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Rats


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Rezension von

Letterschming

Rats Der britische Autor David Fermer ist vor allem durch seine Nonstop-Reihe bekannt geworden, eine Serie von Büchern, die in deutscher und englischer Sprache geschrieben sind. Der Jugendroman Rats gehört nicht zu dieser Reihe und ist damit einsprachig erhältlich. Die vier jungen Waisen Daniel, Nina, Roman und Pascal leben in einem Waisenhaus auf einer kleinen Insel nahe der Küste. Während der Rest des Landes mitten in einer politischen Krise steckt, leben die Insulaner abgeschottet, aber friedlich – bis plötzlich eine Reihe von grausamen Morden geschieht. Die Opfer scheinen von einem großen Tier getötet worden zu sein. Mutig gehen die vier Waisen dem Rätsel nach und stoßen auf die Spur von Hannes Andermann, einem großen Fischfabrikanten, der den Absatz seines Fischereiunternehmens mit einer Substanz steigern will, die die Fische um das Vielfache ihrer eigenen Körpergröße wachsen lässt. Doch durch einen Abfluss gelangen Reste der Substanz zu einem Rattenrudel und plötzlich wimmelt es auf der gesamten Insel von überdimensionalen Ratten. Damit sein Geheimnis nicht entdeckt wird, lässt Andermann die Insel evakuieren. Nur die vier Waisen bleiben unfreiwillig zurück – und die Ratten. Zunächst einmal finde ich den Titel nicht sehr aussagekräftig für den Roman. Zwar kommen immer wieder Ratten vor, aber meistens nehmen sie nur ein passive Rolle ein, eine Art Metapher für die düstere Umgebung. Wirklich in Aktion treten sie nur verhältnismäßig selten. Vielmehr handelt es sich stattdessen um eine Mischung aus TKKG-Roman und Politthriller für Jugendliche. Im ersten Teil des Buches geht es noch ziemlich abenteuerlich zu. Die vier Waisen erkunden nachts die Insel und spionieren Hannes Andermann nach. Der zweite Teil spielt dann hauptsächlich auf dem Festland und beschäftigt sich mit der politischen Krise, die das Land durchmacht. Die vier Jugendlichen und ihre Freunde ergreifen hier selbst Initiative, um die Zukunft ihres Landes zu bestimmen. Die Handlung wechselt immer wieder kapitelweise zwischen verschiedenen Schauplätzen hin und her, was ich persönlich sehr gelungen finde. Alle Handlungsstränge sind detailliert gestaltet und schön zu lesen. Kein Teil ist bloßes Beiwerk, denn jede noch so kleine, unwichtig erscheinende Szene läuft während des Romans auf interessante Weise mit den anderen zusammen, wodurch ein spannendes Finale antsteht. Während die Dialoge teilweise etwas knapp geraten sind, finde ich die Beschreibungen der Umgebung sehr gut gelungen. Sie vermitteln eine fesselnde Atmosphäre, ohne gleich mehrere Seiten zu füllen. Die Hauptcharaktere hingegen passen meiner Meinung nach nicht sehr gut zu der Handlung. Daniel ist mit vierzehn Jahren der Älteste der Protagonisten. Die anderen Waisen sind zwischen zwölf und dreizehn Jahren alt und verhalten sich auch dementsprechend. Für die politische Thematik wären ältere Figuren vielleicht angemessener gewesen. An einigen Stellen hätte ich mir noch eine weitere Ausarbeitung der Handlung gewünscht. Die Szenen geraten manchmal etwas kurz und sachlich. Ich denke, für Leser im Alter von etwa zwölf oder dreizehn Jahren ist das Buch ziemlich gut geeignet. Denn für Ältere ist die Geschichte einfach zu kurz abgehandelt und die Charaktere noch zu kindlich, während wesentlich Jüngere wahrscheinlich nicht besonders an den politischen Konflikten interessiert sind und diese vielleicht auch nicht unbedingt verstehen. Alles in allem, ein schöner Abenteuerroman und für junge Leser sicherlich ein Vergnügen, für Ältere allerdings nur eine mittelmäßige Lektüre.

