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Photoshop-Basiswissen: Photoshop-Basiswissen: Ebenen


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Informationen zum Buch
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  Buchreihe
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  Erscheinungsjahr
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Rezension von

Dr. Hermann Joosten

Photoshop-Basiswissen: Ebenen Dieses Buch behandelt die sogenannten Ebenentechnik des Computergrafikprogramms "Photoshop". Wie der Untertitel aussagt, geht es um Basiswissen. Es handelt sich um ein Buch aus einer ganzen Reihe, welche ebenfalls dieses Basiswissen zu Photoshop vermitteln wollen. Der Autor beschreibt die unterschiedlichen Ebenenfunktionen und ihre Anwendung (Pixel-Ebenen, Textebenen, Einstellungsebenen etc.). Sehr hilfreich ist, dass der Autor die Auswirkungen der Ebenenverrechnung ausführlich beschreibt und dies durch durchdachtes Bildmaterial anschaulich macht. Die Erklärungen sind einfach gehalten und damit für Leser geeignet (allerdings begrenzt), welche kaum Kenntnisse von Photoshop haben. Der Untertitel "Basiswissen" suggeriert, dass es ein solches gibt. Tatsächlich ist Photoshop ein über die Jahre zusammengestupseltes Konglomerat von Berechnungsalgorithmen, welche aufeinander bezogen sind (zum Teil allerdings nicht evident) und keine sinnvolle Unterteilung von "Basiswissen" und "Spezialwissen" möglich machen. Kritisch ist die Nutzung des Seitenraumes zu sehen. Hier finden sich überdimensionierte Abbildungen (12,5 x 12,5 cm) und ein Textraum von bloß ca. 3,5 x 12,5 cm, des Öfteren sogar kleiner. Die Größe dieser Abbildungen ist unnötige Platzverschwendung und geht zu Lasten der Textmenge. Mehr textbasierte Erläuterungen wären hilfreicher. Denn wenn es um "Basiswissen" geht, sollte der Autor an einen Leser denken, der sozusagen an die Hand genommen werden muss. Ein Beispiel: Auf Seite 57 ff. werden die Formebenen behandelt. Hier gibt der Autor eine historische Übersicht, einige Erläuterungen zu Anwendungsmöglichkeiten und Vergleiche mit anderen Programmen. Nach dem Lesen der Seite 57 weiß der Leser allerdings nicht, was denn nun das Konzept und die Technik von Formebenen ist, weil es hierzu einer grundlegenden, didaktisch fundierten Darstellung der Vektortechnik in der Bildbearbeitung bedurft hätte. Die nachfolgenden Erläuterungen sind auch nicht ausreichend, um dem Leser Sinn und Zweck von Formebenen zu vermitteln. Dann findet sich auf Seite 59 noch ein Unfug mit der Überschrift "Profi-Tipp" ("... legen Sie fest, ob das neue Objekt als Vektorbasierte Formebene, als gefüllte Pixel-Ebene oder als Freistellungspfad angelegt werden soll."). Abgesehen davon, dass das Adjektiv "Vektorbasierte" klein geschrieben gehört, handelt es sich nicht um einen Profitipp, sondern um eine grundsätzliche Erläuterung der Icons der Menüleiste. Der Unfug besteht eben darin, basale Funktionen dem Leser als "Profi-Tipp" zu verkaufen – ein Unfug, der sich übrigens in vielen Computerzeitschriften und Büchern findet. Dem unbefangenen Leser mag dieser sog. "Profi-Tipp" als solcher erscheinen, weil er in dieser Verkürzung auf die Schnelle die Unterscheidung von "vektorbasierter Formebene, gefüllte Pixelebene (Gibt es auch ungefüllte und was macht man damit?) und Freistellungspfad (Was ist das denn nun wieder?) gar nicht kognitiv erfassen kann. Hiermit wird beispielhaft ein wesentlicher Mangel des Buches deutlich. Ein Bildbearbeitungsspezialist hat ein Buch für Laien ("Basiswissen") geschrieben, ohne sich noch die Nöte der Laien vorstellen zu können – also ein massives didaktisches Problem bei inhaltlich richtiger Darstellung. Sehr hilfreich für den Leser wäre noch eine vollständige Übersicht über alle ebenenbezogenen Befehlsmöglichkeiten gewesen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Programmen leidet Photoshop an einer erheblichen Unübersichtlichkeit der Befehlsstruktur bis hin zu der Tatsache, dass manche Funktionen nur über Tastaturkürzel erreichbar sind oder über Kombinationen von Tastatur und Icons. Wenn man nicht täglich mit dem Programm arbeitet, vergisst man diese Kürzel eben. Es stellt sich nun die Frage, wem dieses Buch empfohlen werden kann. Die Notwendigkeit solcher Bücher ergibt sich auch daraus, dass Photoshop selbst in seinen Benennungen der Befehle und den Menüstrukturen undurchsichtig ist. Hier gibt das Buch eine nette kleine Übersicht über die Ebenentechnik. Die grundsätzliche Empfehlung ist aber, lieber zu einem umfangreicheren Photoshop-Buch zu greifen. Denn in Photoshop hängen viele Funktionen zusammen bzw. sind aufeinander bezogen. Z. B. behandelt der Autor die Formebenen, welche man aber nur dann sinnvoll nutzen kann, wenn man sich auch mit Pfaden und den ganzen Pfad- und Zeichenwerkzeugen auskennt. Hier kommt man letztlich nur weiter, wenn man ein umfangreiches Werk hat, in dem man die Informationen zu diesen Werkzeugen gleich nachlesen kann. Daher ist dieses Buch eigentlich nur für Leser geeignet, welche schon grundsätzliche Kenntnisse von Photoshop haben und sich nur noch einmal vertieft mit den Ebenen beschäftigen wollen. Aber auch in diesem Falle ist es sinnvoller, zu einem "dicken" Photoshop-Buch zu greifen, denn auch diese enthalten das "Basiswissen".

