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Duden - Professionelles Bewerben - leicht gemacht


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Rezension von

Lesefreund

Duden - Professionelles Bewerben - leicht gemacht „Oft sollst Du bedenken, was Du über wen und zu wem sagst.“ Mit diesen Zeilen, die der römische Dichter Horaz an seinen Freund Lollius Maximus richtet, sucht der Augustus-Schützling und Vergil-Zeitgenosse einen Grundsatz zu formulieren, der für den Umgang des Bewerbers mit seinem Förderer richtungsweisend bleiben sollte: Achte auf das, was Du sagst und behalte stets im Hinterkopf, zu wem Du es sagst. Zur Zeit des römischen Mäzenatentums konnte der gute Wille oder Unwille eines Förderers seinem Schützling erheblichen Schaden zufügen oder ihm von großem Nutzen sein. Wer sich heutzutage nach einer Verdienstmöglichkeit umschaut, ist in der Regel nicht auf eine Gönnerschaft, sondern auf eine Anstellung aus. Und so sieht er sich auch keinem Mäzen, sondern einem Arbeitgeber gegenüber. Dieser verlangt von ihm im Vorfeld keine schmeichelnden Gunstbeweise, sondern Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Sicherlich hat auch ein Personal-Chef unserer Tag nichts gegen die eine oder andere seelische Streicheleinheit einzuwenden, doch ausschlaggebend dürfte dies nicht sein. Und wenn es dennoch so ist, empfiehlt sich im Übrigen eher die Lektüre von Horazens Episteln als das konzentrierte Durcharbeiten von Judith Engsts kompaktem und überaus informativ gestaltetem Ratgeber. Doch auch Engst kann mit Briefen aufwarten. Allerdings handelt es sich bei ihr eher um mustergültige Anschreiben, Bewerbungsbogen und Lebensläufe. Wer nach professionellen Vorbildern für eine Bewerbung sucht, der wird bei diesem Duden-Taschenbuch sorgfältig geprüften Rat und durchdachte Hilfe in finden. Dass die Arbeitswelt ihre eigenen Gesetze und ungeschriebenen Bestimmungen hat, ist kein Geheimnis. Doch wie sieht der einzelne Fall aus? Wie kann ich einen konkret auf mich zugeschnittenen Zugang zu einem neuen Bereich finden? Das Entscheidende ist der Anfang. Ist dieser erst einmal gemacht, folgen eine Reihe Einzelheiten wie von selbst. „Nur wer Misserfolge fürchtet, bleibt zu Hause!“, weiß schon Horaz lauthals zu verkünden. Wer sich dem Arbeitsmarkt mit seinen Anforderungen stellt, zeigt damit bereits, dass er eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Job erfüllt: Er ist bereit, sein Leben nach seiner Arbeit auszurichten. Bei aller Unsicherheit, die auf dem Arbeitsmarkt immer wieder zu herrschen scheint, sollte sich der Interessierte jedoch vorrangig fragen, ob er die jeweilige Tätigkeit wirklich auf Dauer ausüben möchte. Auch der beste Job nutzt wenig, wenn er nicht mit Elan ausgeübt wird. Hat man sich also erst einmal klar gemacht, warum man bei wem wie lange und wie viel arbeiten möchte, ist es Zeit, zur Tat zu schreiten. An dieser Stelle der Vorbereitung setzt bei den meisten Berufseinsteigern das große Fragen ein: Bewerbe ich mich am besten nur auf ausgeschriebene Stellen oder auch initiativ? Was gehört tatsächlich in meine Bewerbungsunterlagen hinein und was nicht? Ist eine Bewerbung per E-Mail zulässig? Wie lange sollte ich mindestens warten, bis ich mich ein zweites Mal melde, falls ich nicht sofort eine Antwort oder eine Absage erhalte? Und wie nehme ich dann erneut Kontakt auf? Ist es vorteilhaft für mich, wenn ich beim Personaler nachfasse und gegebenenfalls meine Unterlagen zurückfordere? Was muss ich beachten, wenn ich tatsächlich einmal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werde? Darf ich meine Reisekosten in jedem Fall zurückfordern? Und welcher Zeitpunkt wäre dafür am besten geeignet? Fragen solcher und ähnlicher Art sind es, die sich beim Einzelnen mehr und mehr auftürmen. Doch keine Sorge: Engst und ihre Mitarbeiter gehen ausführlich auf Anliegen dieser Art ein und führen dem Leser beispielhaft vor Augen, wie die jeweilige Situation am besten zu bewältigen ist beziehungsweise zu bewältigen wäre. Der zweite Teil des Buches ist sprachlich-stilistischen Tipps von A bis Z gewidmet, deren Grenzfälle für so manchen Bewerber sicherlich schon das eine oder andere Mal beinahe zum verbalen Fettnäpfchen geworden sind oder wären: Sollte man bei einer Bewerbung etwa im Voraus darauf eingehen, dass man seiner Zeit in puncto Schlüssel-Qualifikationen weit voraus ist? Was gibt es bezüglich des Adressaten beziehungsweise in Bezug auf mögliche Adressaten im Besonderen besonders zu beachten? Ist es sinnvoll, sich interessehalber auf eine halbe Stelle zu bewerben, obwohl man eigentlich glaubt, dass es des guten Beispiels halber besser wäre, sich nicht mit Halbheiten abzugeben? Die Liste solcher und ähnlicher Zweifelsfälle ist lang. Gut, dass der zweite Teil dieses Bewerbungsratgebers ebenfalls sehr ausführlich gehalten ist. Natürlich liest man diesen Abschnitt langsamer und hat dadurch einen zeitlichen Mehraufwand im Vergleich zu den ersten Praxis-Kapiteln. Doch die Mühe ist lohnenswert, nicht zuletzt da Sicherheit im sprachlichen – besonders: schriftlichen – Ausdruck ein unabdingbarer Grundstock für das berufliche Weiterkommen ist. Lediglich die Bindung von Engsts Bewerbungsbuch erweist sich bei gründlicher Benutzung als zu nachgiebig. Hier sollte eine Materialverbesserung einsetzen. Ansonsten ist das Taschenbuch-Format von Duden eine gelungene Sache, da es dem Leser wichtiges Wissen zeitnah und zugleich handlich präsentiert, ohne sich mit Umständlichkeiten aufzuhalten. Wer sich um eine Anstellung bemüht oder bemühen möchte, der lasse sich diesen Ratgeber angelegen sein.

