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Sinestro, Bd. 2: Sinestro: Bd. 2: Im Netz der Angst


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Rezension von

Frank Drehmel

Sinestro: Bd. 2: Im Netz der Angst 1961 von John Broome und Gil Kane erschaffen, entwickelte sich Sinestro in den folgenden Dekaden vom bedeutendsten Gegner des Green Lantern Corps zu einem der mächtigsten Anti-Helden und einer der vielschichtigsten Figuren des DC-Universums, zu einem Charakter, bei dem die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen und dessen tieferen Beweggründe oft lauterer Natur sind, die Mittel zur Erreichung seiner Ziele jedoch Chaos, Zerstörung und Tod für andere bedeuten. Da sich die Lanterns nicht erst seit den „Brightest Day“- und „Blackest Night“-Crossovers generell zum dynamischten Segment des DC-Universe entwickelt haben und zweifelsohne das aktuell größte Spaceappeal aufweisen, war es daher nur eine Frage der Zeit, bis auch Sinestro mit einer eigenen Serie geehrt wird. Der vorliegende Sammelband umfasst die ersten fünf Ausgaben dieser neuen Reihe, wobei die Handlung nach dem „Forever Evil“-Event ansetzt: resigniert, verzweifelt und hoffnungslos entsagt Sinestro im Glauben, neben seinem Heimatplaneten sei auch seine gesamte Spezies vernichtet, und trotz der gewaltigen Macht, die er mit Parallax gebändigt hat, dem Universum und wählt auf einem abgelegenen Planeten das Exil. Doch der Frieden ist nur von kurzer Dauer, denn Lyssa Drak taucht auf, um Sinestro erneut als Yellow Lantern zu reaktivieren, denn nur er kann dem Betreiben des neuen Führers seines ehemaligen Corps Einhalt gebieten, nur er kann das Corps gegen eine neue Macht, die Kirche der Anti-Emotion, in die Schlacht führen und nur er kann die Überlebenden seines Volkes, die sich im Universum verstreut haben, zusammenführen und retten. Der Exilant lässt sich überzeugen und kehrt zurück, um zunächst die Macht über das Sinestro Corps, sein Corps, zurück zu erringen. Dass die Yellow Lanterns zwischenzeitlich seine Tochter Soranik Natu, die selbst eine Green Lantern ist, gefangen nehmen konnten, macht seine Position nicht stärker. Dennoch ist dieser erste Kampf von Erfolg gekrönt, die nächsten werden um ein Vielfaches schwieriger, denn der Fahle Kult, die Kirche der Anti-Emotion ist ein machtvoller Gegner und auch Hal Jordan hat mit Sinestro einiges zu klären. Obwohl die Figur des Sinestro mehr als 50 Jahre durch das DC-Universum wandelt und ein Berg von Story- und Hintergrund-Ballast mit sich rumschleppt, wirkt diese neue Reihe so frisch und dynamisch wie sämtliche aktuellen Lantern-Geschichten, unabhängig davon, ob sie sich um Träger von roten, grünen, weißen oder – wie hier – gelben Ringen ranken. Nicht nur das, auch das vorliegende Tradepaperback vermittelt dem Leser – wie die übrigen Lantern-Storys - das Gefühl, einem größeren, All-umfassenden Abenteuer beizuwohnen, einer wahrhaft epischen, kosmischen Geschichte. Und genau hierin liegt die große Stärke des Lantern-Settings: die Serien sind einerseits verbunden, andererseits aber auch isoliert zu verstehen und zu genießen. Dass in den fünf Debüt-Ausgaben noch nicht die ganze Tiefe des Anti-Helden ausgelotet werden kann, ist nicht verwunderlich; dennoch vermittelt uns Cullen Bunn insbesondere durch den Kontrast zu den grünen Lanterns erste Eindrücke von der Ambivalenz der Figur. Ein weiteres Merkmal der neuen Lantern-Reihen ist – generell - das atemberaubende Artwork. Und auch „Sinestro“ fügt sich lückenlos in Reihe visueller Highlights ein: detailliert, extrem dynamisch, mit großer Tiefe, die sich sowohl aus den Hell-Dunkel-, als auch den kräftigen Farbkontrasten sowie den cineastischen Perspektiven ergibt, ziehen die Bilder den Leser schon auf der ersten Seite gleichsam in sich hinein. Exotische Handlungsorte und grandios visualisierte „Aliens“ - die Gesandten der Kirche der Anti-Emotion umgibt ein unheimlicher Nimbus, der vage an die Cenobites der Hellraiser-Filme erinnert – untermauern einen Space-Opera-Anspruch. Fazit: Ein weiteres – diesmal gelbes - Highlight im Lantern-Kanon. Extrem dynamisch, rasend schnell, virtuos visualisiert. Fans müssen zugreifen!