Dieses Buch behandelt die sogenannten Ebenentechnik des Computergrafikprogramms "Photoshop". Wie der Untertitel aussagt, geht es um Basiswissen. Es handelt sich um ein Buch aus einer ganzen Reihe, welche ebenfalls dieses Basiswissen zu Photoshop vermitteln wollen.

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Der Autor beschreibt die unterschiedlichen Ebenenfunktionen und ihre Anwendung (Pixel-Ebenen, Textebenen, Einstellungsebenen etc.). Sehr hilfreich ist, dass der Autor die Auswirkungen der Ebenenverrechnung ausführlich beschreibt und dies durch durchdachtes Bildmaterial anschaulich macht. Die Erklärungen sind einfach gehalten und damit für Leser geeignet (allerdings begrenzt), welche kaum Kenntnisse von Photoshop haben.

Der Untertitel "Basiswissen" suggeriert, dass es ein solches gibt. Tatsächlich ist Photoshop ein über die Jahre zusammengestupseltes Konglomerat von Berechnungsalgorithmen, welche aufeinander bezogen sind (zum Teil allerdings nicht evident) und keine sinnvolle Unterteilung von "Basiswissen" und "Spezialwissen" möglich machen.

Kritisch ist die Nutzung des Seitenraumes zu sehen. Hier finden sich überdimensionierte Abbildungen (12,5 x 12,5 cm) und ein Textraum von bloß ca. 3,5 x 12,5 cm, des Öfteren sogar kleiner. Die Größe dieser Abbildungen ist unnötige Platzverschwendung und geht zu Lasten der Textmenge. Mehr textbasierte Erläuterungen wären hilfreicher. Denn wenn es um "Basiswissen" geht, sollte der Autor an einen Leser denken, der sozusagen an die Hand genommen werden muss.