Der britische Autor David Fermer ist vor allem durch seine Nonstop-Reihe bekannt geworden, eine Serie von Büchern, die in deutscher und englischer Sprache geschrieben sind. Der Jugendroman Rats gehört nicht zu dieser Reihe und ist damit einsprachig erhältlich.

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Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Die vier jungen Waisen Daniel, Nina, Roman und Pascal leben in einem Waisenhaus auf einer kleinen Insel nahe der Küste. Während der Rest des Landes mitten in einer politischen Krise steckt, leben die Insulaner abgeschottet, aber friedlich – bis plötzlich eine Reihe von grausamen Morden geschieht. Die Opfer scheinen von einem großen Tier getötet worden zu sein.

Mutig gehen die vier Waisen dem Rätsel nach und stoßen auf die Spur von Hannes Andermann, einem großen Fischfabrikanten, der den Absatz seines Fischereiunternehmens mit einer Substanz steigern will, die die Fische um das Vielfache ihrer eigenen Körpergröße wachsen lässt. Doch durch einen Abfluss gelangen Reste der Substanz zu einem Rattenrudel und plötzlich wimmelt es auf der gesamten Insel von überdimensionalen Ratten. Damit sein Geheimnis nicht entdeckt wird, lässt Andermann die Insel evakuieren. Nur die vier Waisen bleiben unfreiwillig zurück – und die Ratten.

Zunächst einmal finde ich den Titel nicht sehr aussagekräftig für den Roman. Zwar kommen immer wieder Ratten vor, aber meistens nehmen sie nur ein passive Rolle ein, eine Art Metapher für die düstere Umgebung. Wirklich in Aktion treten sie nur verhältnismäßig selten.

Vielmehr handelt es sich stattdessen um eine Mischung aus TKKG-Roman und Politthriller für Jugendliche. Im ersten Teil des Buches geht es noch ziemlich abenteuerlich zu. Die vier Waisen erkunden nachts die Insel und spionieren Hannes Andermann nach. Der zweite Teil spielt dann hauptsächlich auf dem Festland und beschäftigt sich mit der politischen Krise, die das Land durchmacht. Die vier Jugendlichen und ihre Freunde ergreifen hier selbst Initiative, um die Zukunft ihres Landes zu bestimmen.

Die Handlung wechselt immer wieder kapitelweise zwischen verschiedenen Schauplätzen hin und her, was ich persönlich sehr gelungen finde. Alle Handlungsstränge sind detailliert gestaltet und schön zu lesen. Kein Teil ist bloßes Beiwerk, denn jede noch so kleine, unwichtig erscheinende Szene läuft während des Romans auf interessante Weise mit den anderen zusammen, wodurch ein spannendes Finale antsteht.

Während die Dialoge teilweise etwas knapp geraten sind, finde ich die Beschreibungen der Umgebung sehr gut gelungen. Sie vermitteln eine fesselnde Atmosphäre, ohne gleich mehrere Seiten zu füllen.

Die Hauptcharaktere hingegen passen meiner Meinung nach nicht sehr gut zu der Handlung. Daniel ist mit vierzehn Jahren der Älteste der Protagonisten. Die anderen Waisen sind zwischen zwölf und dreizehn Jahren alt und verhalten sich auch dementsprechend. Für die politische Thematik wären ältere Figuren vielleicht angemessener gewesen.

An einigen Stellen hätte ich mir noch eine weitere Ausarbeitung der Handlung gewünscht. Die Szenen geraten manchmal etwas kurz und sachlich.

Ich denke, für Leser im Alter von etwa zwölf oder dreizehn Jahren ist das Buch ziemlich gut geeignet. Denn für Ältere ist die Geschichte einfach zu kurz abgehandelt und die Charaktere noch zu kindlich, während wesentlich Jüngere wahrscheinlich nicht besonders an den politischen Konflikten interessiert sind und diese vielleicht auch nicht unbedingt verstehen.

Alles in allem, ein schöner Abenteuerroman und für junge Leser sicherlich ein Vergnügen, für Ältere allerdings nur eine mittelmäßige Lektüre.

geschrieben am 24.06.2009 | 520 Wörter | 3021 Zeichen

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