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Kleines Lexikon psychologischer Irrtümer


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Rezension von

Dr. Hermann Joosten

Kleines Lexikon psychologischer Irrtümer So lesen wir von Öko-Fuzzis und Psycho-Fuzzis und erfahren, dass Psychotherapie als ergebnislose Gesprächsform der Umverteilung des Jammers dient. Man besorge sich einen Überweisungsschein für Psychotherapie – und das Gejammer und Gejanke könne endlich losgehen. Psychotherapie sei ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen. Interessant auch die Eindrücke des Autors von den Lindauer Psychotherapietagen: „Auch die kurzgeschnittene, präsenile Kampflesbe kann ihre Einlagen innerhalb der Vorlesungen inszenieren. Das oberhalb der Halskrause nicht ganz dichte Publikum verzeiht alles.“ Und im Umgang mit einer Hysterikerin empfiehlt der Autor den verhaltenstherapeutischen Königsweg: Und wenn die Hysterikerin umfalle, könne man sie liegenlassen. Sie komme alleine wieder hoch. Wir sind so manche Plattheiten deutscher Comediens gewohnt, aber diese sind deutlich um eine Hinwendung zum Witz bemüht. Dem Autor gelingt immerhin der Einbau schon bekannter Stammtischwitze in den Text. Diese Psychotherapeuten- und Patientenbeschimpfung könnte auch auf Handkes Publikumsbeschimpfung referenzieren wollen, wenn da nicht doch gewisse Unterschiede in Niveau und Intention wären. Im Klappentext lesen wir, dass der Autor dem Zeitgeist einmal so richtig die Ohren langziehen wolle. Abgesehen von der Frage, wo sich der anatomische Ort der Ohren des Zeitgeistes befindet, dürfen wir auf die Revanche des Zeitgeistes gespannt sein. Und ob es dann bei den Ohren bleibt, das können wir nicht wissen. Das Buch kann all jenen empfohlen werden, welche eine Störung der Empathie vermittelnden Funktion der Spiegelneuronen als Resistenzfaktor gegen Betroffenheit einbringen. Den Eigentümern intakter Spiegelneuronen sei zu Woody Allen geraten.

So lesen wir von Öko-Fuzzis und Psycho-Fuzzis und erfahren, dass Psychotherapie als ergebnislose Gesprächsform der Umverteilung des Jammers dient. Man besorge sich einen Überweisungsschein für Psychotherapie – und das Gejammer und Gejanke könne endlich losgehen. Psychotherapie sei ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen. Interessant auch die Eindrücke des Autors von den Lindauer Psychotherapietagen: „Auch die kurzgeschnittene, präsenile Kampflesbe kann ihre Einlagen innerhalb der Vorlesungen inszenieren. Das oberhalb der Halskrause nicht ganz dichte Publikum verzeiht alles.“ Und im Umgang mit einer Hysterikerin empfiehlt der Autor den verhaltenstherapeutischen Königsweg: Und wenn die Hysterikerin umfalle, könne man sie liegenlassen. Sie komme alleine wieder hoch.

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Wir sind so manche Plattheiten deutscher Comediens gewohnt, aber diese sind deutlich um eine Hinwendung zum Witz bemüht. Dem Autor gelingt immerhin der Einbau schon bekannter Stammtischwitze in den Text. Diese Psychotherapeuten- und Patientenbeschimpfung könnte auch auf Handkes Publikumsbeschimpfung referenzieren wollen, wenn da nicht doch gewisse Unterschiede in Niveau und Intention wären.

Im Klappentext lesen wir, dass der Autor dem Zeitgeist einmal so richtig die Ohren langziehen wolle. Abgesehen von der Frage, wo sich der anatomische Ort der Ohren des Zeitgeistes befindet, dürfen wir auf die Revanche des Zeitgeistes gespannt sein. Und ob es dann bei den Ohren bleibt, das können wir nicht wissen.

Das Buch kann all jenen empfohlen werden, welche eine Störung der Empathie vermittelnden Funktion der Spiegelneuronen als Resistenzfaktor gegen Betroffenheit einbringen. Den Eigentümern intakter Spiegelneuronen sei zu Woody Allen geraten.

geschrieben am 25.08.2017 | 234 Wörter | 1493 Zeichen

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