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Libellenfrühling


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Rezension von

Thomas Stumpf

Libellenfrühling „Libellenfrühling“ ist das Debut von Dennis Kohlmann. Ein kurzer Jugendroman, in dem ein kleiner Junge versucht, seine im Koma liegende Schwester zu retten. Der etwa 10 Jahre alte Julien lebt mit seiner großen Schwester, der 16jährigen Mia, seinen Eltern und Hund Charlie in einem Haus mit Garten nicht weit vom Wald entfernt. Er treibt sich gerne draußen herum und liebt seine harmonische Familie. Eines Abends bittet ihn seine Schwester, ihr ein Alibi zu geben und Stillschweigen zu bewahren, wenn sie später in der Nacht sich aus dem Haus schleicht, um sich mit Freunden zu treffen. Julien willigt widerwillig ein. Am nächsten Morgen liegt Mia ohne Bewusstsein auf der Türschwelle. Sie ist ins Koma gefallen, die Ärzte finden keine Erklärung. Für Julien ist das aber nicht mehr seine Schwester, sondern nur noch eine Hülle, jemand, der nur so aussieht wie Mia. Fortan nennt er sie daher auch nur noch „das Mädchen“. Und eines Abends erblickt er Mia als schimmernde Geistergestalt am Waldesrand. Julien ist sich sicher, dass die echte Mia nicht im Krankenhaus liegt, sondern noch irgendwo da draußen im Wald umherirrt, auf der Suche nach ihrem Körper, nach einer Möglichkeit der Rückkehr ins Leben. Er versucht seine Eltern hiervon zu überzeugen, sie halten es aber für eine kindliche Verdrängungsreaktion auf den schweren Schicksalsschlag. Sie setzen all ihre Hoffnung in die ärztliche Behandlung. So macht sich Julien allein auf die Suche nach seiner umherirrenden Schwester und begibt sich auf Streifzüge durch den Wald. Dort trifft er auf den durch Narben entstellten Einsiedler Gabriel. Ein Mann mit einer besonderen Gabe: er kann mit Libellen reden. Und die haben ein Geheimnis – so wie auch Gabriel selbst. Mehr soll an dieser Stelle zum Inhalt nicht verraten werden. Das hier ist die Geschichte eines tapferen Jungen, der mit seinen eigenen Mitteln versucht, alles für seine Schwester zu tun, gegen jeden logischen Widerstand seiner Eltern, die irgendwann anfangen, sich ernsthaft Sorgen um ihn zu machen. Nach und nach entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen Julien und dem seltsamen Gabriel, der den Jungen besser zu verstehen scheint als seine Eltern. Mit den Libellen erhält die Geschichte einen phantastischen Einschlag, der dem Buch eine interessante und besondere Note verleiht. Bereichert wird die Geschichte durch die typischen Kleine-Jungen-Erlebnisse, Julien im Wald, Julien mit seinen Freunden, eine Radtour zum Bach. Dennis Kohlmann liefert eine stimmige, atmosphärische Geschichte über einen mysteriösen Sommer, die zum Ende hin dramatisch wird. Die aus der Sicht von Julien in der Ich-Perspektive gehaltene Erzählung ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Ich-Perspektive kommt gerade jugendlichen Lesern sehr entgegen, vor allem, wenn die Hauptperson etwa in ihrem Alter ist. Das ist eine gute Idee. Ein liebenswertes Buch, das ich gerne gelesen habe.

„Libellenfrühling“ ist das Debut von Dennis Kohlmann. Ein kurzer Jugendroman, in dem ein kleiner Junge versucht, seine im Koma liegende Schwester zu retten.

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Der etwa 10 Jahre alte Julien lebt mit seiner großen Schwester, der 16jährigen Mia, seinen Eltern und Hund Charlie in einem Haus mit Garten nicht weit vom Wald entfernt. Er treibt sich gerne draußen herum und liebt seine harmonische Familie. Eines Abends bittet ihn seine Schwester, ihr ein Alibi zu geben und Stillschweigen zu bewahren, wenn sie später in der Nacht sich aus dem Haus schleicht, um sich mit Freunden zu treffen. Julien willigt widerwillig ein. Am nächsten Morgen liegt Mia ohne Bewusstsein auf der Türschwelle. Sie ist ins Koma gefallen, die Ärzte finden keine Erklärung.

Für Julien ist das aber nicht mehr seine Schwester, sondern nur noch eine Hülle, jemand, der nur so aussieht wie Mia. Fortan nennt er sie daher auch nur noch „das Mädchen“. Und eines Abends erblickt er Mia als schimmernde Geistergestalt am Waldesrand. Julien ist sich sicher, dass die echte Mia nicht im Krankenhaus liegt, sondern noch irgendwo da draußen im Wald umherirrt, auf der Suche nach ihrem Körper, nach einer Möglichkeit der Rückkehr ins Leben. Er versucht seine Eltern hiervon zu überzeugen, sie halten es aber für eine kindliche Verdrängungsreaktion auf den schweren Schicksalsschlag. Sie setzen all ihre Hoffnung in die ärztliche Behandlung.

So macht sich Julien allein auf die Suche nach seiner umherirrenden Schwester und begibt sich auf Streifzüge durch den Wald. Dort trifft er auf den durch Narben entstellten Einsiedler Gabriel. Ein Mann mit einer besonderen Gabe: er kann mit Libellen reden. Und die haben ein Geheimnis – so wie auch Gabriel selbst. Mehr soll an dieser Stelle zum Inhalt nicht verraten werden.

Das hier ist die Geschichte eines tapferen Jungen, der mit seinen eigenen Mitteln versucht, alles für seine Schwester zu tun, gegen jeden logischen Widerstand seiner Eltern, die irgendwann anfangen, sich ernsthaft Sorgen um ihn zu machen. Nach und nach entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen Julien und dem seltsamen Gabriel, der den Jungen besser zu verstehen scheint als seine Eltern. Mit den Libellen erhält die Geschichte einen phantastischen Einschlag, der dem Buch eine interessante und besondere Note verleiht. Bereichert wird die Geschichte durch die typischen Kleine-Jungen-Erlebnisse, Julien im Wald, Julien mit seinen Freunden, eine Radtour zum Bach. Dennis Kohlmann liefert eine stimmige, atmosphärische Geschichte über einen mysteriösen Sommer, die zum Ende hin dramatisch wird.

Die aus der Sicht von Julien in der Ich-Perspektive gehaltene Erzählung ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Ich-Perspektive kommt gerade jugendlichen Lesern sehr entgegen, vor allem, wenn die Hauptperson etwa in ihrem Alter ist. Das ist eine gute Idee. Ein liebenswertes Buch, das ich gerne gelesen habe.

geschrieben am 25.07.2017 | 446 Wörter | 2450 Zeichen

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