„Oft sollst Du bedenken, was Du über wen und zu wem sagst.“ Mit diesen Zeilen, die der römische Dichter Horaz an seinen Freund Lollius Maximus richtet, sucht der Augustus-Schützling und Vergil-Zeitgenosse einen Grundsatz zu formulieren, der für den Umgang des Bewerbers mit seinem Förderer richtungsweisend bleiben sollte: Achte auf das, was Du sagst und behalte stets im Hinterkopf, zu wem Du es sagst.

Zur Zeit des römischen Mäzenatentums konnte der gute Wille oder Unwille eines Förderers seinem Schützling erheblichen Schaden zufügen oder ihm von großem Nutzen sein.

Wer sich heutzutage nach einer Verdienstmöglichkeit umschaut, ist in der Regel nicht auf eine Gönnerschaft, sondern auf eine Anstellung aus. Und so sieht er sich auch keinem Mäzen, sondern einem Arbeitgeber gegenüber. Dieser verlangt von ihm im Vorfeld keine schmeichelnden Gunstbeweise, sondern Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten.

Sicherlich hat auch ein Personal-Chef unserer Tag nichts gegen die eine oder andere seelische Streicheleinheit einzuwenden, doch ausschlaggebend dürfte dies nicht sein.

Und wenn es dennoch so ist, empfiehlt sich im Übrigen eher die Lektüre von Horazens Episteln als das konzentrierte Durcharbeiten von Judith Engsts kompaktem und überaus informativ gestaltetem Ratgeber.

Doch auch Engst kann mit Briefen aufwarten. Allerdings handelt es sich bei ihr eher um mustergültige Anschreiben, Bewerbungsbogen und Lebensläufe.

Wer nach professionellen Vorbildern für eine Bewerbung sucht, der wird bei diesem Duden-Taschenbuch sorgfältig geprüften Rat und durchdachte Hilfe in finden.

Dass die Arbeitswelt ihre eigenen Gesetze und ungeschriebenen Bestimmungen hat, ist kein Geheimnis. Doch wie sieht der einzelne Fall aus? Wie kann ich einen konkret auf mich zugeschnittenen Zugang zu einem neuen Bereich finden?

