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Handbuch Unterhaltsrecht


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Informationen zum Buch
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  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Handbuch Unterhaltsrecht Das Handbuch zum Unterhaltsrecht erweist sich auch in der achten Auflage als echtes Handbuch und nicht als Kommentarersatz. Die vier praxiserfahrenen Autorinnen und Autoren beweisen auf den fast 1200 Seiten inklusive Verzeichnissen nicht nur ihr profundes Wissen im Familienrecht, sondern bieten dem Leser darüber hinaus durchweg Handreichungen zur richtigen Anwendung des Rechts. Gerade diese konsequente Ausrichtung auf die praktische Nutzung des Rechts macht ein Handbuch für den Leser wertvoll. Neben dem verständlich und präzise gehaltenen Fließtext sorgen auch Beispiele, Berechnungen, aber auch taktische Überlegungen dafür, dass man sich gerne, aber auch tiefgreifend mit der Materie auseinandersetzt. Hinzu kommt eine vom Prinzip her ausgesprochen lesefreundliche Ausgestaltung des Handbuchs mit ausreichenden Abständen, durchgehenden Randnummern, echten Fußnoten und fett gedruckten leitenden Schlagwörtern. Unangenehm ist allerdings zunächst die kleine Schriftart, aber hier war wohl eine Abwägung zwischen Buchstärke und Lesefreundlichkeit zu treffen, denn bei größerer Schrift hätte das Werk bestimmt einige 100 Seiten mehr zu verkraften. In Kombination mit dem dünnen Papier wächst sich dieser Malus aber zu einem echten Problem heraus: denn bei der Lektüre scheint die Schrift der Rückseite durch, sodass das längere Lesen der kleinen Schrift mit Hintergrundgrauschleier zu einer Tortur wird. Hier sollte in den Folgeauflagen dringend nachgebessert werden. Abgesehen von diesem rein formalen Umstand ist das Buch inhaltlich jedoch ein Genuss. Nicht von der oben schon genannten Ausrichtung als Handbuch und praktische Arbeitshilfe, sondern auch durch die Art der Darstellung. Der Leser wird gedanklich an die Hand genommen, um ausgehend von einem Grundschema zur Prüfung der relevanten Ansprüche sukzessive in die Detailebenen und Diskussionsansätze geführt zu werden. Vertiefende Aspekte werden auch als solche gekennzeichnet, sodass man seine Lektüre auch punktuell steuern kann. Alle klassischen unterhaltsrechtlichen Fragen werden angesprochen, aber auch unangenehme Teilbereiche, etwa die Eigenberechnung der Steuerbelastung beim Einkommen Selbständiger. Interessant und erfreulich ist, dass bestimmte Aspekte nicht vor die Klammer gezogen werden, sondern bei den verschiedenen Unterhaltsansprüchen jeweils im Prüfungsablauf neu angesprochen werden, z.B. die Befristung oder Herabsetzung von Ehegattenunterhalt. Hier kommt wieder das Konzept des Handbuchs zum Vorschein: der Leser erhält eine komplette Darstellung und muss nicht vor- und zurückblättern. Insgesamt 15 Kapitel harren der Lektüre. Den Einstieg machen sieben Kapitel mit verschiedenen Unterhaltskonstellationen, also der Anspruch des minderjährigen Kindes, des volljährigen Kindes, der Eltern gegen die Kinder, der unverheirateten Eltern, der Trennungsunterhalt, der Ehegattenunterhalt und der Unterhalt der Lebenspartnerschaft. Nach Kapiteln zu unterhaltsrechtlichen Spezialproblemen und zum Auskunftsanspruch wird das Verfahren in Angriff genommen. Dabei werden die vorprozessualen Vorgänge zu Recht in einem eigenen Kapitel betrachtet, danach dann das Verfahren, die Rechtsmittel und die Zwangsvollstreckung. Den Abschluss bilden Unterhaltsansprüche mit Auslandsberührung sowie Übergangsvorschriften. Auch wenn ich für konkrete Detailfragen im Unterhaltsrecht eher zu einem Kommentar greifen würde, hat mich dieses Handbuch (abgesehen von dem oben genannten Makel der dünnen Seiten) überzeugt. Es lohnt sich richtig, ganze Abschnitte am Stück zu lesen, um die Vielfalt der Problemfelder, die die Autoren aufbereiten, zu erfassen und zu durchdenken. Insofern: klare Empfehlung für den familienrechtlichen Praktiker.