1961 von John Broome und Gil Kane erschaffen, entwickelte sich Sinestro in den folgenden Dekaden vom bedeutendsten Gegner des Green Lantern Corps zu einem der mächtigsten Anti-Helden und einer der vielschichtigsten Figuren des DC-Universums, zu einem Charakter, bei dem die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen und dessen tieferen Beweggründe oft lauterer Natur sind, die Mittel zur Erreichung seiner Ziele jedoch Chaos, Zerstörung und Tod für andere bedeuten.

weitere Rezensionen von Frank Drehmel


Da sich die Lanterns nicht erst seit den „Brightest Day“- und „Blackest Night“-Crossovers generell zum dynamischten Segment des DC-Universe entwickelt haben und zweifelsohne das aktuell größte Spaceappeal aufweisen, war es daher nur eine Frage der Zeit, bis auch Sinestro mit einer eigenen Serie geehrt wird.

Der vorliegende Sammelband umfasst die ersten fünf Ausgaben dieser neuen Reihe, wobei die Handlung nach dem „Forever Evil“-Event ansetzt: resigniert, verzweifelt und hoffnungslos entsagt Sinestro im Glauben, neben seinem Heimatplaneten sei auch seine gesamte Spezies vernichtet, und trotz der gewaltigen Macht, die er mit Parallax gebändigt hat, dem Universum und wählt auf einem abgelegenen Planeten das Exil. Doch der Frieden ist nur von kurzer Dauer, denn Lyssa Drak taucht auf, um Sinestro erneut als Yellow Lantern zu reaktivieren, denn nur er kann dem Betreiben des neuen Führers seines ehemaligen Corps Einhalt gebieten, nur er kann das Corps gegen eine neue Macht, die Kirche der Anti-Emotion, in die Schlacht führen und nur er kann die Überlebenden seines Volkes, die sich im Universum verstreut haben, zusammenführen und retten.

Der Exilant lässt sich überzeugen und kehrt zurück, um zunächst die Macht über das Sinestro Corps, sein Corps, zurück zu erringen. Dass die Yellow Lanterns zwischenzeitlich seine Tochter Soranik Natu, die selbst eine Green Lantern ist, gefangen nehmen konnten, macht seine Position nicht stärker. Dennoch ist dieser erste Kampf von Erfolg gekrönt, die nächsten werden um ein Vielfaches schwieriger, denn der Fahle Kult, die Kirche der Anti-Emotion ist ein machtvoller Gegner und auch Hal Jordan hat mit Sinestro einiges zu klären.

Obwohl die Figur des Sinestro mehr als 50 Jahre durch das DC-Universum wandelt und ein Berg von Story- und Hintergrund-Ballast mit sich rumschleppt, wirkt diese neue Reihe so frisch und dynamisch wie sämtliche aktuellen Lantern-Geschichten, unabhängig davon, ob sie sich um Träger von roten, grünen, weißen oder – wie hier – gelben Ringen ranken. Nicht nur das, auch das vorliegende Tradepaperback vermittelt dem Leser – wie die übrigen Lantern-Storys - das Gefühl, einem größeren, All-umfassenden Abenteuer beizuwohnen, einer wahrhaft epischen, kosmischen Geschichte. Und genau hierin liegt die große Stärke des Lantern-Settings: die Serien sind einerseits verbunden, andererseits aber auch isoliert zu verstehen und zu genießen.

Dass in den fünf Debüt-Ausgaben noch nicht die ganze Tiefe des Anti-Helden ausgelotet werden kann, ist nicht verwunderlich; dennoch vermittelt uns Cullen Bunn insbesondere durch den Kontrast zu den grünen Lanterns erste Eindrücke von der Ambivalenz der Figur.

Ein weiteres Merkmal der neuen Lantern-Reihen ist – generell - das atemberaubende Artwork. Und auch „Sinestro“ fügt sich lückenlos in Reihe visueller Highlights ein: detailliert, extrem dynamisch, mit großer Tiefe, die sich sowohl aus den Hell-Dunkel-, als auch den kräftigen Farbkontrasten sowie den cineastischen Perspektiven ergibt, ziehen die Bilder den Leser schon auf der ersten Seite gleichsam in sich hinein. Exotische Handlungsorte und grandios visualisierte „Aliens“ - die Gesandten der Kirche der Anti-Emotion umgibt ein unheimlicher Nimbus, der vage an die Cenobites der Hellraiser-Filme erinnert – untermauern einen Space-Opera-Anspruch.

Fazit: Ein weiteres – diesmal gelbes - Highlight im Lantern-Kanon. Extrem dynamisch, rasend schnell, virtuos visualisiert. Fans müssen zugreifen!

geschrieben am 06.11.2017 | 567 Wörter | 3363 Zeichen

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