Das Entscheidende ist der Anfang. Ist dieser erst einmal gemacht, folgen eine Reihe Einzelheiten wie von selbst. „Nur wer Misserfolge fürchtet, bleibt zu Hause!“, weiß schon Horaz lauthals zu verkünden.

Wer sich dem Arbeitsmarkt mit seinen Anforderungen stellt, zeigt damit bereits, dass er eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Job erfüllt: Er ist bereit, sein Leben nach seiner Arbeit auszurichten.

Bei aller Unsicherheit, die auf dem Arbeitsmarkt immer wieder zu herrschen scheint, sollte sich der Interessierte jedoch vorrangig fragen, ob er die jeweilige Tätigkeit wirklich auf Dauer ausüben möchte. Auch der beste Job nutzt wenig, wenn er nicht mit Elan ausgeübt wird.

Hat man sich also erst einmal klar gemacht, warum man bei wem wie lange und wie viel arbeiten möchte, ist es Zeit, zur Tat zu schreiten.

An dieser Stelle der Vorbereitung setzt bei den meisten Berufseinsteigern das große Fragen ein: Bewerbe ich mich am besten nur auf ausgeschriebene Stellen oder auch initiativ? Was gehört tatsächlich in meine Bewerbungsunterlagen hinein und was nicht? Ist eine Bewerbung per E-Mail zulässig? Wie lange sollte ich mindestens warten, bis ich mich ein zweites Mal melde, falls ich nicht sofort eine Antwort oder eine Absage erhalte? Und wie nehme ich dann erneut Kontakt auf?

Ist es vorteilhaft für mich, wenn ich beim Personaler nachfasse und gegebenenfalls meine Unterlagen zurückfordere? Was muss ich beachten, wenn ich tatsächlich einmal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werde? Darf ich meine Reisekosten in jedem Fall zurückfordern? Und welcher Zeitpunkt wäre dafür am besten geeignet?

Fragen solcher und ähnlicher Art sind es, die sich beim Einzelnen mehr und mehr auftürmen. Doch keine Sorge: Engst und ihre Mitarbeiter gehen ausführlich auf Anliegen dieser Art ein und führen dem Leser beispielhaft vor Augen, wie die jeweilige Situation am besten zu bewältigen ist beziehungsweise zu bewältigen wäre.

Der zweite Teil des Buches ist sprachlich-stilistischen Tipps von A bis Z gewidmet, deren Grenzfälle für so manchen Bewerber sicherlich schon das eine oder andere Mal beinahe zum verbalen Fettnäpfchen geworden sind oder wären:

Sollte man bei einer Bewerbung etwa im Voraus darauf eingehen, dass man seiner Zeit in puncto Schlüssel-Qualifikationen weit voraus ist? Was gibt es bezüglich des Adressaten beziehungsweise in Bezug auf mögliche Adressaten im Besonderen besonders zu beachten?

Ist es sinnvoll, sich interessehalber auf eine halbe Stelle zu bewerben, obwohl man eigentlich glaubt, dass es des guten Beispiels halber besser wäre, sich nicht mit Halbheiten abzugeben?

Die Liste solcher und ähnlicher Zweifelsfälle ist lang. Gut, dass der zweite Teil dieses Bewerbungsratgebers ebenfalls sehr ausführlich gehalten ist. Natürlich liest man diesen Abschnitt langsamer und hat dadurch einen zeitlichen Mehraufwand im Vergleich zu den ersten Praxis-Kapiteln.

Doch die Mühe ist lohnenswert, nicht zuletzt da Sicherheit im sprachlichen – besonders: schriftlichen – Ausdruck ein unabdingbarer Grundstock für das berufliche Weiterkommen ist.

Lediglich die Bindung von Engsts Bewerbungsbuch erweist sich bei gründlicher Benutzung als zu nachgiebig. Hier sollte eine Materialverbesserung einsetzen.

Ansonsten ist das Taschenbuch-Format von Duden eine gelungene Sache, da es dem Leser wichtiges Wissen zeitnah und zugleich handlich präsentiert, ohne sich mit Umständlichkeiten aufzuhalten.

Wer sich um eine Anstellung bemüht oder bemühen möchte, der lasse sich diesen Ratgeber angelegen sein.

geschrieben am 02.03.2007 | 774 Wörter | 4564 Zeichen

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