Ein Beispiel: Auf Seite 57 ff. werden die Formebenen behandelt. Hier gibt der Autor eine historische Übersicht, einige Erläuterungen zu Anwendungsmöglichkeiten und Vergleiche mit anderen Programmen. Nach dem Lesen der Seite 57 weiß der Leser allerdings nicht, was denn nun das Konzept und die Technik von Formebenen ist, weil es hierzu einer grundlegenden, didaktisch fundierten Darstellung der Vektortechnik in der Bildbearbeitung bedurft hätte. Die nachfolgenden Erläuterungen sind auch nicht ausreichend, um dem Leser Sinn und Zweck von Formebenen zu vermitteln. Dann findet sich auf Seite 59 noch ein Unfug mit der Überschrift "Profi-Tipp" ("... legen Sie fest, ob das neue Objekt als Vektorbasierte Formebene, als gefüllte Pixel-Ebene oder als Freistellungspfad angelegt werden soll."). Abgesehen davon, dass das Adjektiv "Vektorbasierte" klein geschrieben gehört, handelt es sich nicht um einen Profitipp, sondern um eine grundsätzliche Erläuterung der Icons der Menüleiste. Der Unfug besteht eben darin, basale Funktionen dem Leser als "Profi-Tipp" zu verkaufen – ein Unfug, der sich übrigens in vielen Computerzeitschriften und Büchern findet. Dem unbefangenen Leser mag dieser sog. "Profi-Tipp" als solcher erscheinen, weil er in dieser Verkürzung auf die Schnelle die Unterscheidung von "vektorbasierter Formebene, gefüllte Pixelebene (Gibt es auch ungefüllte und was macht man damit?) und Freistellungspfad (Was ist das denn nun wieder?) gar nicht kognitiv erfassen kann.

Hiermit wird beispielhaft ein wesentlicher Mangel des Buches deutlich. Ein Bildbearbeitungsspezialist hat ein Buch für Laien ("Basiswissen") geschrieben, ohne sich noch die Nöte der Laien vorstellen zu können – also ein massives didaktisches Problem bei inhaltlich richtiger Darstellung.

Sehr hilfreich für den Leser wäre noch eine vollständige Übersicht über alle ebenenbezogenen Befehlsmöglichkeiten gewesen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Programmen leidet Photoshop an einer erheblichen Unübersichtlichkeit der Befehlsstruktur bis hin zu der Tatsache, dass manche Funktionen nur über Tastaturkürzel erreichbar sind oder über Kombinationen von Tastatur und Icons. Wenn man nicht täglich mit dem Programm arbeitet, vergisst man diese Kürzel eben.

Es stellt sich nun die Frage, wem dieses Buch empfohlen werden kann. Die Notwendigkeit solcher Bücher ergibt sich auch daraus, dass Photoshop selbst in seinen Benennungen der Befehle und den Menüstrukturen undurchsichtig ist. Hier gibt das Buch eine nette kleine Übersicht über die Ebenentechnik.

Die grundsätzliche Empfehlung ist aber, lieber zu einem umfangreicheren Photoshop-Buch zu greifen. Denn in Photoshop hängen viele Funktionen zusammen bzw. sind aufeinander bezogen. Z. B. behandelt der Autor die Formebenen, welche man aber nur dann sinnvoll nutzen kann, wenn man sich auch mit Pfaden und den ganzen Pfad- und Zeichenwerkzeugen auskennt. Hier kommt man letztlich nur weiter, wenn man ein umfangreiches Werk hat, in dem man die Informationen zu diesen Werkzeugen gleich nachlesen kann. Daher ist dieses Buch eigentlich nur für Leser geeignet, welche schon grundsätzliche Kenntnisse von Photoshop haben und sich nur noch einmal vertieft mit den Ebenen beschäftigen wollen. Aber auch in diesem Falle ist es sinnvoller, zu einem "dicken" Photoshop-Buch zu greifen, denn auch diese enthalten das "Basiswissen".

geschrieben am 01.04.2008 | 669 Wörter | 4160 Zeichen

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