Das Handbuch zum Unterhaltsrecht erweist sich auch in der achten Auflage als echtes Handbuch und nicht als Kommentarersatz. Die vier praxiserfahrenen Autorinnen und Autoren beweisen auf den fast 1200 Seiten inklusive Verzeichnissen nicht nur ihr profundes Wissen im Familienrecht, sondern bieten dem Leser darüber hinaus durchweg Handreichungen zur richtigen Anwendung des Rechts. Gerade diese konsequente Ausrichtung auf die praktische Nutzung des Rechts macht ein Handbuch für den Leser wertvoll. Neben dem verständlich und präzise gehaltenen Fließtext sorgen auch Beispiele, Berechnungen, aber auch taktische Überlegungen dafür, dass man sich gerne, aber auch tiefgreifend mit der Materie auseinandersetzt. Hinzu kommt eine vom Prinzip her ausgesprochen lesefreundliche Ausgestaltung des Handbuchs mit ausreichenden Abständen, durchgehenden Randnummern, echten Fußnoten und fett gedruckten leitenden Schlagwörtern.

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Unangenehm ist allerdings zunächst die kleine Schriftart, aber hier war wohl eine Abwägung zwischen Buchstärke und Lesefreundlichkeit zu treffen, denn bei größerer Schrift hätte das Werk bestimmt einige 100 Seiten mehr zu verkraften. In Kombination mit dem dünnen Papier wächst sich dieser Malus aber zu einem echten Problem heraus: denn bei der Lektüre scheint die Schrift der Rückseite durch, sodass das längere Lesen der kleinen Schrift mit Hintergrundgrauschleier zu einer Tortur wird. Hier sollte in den Folgeauflagen dringend nachgebessert werden.

Abgesehen von diesem rein formalen Umstand ist das Buch inhaltlich jedoch ein Genuss. Nicht von der oben schon genannten Ausrichtung als Handbuch und praktische Arbeitshilfe, sondern auch durch die Art der Darstellung. Der Leser wird gedanklich an die Hand genommen, um ausgehend von einem Grundschema zur Prüfung der relevanten Ansprüche sukzessive in die Detailebenen und Diskussionsansätze geführt zu werden. Vertiefende Aspekte werden auch als solche gekennzeichnet, sodass man seine Lektüre auch punktuell steuern kann. Alle klassischen unterhaltsrechtlichen Fragen werden angesprochen, aber auch unangenehme Teilbereiche, etwa die Eigenberechnung der Steuerbelastung beim Einkommen Selbständiger. Interessant und erfreulich ist, dass bestimmte Aspekte nicht vor die Klammer gezogen werden, sondern bei den verschiedenen Unterhaltsansprüchen jeweils im Prüfungsablauf neu angesprochen werden, z.B. die Befristung oder Herabsetzung von Ehegattenunterhalt. Hier kommt wieder das Konzept des Handbuchs zum Vorschein: der Leser erhält eine komplette Darstellung und muss nicht vor- und zurückblättern.

Insgesamt 15 Kapitel harren der Lektüre. Den Einstieg machen sieben Kapitel mit verschiedenen Unterhaltskonstellationen, also der Anspruch des minderjährigen Kindes, des volljährigen Kindes, der Eltern gegen die Kinder, der unverheirateten Eltern, der Trennungsunterhalt, der Ehegattenunterhalt und der Unterhalt der Lebenspartnerschaft. Nach Kapiteln zu unterhaltsrechtlichen Spezialproblemen und zum Auskunftsanspruch wird das Verfahren in Angriff genommen. Dabei werden die vorprozessualen Vorgänge zu Recht in einem eigenen Kapitel betrachtet, danach dann das Verfahren, die Rechtsmittel und die Zwangsvollstreckung. Den Abschluss bilden Unterhaltsansprüche mit Auslandsberührung sowie Übergangsvorschriften.

Auch wenn ich für konkrete Detailfragen im Unterhaltsrecht eher zu einem Kommentar greifen würde, hat mich dieses Handbuch (abgesehen von dem oben genannten Makel der dünnen Seiten) überzeugt. Es lohnt sich richtig, ganze Abschnitte am Stück zu lesen, um die Vielfalt der Problemfelder, die die Autoren aufbereiten, zu erfassen und zu durchdenken. Insofern: klare Empfehlung für den familienrechtlichen Praktiker.

geschrieben am 27.09.2018 | 485 Wörter | 3217 Zeichen

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