geräht Aysel in einen Zwiespalt. Sie liebt Alexander, doch sie will auch ihre Familie nicht verlieren. Doch auch Ilhan steht nicht vollständig auf der traditionellen Seite. Er genießt die Freiheit, Alkohol zu trinken, Parties zu feiern und hat sich ebenfalls in ein deutsches Mädchen verliebt... "Unser wildes Blut" ist so aktuell, wie es ein Buch nur sein kann, und ein absolutes Muss auf jeder Leseliste. Den Bezug dürfte wohl jeder in seinem Umfeld herstellen können, doch wo meistens vage Klischees und Vorurteile herrschen, wird dieses Buch spezifisch und vermittelt einem eine handfeste Vorstellung der beiden Seiten und des Zwiespalts, der zwischen ihnen herrscht. Der Roman wird einerseits aus Alexanders Perspektive geschildert und andererseits aus der von Ilhan. So erhält man ein viel umfassenderes Bild des Konflikts, als wenn man nur einer Figur folgen könnte. Es werden zahlreiche Argumente vorgebracht, ohne dass man sich als Leser jedoch bevormundet oder belehrt fühlt. Die Schlüsse zieht man ganz allein während des Lesens. Dabei hat das Buch nicht die Schwere eines Werkes, das sich vorgenommen hat, in der Gesellschaft aufzuräumen, sondern nimmt der Thematik im Gegenteil etwas von ihrer Schwere und ruft in Erinnerung, worum es eigentlich gehen sollte. Fazit: Diese Geschichte vermag es gleichermaßen, junge und ältere Leser zu fesseln. Die poetische Sprache sorgt zwar dafür, dass man sich erst einlesen muss, doch dann wertet sie das Geschehen umso mehr auf. Eine Erzählung, die auch über die Lektüre hinaus in Erinnerung bleiben wird.

Wolfgang Schnellbächer wurde 1983 geboren und veröffentlichte schon mit 17 Jahren einen Artikel in der FAZ. Sein erster Roman "Abiball" erschien 2011. Nur Öneren wurde 1988 geboren und hat BWL in Stuttgart studiert. Gemeinsam haben sie den Roman "Unser wildes Blut" geschrieben, welcher im Februar 2016 in gebundener Form beim cbt-Verlag erschienen ist.

weitere Rezensionen von Letterschming

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Alexander möchte nichts anderes, als mit seiner Mitschülerin Aysel zusammen zu sein, doch eine Liebe zwischen den beiden scheint unmöglich. Alexander ist Christ und Aysel ist Muslimin. Ihr Bruder Ilhan besucht dieselbe Schule wie die beiden und als er von der heimlichen Beziehung zwischen ihnen erfährt, geräht Aysel in einen Zwiespalt. Sie liebt Alexander, doch sie will auch ihre Familie nicht verlieren. Doch auch Ilhan steht nicht vollständig auf der traditionellen Seite. Er genießt die Freiheit, Alkohol zu trinken, Parties zu feiern und hat sich ebenfalls in ein deutsches Mädchen verliebt...

"Unser wildes Blut" ist so aktuell, wie es ein Buch nur sein kann, und ein absolutes Muss auf jeder Leseliste. Den Bezug dürfte wohl jeder in seinem Umfeld herstellen können, doch wo meistens vage Klischees und Vorurteile herrschen, wird dieses Buch spezifisch und vermittelt einem eine handfeste Vorstellung der beiden Seiten und des Zwiespalts, der zwischen ihnen herrscht.

Der Roman wird einerseits aus Alexanders Perspektive geschildert und andererseits aus der von Ilhan. So erhält man ein viel umfassenderes Bild des Konflikts, als wenn man nur einer Figur folgen könnte. Es werden zahlreiche Argumente vorgebracht, ohne dass man sich als Leser jedoch bevormundet oder belehrt fühlt. Die Schlüsse zieht man ganz allein während des Lesens. Dabei hat das Buch nicht die Schwere eines Werkes, das sich vorgenommen hat, in der Gesellschaft aufzuräumen, sondern nimmt der Thematik im Gegenteil etwas von ihrer Schwere und ruft in Erinnerung, worum es eigentlich gehen sollte.

Fazit: Diese Geschichte vermag es gleichermaßen, junge und ältere Leser zu fesseln. Die poetische Sprache sorgt zwar dafür, dass man sich erst einlesen muss, doch dann wertet sie das Geschehen umso mehr auf. Eine Erzählung, die auch über die Lektüre hinaus in Erinnerung bleiben wird.

geschrieben am 06.06.2016 | 339 Wörter | 1878 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen